Rückblick mit Videos auf Aktionen gegen die Wehrpflicht in Halle am Donnerstag: Schulstreik und zwei Demos -„Wir sollen das Kanonenfutter sein“

Am Donnerstagvormittag haben in Halle (Saale) laut Polizei rund 130 junge Menschen an einem Schulstreik gegen die mögliche Wiedereinführung der Wehrpflicht und gegen Aufrüstung teilgenommen. Für ihre Protestaktion ließen sie den Unterricht ausfallen und versammelten sich zunächst zu einer Kundgebung. Mehrere Rednerinnen und Redner verschiedener linker Jugendorganisationen kritisierten in ihren Beiträgen die zunehmende Militarisierung der deutschen Politik sowie steigende Rüstungsausgaben. Besonders im Fokus stand dabei das 100-Milliarden-Euro-Sondervermögen für die Bundeswehr.

Kritik an Aufrüstung und sozialer Lage

„Parteiübergreifend herrscht der Wunsch nach Militarisierung“, erklärte ein Redner bei der Kundgebung. Während die Rüstungsindustrie Rekordgewinne verzeichne, würden sich viele Menschen angesichts steigender Lebensmittelpreise und wachsender Mietkosten zunehmend in Existenzangst befinden. Besonders betroffen sei die junge Generation. „Die Jugend kennt seit Jahren kaum etwas anderes als den Dauerzustand der Krise“, sagte er. Zwischen maroden Schulen und wachsender psychischer Belastung solle sie nun zusätzlich für den Dienst in der Bundeswehr begeistert werden. „Jetzt sollen wir also für den Staat, der uns ein Leben lang im Stich gelassen hat, auch noch unser Leben opfern.“ Die Wiedereinführung der Wehrpflicht bedeute für viele junge Menschen eine Einschränkung ihrer persönlichen Freiheit sowie die reale Angst, im Kriegsfall als „Kanonenfutter“ an der Front zu sterben. Gleichzeitig sei sie Ausdruck einer allgemeinen Militarisierung des deutschen Staates.

Der Redner betonte jedoch, Deutschland stehe mit dieser Entwicklung nicht allein. Weltweit werde massiv aufgerüstet, während sich globale Krisen weiter zuspitzen würden. Besonders scharf kritisierte er die Rolle der USA, denen er eine aggressive Außenpolitik vorwarf. „Wenn deutsche Politiker von der Wehrpflicht für unser Land schwadronieren, muss uns klar sein: Wir teilen nicht das Interesse dieses kapitalistischen Staates, der uns unterdrückt und ausbeutet“, sagte er. Stattdessen habe man ein eigenes politisches Interesse – „die Befreiung unserer Klasse“. Diese umfasse die Arbeiterklasse weltweit. Der Staat wolle junge Menschen bewaffnen, um auf „Klassengeschwister anderer Länder“ zu schießen, die ebenfalls im Interesse ihrer jeweiligen Staaten kämpfen müssten.

Historische Bezüge und Kritik an geopolitischen Konflikten

Eine Rednerin der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ) zog historische Parallelen. Sie erinnerte an einen Schulstreik am 1. Mai 1916, mitten im Ersten Weltkrieg. Dieser habe in Braunschweig begonnen und sich auf zahlreiche Städte der Region ausgeweitet, darunter auch Halle und Magdeburg. Auch heute gingen Jugendliche in vielen Städten Deutschlands auf die Straße – trotz Drohungen von Bildungsministerien mit schlechten Noten, Fehlzeiten oder Attestpflicht. „Hierher zu kommen verlangt Mut. Diesen Mut habt ihr bewiesen“, sagte sie an die Teilnehmenden gerichtet.

Die aktuellen militärischen Spannungen erklärte sie mit ökonomischen Interessen: Handelsrouten, Rohstoffe und Profite stünden im Zentrum der Konflikte. Dies zeige sich etwa an Angriffen auf Venezuela und den Iran. „Hier geht es nicht um Freiheit und Demokratie, sondern um Öl, Macht und den größtmöglichen Profit“, erklärte sie. Deutschland unterstütze dabei die Politik der USA. Wie bereits vor dem Ersten Weltkrieg lebe man heute erneut in einer Welt der Großmachtpolitik. „Wir sagen: Kein Blut für Öl, kein Krieg für Profit.“

