Wegen Streik im Nahverkehr in Sachsen-Anhalt – Kommunale Arbeitgeber kritisieren Gewerkschaft ver.di: unzumutbar, unverhältnismäßig, Augenmaß für fairen Arbeitskampf verloren
Nach Ankündigung der Gewerkschaft ver.di werden die kommunalen Nahverkehrsunternehmen Sachsen-Anhalts, darunter auch die Hallesche Verkehrs-AG (HAVAG) in Halle (Saale), in dieser Woche erneut mit langanhaltenden Streiks überzogen. Diese Streiks erstrecken sich von Donnerstagfrüh bis Montagfrüh. Bereits Ende Februar wurde der öffentliche Personennahverkehr in Sachsen-Anhalt durch die Gewerkschaft für bis zu vier Tage lahmgelegt.
„Diese Belastung, die sich durch die Streiks für die Fahrgäste des ÖPNV in SachsenAnhalt ergibt, ist unzumutbar. Die angekündigte Dauer der Streiks von bis zu 4 Tagen ist ebenso unverhältnismäßig, wie die Forderungen der Gewerkschaft in den bisherigen Tarifverhandlungen. Die Gewerkschaft hat offensichtlich jedes Augenmaß für einen fairen und angemessen geführten Arbeitskampf verloren“, kritisiert Diana Häseler-Wallwitz, Verbandsgesdchäftsführerin des Kommunalen Arbeitgeberverbandes Sachsen-Anhalt e. V.
Die Gewerkschaft ver.di beharrte auch am gestrigen dritten Verhandlungstag auf einer Absenkung der Wochenarbeitszeit um 3 Stunden auf 35 Wochenarbeitsstunden bei vollem Lohnausgleich. Dies entspricht laut KAV im Volumen einer zusätzlich bezahlten Freistellung von 21 Tagen im Jahr zu dem ohnehin schon bestehenden Anspruch auf 30 Tage Erholungsurlaub. Diese Forderung der Gewerkschaft sei angesichts der knappen kommunalen Finanzmittel nicht realisierbar. Dies hätte die Gewerkschaft zum Anlass genommen, die Verhandlungen abzubrechen und offensichtlich einer bundesweiten Dramaturgie folgend, zu Streiks aufzurufen, kritisiert der KAV.
Die Beschäftigten der Nahverkehrsunternehmen in Sachsen-Anhalt hätten bereits gute Arbeitsbedingungen. Am gestrigen Verhandlungstag boten die Arbeitgeber weitere Verbesserungen der Arbeitsbedingungen, wie zum Beispiel drei zusätzliche freie Tage, eine Verbesserung der Ruhezeitregelungen und eine Erhöhung der Zuschläge für Nacht- und Sonntagsarbeit an. Die Gewerkschaft sei nicht bereit gewesen, auch nur ansatzweise hierüber mit der Arbeitgeberseite zu sprechen, so der KAV.
„Wir fordern die Gewerkschaft auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren und von der Durchführung der angekündigten unverhältnismäßigen Streiks abzusehen.“, so Diana Häseler-Wallwitz abschließend.










Die Politik hat die Möglichkeit, das Streikrecht im Bereich der öffentlichen Infrastruktur einzuschränken. So ist es zum Beispiel in Frankreich so, dass im Fernverkehr jeder 3. Zug auch bei Streiks fahren muss und im ÖPNV beträgt die Quote 50%. So etwas müsste es hier auch geben, um überzogene Forderungen der Gewerkschaften einfach ignorieren zu können.
Was n Frankreich gilt muss nicht automatisch in Deutschland gelten .
Ejakulierst du eigentlich immer vorher oder danach, wenn du etwas findest, um die Rechte der Arbeitnehmer im Arbeitskampf zu diffamieren?
Es ist wirklich gut zu wissen, dass Liberale in der deutschen Politik keine Rolle mehr spielen. Mit solchen Äußerungen werden auch die letzten Krümel an Prozenten verspielt. Genscher und Scheel rotieren in ihren Gräbern, dass der Humus qualmt.
Ach bin ich froh, dass die Liberalen nichts (mehr) zu sagen haben. Man kann über Forderungen von Gewerkschaften gerne diskutieren und genau das passiert auch in Tarifverhandlungen. Was du willst (Forderungen von Gewerkschaften „ignorieren“, Gewerkschaften also nutzlos machen, wenn man ihre Forderungen schlicht ignorieren könnte) ist verfassungswidrig. Ganz einfach.
Fazit: Anhänger der FDP argumentieren verfassungswidrig. Ist die FDP, wenn dies Parteilinie sein sollte, verfassungswidrig??? Ja, das wäre es.
Du erkennst gar nicht, was du für einen gefährlichen Unsinn von Dir gibst. Nicht nur hier…
Oder einfach überzogene Forderungen von Kleinstparteien (4,4% BaWü) ignorieren.
Volle Solidarität mit den Streikenden!
Streikrecht ja, Maßlosigkeit nein!
Solidarität für Menschen, die versuchen, andere zu erpressen, ist falsch und unangemessen.
Da können ja alle wieder ohne schlechten Gewissens Auto fahren !!!
Das Angebot der Arbeitgeber ist mehr als grosszügig. In der aktuellen wirtschaftlichen Lage mit steigender Arbeitslosigkeit ist es nur fair, dass der ÖD seinen Beitrag leistet. Eine Nullrunde ist das höchste der Gefühle und perspektivisch sollte ein Anteil gewerkschaftsungebundener Leiharbeitnehmer beschäftigt werden.
Forderungen von Verdi sind überzogen und Schäden der Wirtschaft. Ich wünsche Herrn Hoehnr aus Köln Erfolg mit seinem. Vorhaben
Das Streikrecht ist ein erkämpftes Recht aller Gewerkschaftsmitglieder wir können froh sein, dass alle Angestellten der HAVAG Gewerkschaftsmitglieder sind oder nicht ?