Wenn die KI ins Klassenzimmer kommt… Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ kürt in Halle (Saale) Siegerinnen und Sieger für Landesausscheid

Heute fand in Halle (Saale) der 61. Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ und „Jugend forscht junior“ statt. Die besten 13 Projekte qualifizierten sich für den Landeswettbewerb.

Der Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ und „Jugend forscht junior“ in Halle (Saale) ist entschieden: Die Siegerinnen und Sieger stehen fest und vertreten im April die Region beim Landeswettbewerb Sachsen-Anhalt. Die Jury zeigte sich auch in diesem Jahr beeindruckt von der Themenvielfalt und der Qualität der vorgestellten Arbeiten.

Der Einsatz von und der Umgang mit Künstlicher Intelligenz ist gegenwärtig in aller Munde. Das bewegte auch Sofiia Bohdanova. Sie fragte, wie verständlich KI-Texte im Vergleich zu Schulbüchern sind. Experimentell untersuchte die 11. Klässlerin vom Gymnasium Wernigerode, wie gut aus Künstlicher Intelligenz generierte Texte im Vergleich zum Inhalt des klassischen Schulbuches verstanden werden. Mit einem Test prüfte sie, ob einfache KI-Sätze oder komplizierte Schulbuchpassagen besser im Kopf bleiben und zeigte so, welches Potenzial KI im Unterricht haben könnte.

Nachhaltig und praktisch zugleich ist das Projekt von Karlotta Holuba und Mia Matthaes ebenfalls vom Gymnasium Wernigerode: Sie bauten einen herkömmlichen Katzenfutterautomaten so um, dass er komplett mit Solarenergie betrieben werden kann. Das spart Strom und macht das Füttern von Haustieren einfacher. Etwa dann, wenn Besitzerinnen und Besitzer im Urlaub sind und weniger oder keine Betreuung möglich ist. Schon diese beiden von rund 40 Projekten zeigen eindrucksvoll: Forschen kann Spaß machen und gleichzeitig echte Probleme lösen. 

Patenunternehmen des Regionalwettbewerbs waren einmal mehr die Schweißtechnische Lehr- und Versuchsanstalt Halle GmbH und die Elektro-Thermit GmbH & Co. KG. Die jungen Forschenden erhielten in den Sparten „Jugend forscht“ und „Jugend forscht junior“ zudem mehrere Sonderpreise als Preisgeld oder Gutschein. Ausgezeichnet wurden auch engagierte Projektbetreuerinnen und -betreuer sowie Schulen. Die von verschiedenen Unternehmen gesponserten Gelder nutzen die Nachwuchsforschenden für Arbeitsmittel und Forschungsgeräte. 

Ein besonderer Dank gilt den ehrenamtlichen Jurymitgliedern, den Betreuerinnen und Betreuern, die diesen Wettbewerb ermöglichten, sowie dem Wettbewerbsleiter für den Regionalwettbewerb, Harald Adler. Er wurde heute aus seiner langjährigen ehrenamtlichen Funktion verabschiedet. Harald Adler erhielt für sein Engagement die Goldene Nadel der Stiftung „Jugend forscht“.

Für den Landeswettbewerb qualifizierten sich die Erstplatzierten: 

„Jugend forscht“: 

  • Arbeitswelt: EduLinked – Die Webplattform für die Vernetzung von Schule und Berufsexperten, Matteo Schröpfer, Hans-Dietrich-Genscher-Gymnasium, Halle (Saale)
  • Biologie: Bestäubungserfolg bei der „Hydrangea macrophylla“, Floriane Heimer, Landesschule Pforta, Naumburg (Saale)
  • Regionalsieg für das beste interdisziplinäre Projekt Biologie: Prime Editing in hämatopoetischen immortalisierten Zelllinien, Rosalie Schmidt, Landeschule Pforta, Naumburg (Saale)
  • Mathematik/Informatik: FarbFinder, Sean Effenberger, Marek Swoboda, Paul-Gerhardt-Gymnasium, Gräfenhainichen
  • Physik: Quantitative MRT – Messtechniken zur Bestimmung von Strömungsgeschwindigkeiten, Nele Schwabe, Landesschule Pforta, Naumburg (Saale)
  • Technik: Ultraschall-Aroma-Nebler zur Unterstützung der Futteraufnahme bei Hunden, Léandre Bastian, Landesgymnasium Latina August Hermann Franke, Halle (Saale)
  • Geo- und Raumwissenschaften: Grün und günstig, Alginat als Schlüssel zur urbanen Fassadenbegrünung, Janis Rapthel, Georg-Cantor-Gymnasium, Halle (Saale)
  • Chemie: Hallisches Haarscharf 2.0: Eine systematische Analyse nachhaltiger Tensid-Katalyse, Johanna Mathilda Luise Schmidt, Clara Joachimi, Georg-Cantor-Gymnasium, Halle (Saale)

„Jugend forscht junior“: 

  • Biologie: Wo leben Bärtierchen am liebsten? Eine Untersuchung verschiedener Mikro-Lebensräume, Vincent Keller, Anna Vetterke, Freie Grundschule Spergau
  • Chemie: Die besten Gummibärchen, Aaron Goldmann, Florian Schüller, Sankt Franziskus-Grundschule, Halle (Saale)
  • Physik: Macht das Wetter den Fußballstar? Nils Lewald, Leonhard Heine, Freie Sekundarschule und Freies Gymnasium Großkorbetha
  • Technik: Seifenkiste aus recycelten Materialien, Juri Rapthel, Georg-Cantor-Gymnasium, Halle (Saale)
  • Regionalsieg für das beste interdisziplinäre Projekt Technik: Der smarte Katzenfutterautomat, Karlotta Holuba, Mia Wilhelm, Gymnasium Wernigerode

Foto: Falk Wenzel

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