Auch bei der Diskussion um Wehrpflicht und Aufrüstung gehe es ihrer Ansicht nach nicht um Sicherheit oder den Schutz vor äußeren Bedrohungen. „Es geht darum, dass Deutschland einen Krieg vorbereitet, um Großmacht zu werden“, sagte sie. Ein immer größerer Teil des Bundeshaushalts solle künftig in militärische Ausgaben fließen. Davon profitierten vor allem große Konzerne. Für die Profite von Rüstungsunternehmen und Großbanken würden junge Menschen in den Krieg geschickt. „Und es werden nicht die Kinder der Vorstandsvorsitzenden sein, die sich in den Schützengräben die Kugeln um die Ohren fliegen lassen“, erklärte sie. „Wir sollen das Kanonenfutter sein.“

Antimilitaristische Positionen der Jugendorganisationen

Auch eine Rednerin der Kommunistischen Jugend (KJ) kritisierte die deutsche Militärpolitik scharf. Der Staat wolle junge Menschen dazu bringen, auf Arbeiterinnen und Arbeiter anderer Länder zu schießen – Menschen, die ebenfalls unter den Bedingungen des kapitalistischen Systems litten. Der eigentliche Gegner sei jedoch nicht der Mensch auf der anderen Seite der Front, sondern die herrschende Klasse. „Man will uns glauben lassen, es sei ehrenhaft, für Deutschland zu sterben“, sagte sie.

Sie stellte die Frage, was passieren würde, wenn die Arbeiterklasse irgendwann erkenne, dass sie für Kriege kämpfen müsse, die nicht in ihrem eigenen Interesse lägen. Diese Erkenntnis könne dazu führen, dass Soldaten sich weigerten, gegeneinander zu kämpfen. “Aber was ist, wenn irgendwann unsere gesamte Klasse realisiert, dass der deutsche Staat sie ausbeutet und sie an der Front verfeuert für Kriege, die nicht in ihrem Interesse sind? Dieser Tag wird kommen. Und das wissen die Schweine da Oben auch ganz genau.” Diese hätten eine Angst davor, dass die von ihnen ausgebildeten Soldaten aufhören, auf ihre Klassengeschwister zu schießen, “oder noch besser: die Gewähren, die sie von ihnen bekommen haben, endlich umdrehen und nach Oben schießen.” Grundsätzlich, so ihre Einschätzung, seien Kriege untrennbar mit dem kapitalistischen System verbunden. „Solange der Kapitalismus existiert, wird es Kriege geben. Erst im Sozialismus werden wir frei sein – frei von Ausbeutung, Unterdrückung und Kriegen.“

Kritik an Sparpolitik und Demonstrationszug durch die Stadt

Ein Redner des Solidaritätsnetzwerks verband die Kritik an der Aufrüstung mit sozialen Fragen. Die Bundesregierung wolle die Bundeswehr zur „kriegstüchtigsten“ und stärksten Armee ausbauen. Finanziert werde dies durch neue Schulden und durch Einsparungen bei staatlichen Ausgaben, etwa bei Renten, Arbeitslosengeld oder Pflege. Bereits jetzt seien die Folgen solcher Sparmaßnahmen sichtbar. Der Redner verwies auf eine Demonstration in der vergangenen Woche auf dem halleschen Markt. Dort hatten Kinder, Jugendliche und Mitarbeitende freier Träger gegen drohende Schließungen sozialer Einrichtungen protestiert, da seit Jahresbeginn finanzielle Mittel fehlten.

Auch das neue Sparkonzept der Stadt Halle sehe Einschnitte vor. Geplant seien unter anderem Kürzungen im Angebot der Halleschen Verkehrs-AG (HAVAG), eine Erhöhung der Grundsteuer sowie höhere Zahlungen der städtischen Wohnungsunternehmen an die Kommune – Maßnahmen, die sich letztlich in steigenden Mieten niederschlagen könnten.

Zugleich verwies er auf internationale Konflikte, deren Auswirkungen bereits jetzt spürbar seien. Kriege führten nicht nur zu Zerstörung und Leid, sondern auch zu steigenden Energiepreisen und neuen Fluchtbewegungen. „Es sind also schon wieder wir, die für die Kriege der Politbonzen leiden müssen“, sagte er.

Nach der Abschlusskundgebung zog die Demonstration durch Teile der Innenstadt, unter anderem zum Steintor und zum Reileck. Am Platz vor dem Landesmuseum endete der Protestzug. Während des Demonstrationszugs riefen die Teilnehmenden Parolen wie „Kein Mensch, kein Cent der Bundeswehr“, „Die Reichen wollen Krieg, die Jugend eine Zukunft“, „Friedrich Merz an die Front“ sowie „Krieg den Palästen, Frieden in den Blocks“.

