Vier Schulen aus Sachsen-Anhalt als Verbraucherschulen ausgezeichnet – darunter Gymnasium Landsberg mit Gold und Burggymnasium Wettin mit Silber

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) in Berlin hat heute Schulen aus ganz Deutschland als „Verbraucherschulen“ ausgezeichnet. Unter den geehrten Einrichtungen sind auch vier Schulen aus Sachsen-Anhalt.

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Die Auszeichnung würdigt Schulen, die Schülerinnen und Schüler mit praxisnahen und innovativen Angeboten auf ihren Verbraucheralltag vorbereiten – von Finanzkompetenz über Medienbildung bis zu nachhaltigem Konsum.

Bildungsminister Jan Riedel würdigt die Preisträgerschulen in Sachsen-Anhalt: „Verbraucherbildung ist ökonomische Bildung – und damit ein unverzichtbarer Bestandteil moderner Allgemeinbildung sowie ein klarer bildungspolitischer Schwerpunkt in Sachsen-Anhalt. Verbraucherbildung bereitet junge Menschen auf das Leben als kompetente Verbraucher vor. Das bedeutet, eigenes Nutzungs- und Konsumverhalten verantwortungsvoll und reflektiert zu steuern, persönliche Bedürfnisse zu wichten, aber auch Risiken zu erkennen. Die Auszeichnung ist ein starkes Signal für die Verbraucherbildung in Sachsen-Anhalt. Ich danke den Schulgemeinschaften für ihr vorbildhaftes Engagement und gratuliere zu diesem besonderen Erfolg.“

Für Sachsen-Anhalt ist die diesjährige Auszeichnung auch ein sichtbarer Erfolg der kontinuierlichen Schulentwicklung: Drei der vier ausgezeichneten Schulen konnten ihren Status gegenüber der vorherigen Auszeichnungsrunde steigern. Zudem ist mit dem Gymnasium Landsberg erstmals in dieser Runde eine Schule aus Sachsen-Anhalt mit der höchsten Stufe „Verbraucherschule Gold“ ausgezeichnet worden. Neu im Kreis der ausgezeichneten Schulen aus Sachsen-Anhalt ist die Pestalozzischule Aschersleben, die auf Anhieb die Stufe Silber erreicht.

Ausgezeichnete Schulen aus Sachsen-Anhalt:

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Gymnasium Landsberg (Landsberg) – Verbraucherschule Gold
Das Gymnasium Landsberg hat seine Verbraucherbildung in den vergangenen Jahren konsequent weiterentwickelt und erreicht nun als erste der in dieser Runde ausgezeichneten Schulen aus Sachsen-Anhalt die höchste Stufe „Gold“. Verbraucherbildung ist dabei fest im Unterricht und im Wahlpflichtbereich verankert und verbindet ökonomische Grundbildung, Projektarbeit und Nachhaltigkeit. Schülerinnen und Schüler setzen sich unter anderem mit Finanzentscheidungen und Marktmechanismen auseinander, erproben wirtschaftliche Zusammenhänge im Planspiel Börse und entwickeln im Rahmen von Projekten eigene Ideen für Produkte oder Dienstleistungen. Ziel ist es, junge Menschen zu befähigen, Konsumentscheidungen informiert, kritisch und verantwortungsvoll zu treffen.

Burg-Gymnasium Wettin (Wettin-Löbejün) – Verbraucherschule Silber
Am Burg-Gymnasium Wettin wird Verbraucherbildung als fächerübergreifende Aufgabe umgesetzt. In Projektwochen und Unterrichtsvorhaben beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler beispielsweise mit nachhaltigem Wohnen, mit Fragen fairer Lieferketten am Beispiel von Kakao und Schokolade sowie mit der Bewertung von Produkten und Informationen. Im Wahlpflichtkurs „Herausforderung Zukunft“ werden zudem Mechanismen sozialer Medien und des Online-Shoppings kritisch beleuchtet und alltagsnahe Kompetenzen gestärkt.

Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Gemeinschaftsschule (Wolmirstedt) – Verbraucherschule Silber
Die Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Gemeinschaftsschule setzt auf praktische Formate, die verantwortlichen Konsum im Schulalltag erfahrbar machen. Dazu gehören unter anderem ein Schulflohmarkt, Umweltbildung im Schulgarten und die Teilnahme am World CleanUp Day. Auch kleine Produktions- und Verkaufsprojekte vermitteln grundlegende Erfahrungen rund um Konsum, Ressourcen und Wertschöpfung.

Pestalozzischule Aschersleben (Aschersleben) – Verbraucherschule Silber
Die Pestalozzischule Aschersleben verankert Verbraucherbildung besonders alltagsnah und kontinuierlich, unter anderem mit ein bis zwei Wochenstunden Verbraucherbildung. Im Mittelpunkt stehen praktische Lerngelegenheiten wie die Schülerfirma „Iss was“, gemeinsames gesundes Essen sowie Projekte zu Nachhaltigkeit und Bildung für nachhaltige Entwicklung, etwa zu Kakao und Schokolade. Ergänzt wird dies durch Angebote zur Digitalisierung und Medienbildung.

Hintergrund:

Als Verbraucherschulen werden allgemeinbildende und berufsbildende Schulen ausgezeichnet, die Maßnahmen umsetzen, in denen Schülerinnen und Schüler Alltagskompetenzen besonders intensiv erwerben – im Unterricht, in Projektwochen oder in außerunterrichtlichen Aktivitäten.

Verbraucherbildung umfasst die Handlungsfelder Ernährung und Gesundheit, Finanzen, Marktgeschehen und Verbraucherrecht, Medien und Information sowie nachhaltiger Konsum und Globalisierung. Die höchste Stufe „Verbraucherschule Gold“ ist Teil des Schullabel-Indikators der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie.

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