Vollversammlung der Beschäftigen an der Uni Halle: Mitarbeitende bereiten sich auf Streik am 28. Januar vor

Im Rahmen der aktuellen Tarifrunde der Länder fand am Dienstag an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg eine Vollversammlung der Beschäftigten im Rahmen einer aktiven Mittagspause statt.

Die Gewerkschaft will für Mitarbeitenden 7 Prozent mehr Lohn durchsetzen, mindestens jedoch 300 Euro. Möglicherweise gibt es dazu am 28.1. einen Streik, auf alle Fälle aber einen Aktionstag.

Am Freitag findet die nächste Verhandlungsrunde mit der Arbeitgeberseite statt. “Wir rechnen mit einem ernüchternden Ergebnis”, sagte ein Vertreter von ver.di. “Die lasse euch in der ersten Runde am Haken zappeln.”

Eine studentische Mitarbeiterin beklagte, dass viele unbezahlte Überstunden anfallen. Es gebe die Beschäftigten in diesem Sektor auch keine Absicherung bei Urlaub und Krankheit, die Bezahlung sei zu gering. “Man kann diesen Job nicht ausüben, wenn man nicht schon finanziell abgesichert ist.”

Von “prekären Beschäftigungsverhältnissen” sprach ein wissenschaftlicher Mitarbeiter. Mit den selbsten Mittel müssen die Fachbereiche steigende Kosten stemmen. Die Folge seien unbezahlte Mehrarbeit. Teilweise werden die Stellen nur zu 59 Prozent vergeben, die Arbeit bleibe aber die gleiche. Das sah auch eine andere Uni-Mitarbeiterin so. “Wir brauchen mehr Personal, um die Arbeit zu schaffen.” Sie beklagte auch eine mangelnde Wertschätzung.

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5 Antworten

  1. On + On sagt:

    Die Universität sollte ganz dringend Personal abbauen, damit sie nicht entgültig finanziell handlungsunfähig wird und auch wissenschaftlich-forschungsseitig im Wettbewerb in Deutschland, Europa und weltweit nicht immer weiter zurückfällt. Der Wasserkopf der Uni ist riesig und ein Balast für die Zukunftsfähigkeit der altehrwürdige Alma Mater geworden.

  2. PaulusHallenser sagt:

    „Die Gewerkschaft will für Mitarbeitenden 7 Prozent mehr Lohn durchsetzen, mindestens jedoch 300 Euro.“

    Ich kann nur hoffen, dass diesen abgehobenen Forderungen entschieden entgegengetreten wird. Die Rädelsführer dieser Vorbereitungen gehören umgehend aus dem Hochschulbetrieb entfernt.

    • Ach Pauli...armer Wicht sagt:

      Neidisch? Du weißt schon, dass es nicht nur um die Uni sondern um den ÖD der Länder geht? Also dort, wohin du es nie geschafft hast. Dafür sind die „Rädelsführer“ aber nicht verantwortlich. Gott, musst du bei deinem Studium gelitten haben.

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