Am Donnerstagnachmittag hat dann eine zweite Demonstration gegen die Wehrpflicht stattgefunden. Mehr als 130 Menschen beteiligten sich nach Angaben der Polizei an dem Protestzug durch die Innenstadt. Die Demonstration startete am Riebeckplatz und führte über den Boulevard zum Marktplatz sowie weiter bis zum Rannischen Platz.

Bereits zum Auftakt sammelten sich zahlreiche Teilnehmende mit Bannern, Transparenten und selbst gestalteten Plakaten. Auf einem der Schilder stand etwa der Slogan „Unsere Freiheit, ihre Pflicht“. Auch viele weitere Plakate richteten sich gegen eine mögliche Wiedereinführung der Wehrpflicht sowie gegen Aufrüstung und Militärpolitik.

Während des Demonstrationszuges wurden immer wieder Parolen gerufen. Zu hören waren unter anderem „Bei der Rüstung sind die fix, für die Bildung tun sie nix“, „Deutsche Waffen, deutsches Geld, morden mit in aller Welt“ oder „An jedem Krieg, in jedem Land, verdient am Schluss die Deutsche Bank“. Mehrfach skandierten Demonstrierende zudem „Bundeswehr raus aus den Schulen“.

Mehrere Redebeiträge begleiteten die Demonstration. Eine Rednerin erinnerte daran, dass zu Beginn des Jahres bereits erste Briefe verschickt worden seien. Diese würden von vielen Jugendlichen als Vorbereitung auf eine mögliche Wehrpflicht wahrgenommen. „Das ist keine freiwillige Einladung, sondern der eiskalte Versuch, unsere Generation für die Interessen der Rüstungskonzerne einzunehmen“, sagte sie in ihrer Rede.

Zugleich kritisierte sie die Darstellung der Bundeswehr in Öffentlichkeit und Medien. In Werbung oder Talkshows werde vermittelt, dass eine stärker aufgerüstete Bundeswehr dem Schutz der Bevölkerung diene. „Es soll verkauft werden, dass eine hochgerüstete Bundeswehr nur zu unserem Besten ist“, erklärte sie. Aus ihrer Sicht gehe es jedoch nicht um die Sicherheit der Menschen. Als Beispiele nannte sie gesellschaftliche Probleme und soziale Ungleichheiten. „Wo ist diese Sicherheit, wenn Mitschüler*innen abgeschoben werden, wenn unsere Schwestern und Freundinnen unterdrückt und belästigt werden?“, fragte sie.

Nach Ansicht der Rednerin diene die Wehrpflicht vielmehr dazu, junge Menschen für militärische Strukturen und die Interessen der Rüstungsindustrie gefügig zu machen. „In der Kaserne lernst du nicht nur zu töten, sondern zu gehorchen“, sagte sie. Zugleich forderte sie mehr Mitbestimmung für Jugendliche im Bildungssystem. Der Lehrplan dürfe nicht über die Köpfe junger Menschen hinweg gestaltet werden. „Wir wollen echte Mitbestimmung“, erklärte sie und kritisierte unter anderem rassistische Erfahrungen an Schulen, sexistischen Sportunterricht und queerfeindliche Inhalte in Lehrplänen.

Mit den Protesten wolle man zeigen, dass junge Menschen politische Entscheidungen nicht einfach hinnehmen würden. „Wir lassen uns nicht verarschen, nur weil wir jung sind“, sagte die Rednerin. „Wir fallen nicht auf ihre Kriegspropaganda herein.“ Statt militärischer Aufrüstung forderten die Demonstrierenden Investitionen in Bereiche, die das Leben der Menschen verbessern sollen, etwa Klimaschutz, Bildung und soziale Infrastruktur.

Auch eine Rednerin der Linksjugend äußerte sich auf der Kundgebung. Sie erklärte, sie wolle weder „für Deutschland oder einen anderen verfilzten Staat sterben“ noch einen anderen Menschen erschießen. Ihrer Ansicht nach gehe es bei der Wehrpflicht „um die Verheizung einer kompletten Generation“. Der Protest vieler junger Menschen sei deshalb auch Ausdruck von Angst und Verzweiflung angesichts internationaler Konflikte und politischer Entwicklungen.

In ihrem Beitrag kritisierte sie zudem grundsätzlich die Rolle von Staaten in militärischen Konflikten. „Im Krieg geht es nicht um die Interessen der Bevölkerung und den Schutz vermeintlicher Freiheiten, sondern um die Machtinteressen des Staates“, sagte sie. Letztlich würden Menschen gezwungen, gegen andere zu kämpfen, mit denen sie als Teil der Bevölkerung mehr gemeinsam hätten als mit politischen Entscheidungsträgern.

