Warum die Kastanien am Grundschul-Neubau in der Schimmelstraße doch gefällt werden
Lange Zeit schien ihr Erhalt gesichert: Trotz Bauarbeiten an der Grundschule Schimmelstraße hatte die Stadt Halle an den beiden Kastanien vor dem Schulgelände festgehalten. Umso größer ist nun die Verwunderung bei Eltern und Anwohnern, dass die Bäume dennoch gefällt werden sollen. Die Stadtverwaltung weist in einer Antwort an den Planungsausschuss Vorwürfe von Planungs- oder Ausführungsfehlern zurück und erläutert die Hintergründe.
Bereits im Jahr 2022 wurde demnach im Zuge der Bauplanung ein umfassendes Baumgutachten erstellt. Dieses bescheinigte den Kastanien schon damals einen schlechten Gesundheitszustand, so die Stadtverwaltung. Schäden, Schädlingsbefall sowie eine deutlich eingeschränkte Lebenserwartung wurden dokumentiert. Gleichzeitig warnten die Gutachter, dass die anstehenden Bauarbeiten, insbesondere Veränderungen im Wurzelraum, die ohnehin geschwächten Bäume zusätzlich belasten könnten. Kastanien reagieren laut Gutachten besonders sensibel auf solche Standortveränderungen.
Trotz dieser Einschätzungen entschied sich die Stadt zunächst für den Erhalt der Bäume. Die Bauplanung wurde angepasst, Zufahrten verlegt und der Schutz der Kastanien während der Bauphase großgeschrieben. So wurden die Kronentraufbereiche mit Bauzäunen abgesichert, um Befahrung oder Materiallagerung zu verhindern. Zudem erfolgten Suchschachtungen, um den Verlauf der Wurzeln zu erkunden und größere Eingriffe zu vermeiden. Nach Angaben der Verwaltung fanden keine erheblichen Wurzelbeschädigungen statt.
Eine dendrologische Baubegleitung war zwar im Vorfeld ausgeschrieben worden, allerdings gingen laut Stadtverwaltung keine Angebote ein. In der Baugenehmigung wurde eine solche Begleitung schließlich nicht verbindlich festgelegt. Die vorgesehenen Schutzmaßnahmen seien dennoch vollständig umgesetzt worden, betont die Stadt.
Als 2025 die Arbeiten an den Freianlagen begannen, wurden die Kastanien erneut begutachtet. Dabei zeigte sich eine deutliche Verschlechterung ihres Zustands: Die sogenannte Wipfeldürre hatte stark zugenommen, große Teile der Kronen wiesen Totholz auf, heißt es von der Stadt. Nach Einschätzung der Fachleute könne weder die Verkehrssicherheit noch ein dauerhafter Erhalt der Bäume gewährleistet werden – insbesondere nicht im sensiblen Umfeld einer Schule sowie angrenzender Gehwege und Straßen.
Planungs- oder Ausführungsfehler sieht die Verwaltung nicht. Vielmehr entspreche der jetzige Zustand der Bäume den bereits früh prognostizierten Risiken. Eine Fällung sei daher „unabweisbar“.
Als Ausgleich plant die Stadt die Neupflanzung großkroniger, klimaangepasster Bäume an den bisherigen Standorten. Vorgesehen ist ein deutlich verbesserter Wurzelraum mit jeweils mindestens 30 Kubikmetern speziellem Baumsubstrat. Ergänzt werden sollen die neuen Bäume durch Sträucher und standortgerechte Staudenpflanzungen, um ein günstiges Mikroklima zu schaffen. Die Maßnahmen werden in Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde entwickelt.








entspreche der jetzige Zustand der Bäume den bereits früh prognostizierten Risiken. Eine Fällung sei daher „unabweisbar“.
Man kann für alles eine Entschuldigung finden….. danach .
Wenn man wirklich gewollt hätte, auch den Baum retten können.
Oh,eine Expertin 🙈
Man hätte ihn absägen können und woanders einpflanzen.
Ja. Aber das hätte er nicht überlebt.
Hallo „Emmi“,
die Stadtverwaltung Halle, Fachbereich Umwelt, hat derzeit die Stelle eines Baumkontrolleurs (m/w/d) ausgeschrieben. Mit Ihrer Expertise hinsichtlich der Standsicherheit von Bäumen liegt eine Bewerbung nahe.
Und die Kastanien gehen alle gleichzeitig ein?
Im Grunde müssten die explodierten Kosten für diesen Schulneubau bei rotgrünen Lieblingsprojekten wieder abgezogen werden, denn es waren deren abwegiger Wunsch diese Bäume unter allen Umständen erhalten zu wollen.
Macht keinen Wind wegen den Krücken! Immer so ein Theater
Da gibt es „Gutachten“ die nun sogar durch die Wirklichkeit bestätigt werden, aber vor Angst der „Baumlobby“ knickt die Stadt ein und verschwendet m.E. für unnütze Sicherungsmaßnahmen bestimmt vierstellige Summen. Für diese Sicherungsmaßnahmen über Jahre hätte man toll entwickelte Bäume in größerer Anzahl und Qualität als Ersatz schaffen können. Wer sitzt da am Entscheidungstisch? Wird gegen Gutachten entschieden brauch ich diese auch nicht und kann sie ebenfalls sparen. Ich finde ein Fall für den Rechnungshof zumindest.
Der wartet nur auf deine Anzeige, also los…