Auch jenseits von Kriegen seien die Freiheiten der Bevölkerung begrenzt, so die Rednerin weiter. Sie kritisierte unter anderem den Umgang mit pro-palästinensischen Protesten und sagte: „Menschen, die sich gegen den Genozid in Gaza aussprechen oder Israel kritisieren, werden auf Demonstrationen zusammengeschlagen.“ Ihrer Ansicht nach schütze der Staat die Bevölkerung nicht ausreichend. Deshalb müsse sich die Arbeiterklasse organisieren, um ihre Interessen selbst zu vertreten.

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51 Kommentare

  1. Ex-Schüler sagt:

    Damit man eine Zukunft hat, sollte man aber lieber dem Unterricht folgen als irgendwelchen Russland-Sympathisanten hinterherzudackeln.

    Es steht jedem frei, sich als Kriegsdienstverweigerer anerkennen zu lassen oder sich bei Feuerwehr, THW und anderen anerkannten Hilfsorganisationen zu engagieren.
    Ein Dienst für die Gesellschaft (mit oder ohne Waffe) hat noch niemandem geschadet.

    • wer sonst sagt:

      Hitlersymphatisanten zu folgen ist noch dümmer, insb. als Deutscher – wenn sie was von Zukunft faseln und Verschwörungs-idiotien verbreiten, dann bitte auch Klnsequenzen eines Russlandfeldzuges erwähnen.

    • Robert sagt:

      Ex-Schüler , dann melde dich bei der BW , oder schicke deine Kinder dort hin . Großmaul .

      • Daniel M. sagt:

        Robert, warum nennst du ihn Großmaul? Er hat doch Recht. Dieses Land mit seinen Grundwerten und vor allem der Demokratie zu verteidigen, ist doch das normalste der Welt. Millionen sterben, um solch ein Leben wie wir zu führen.
        Die Wehrpflicht auszusetzen war ein Fehler. Das nutzen solche Verbrecher wie Putin aus. Und die Hochverräter der Afd stecken tief in seinem Arsch. Lass dich doch nicht zur Witzfigur von solchen Idioten machen!

      • Omg sagt:

        Es gibt derzeit keine Wehrpflicht.

        • Saaleteufel sagt:

          Doch, es gibt die Wehrpflicht, sie ist nur ausgesetzt .

          • Omg sagt:

            Also gibt es sie derzeit faktisch nicht. Das Wort „Aussetzen“ ist nur eine Umschreibung für den Wegfall der einfachgesetzlichen Grundlage für eine Einberufung. Auch wenn es im Grundgesetz steht, muss erst einmal eine Grundlage für die Umsetzung geschaffen werden und die sieht so aus, dass niemand gegen seinen Willen einberufen wird.

      • Ex-Schüler sagt:

        Ich selbst bin anerkannter Kriegsdienstverweigerer und habe Zivilersatzdienst geleistet und kenne viele, die noch Wehrdienst und Ersatzdienste (u.a. THW) geleistet haben bzw. weiterhin leisten. Es hat niemandem geschadet, für viele war es eine willkommene Zeit zum Luftholen zwischen Schule und Studium, man musste sich nicht während des Abiturs noch um eine Ausbildung oder Studienplatz bemühen.
        Und in den 90er Jahren wurde der Antrag auf Anerkennung als KDV sehr einfach geregelt, man musste halt ein paar Formulare ausfüllen, mal aufs Amt, um das Führungszeugnis zu beantragen und einen kleinen Aufsatz (1-2 Seiten) zur Begründung schreiben. Aber dafür muss man mal das Sofa verlassen…

    • Die Pferderennbahn sagt:

      Besser kann man es nicht sagen. Uns hat es nicht geschadet und der Jugend von heute würde es auch nicht schaden. Zudem muss ich sagen, was hat Wehrdienst mit in den Krieg ziehen zu tun? Man bekommt eine Grundausbildung und lernt was Kameradschaft und Respekt ist.

      • NiceM sagt:

        Nicht zu vergessen, was die Langeweile nach dem Dienst bei vielen angerichtet hat (Drogen und Alkoholkonsum). Da man lieber am anderen Ende von D stationiert wird, statt’s Wohnungsnah. Auch der eine oder andere tödliche Unfall sollte man hier mit bedenken. Also nicht alles ist so toll, zudem ist es einfach für viele ein verlorenes Jahr, gerade Beruflich!

      • Robert sagt:

        Warum willst die Macht und den Wohlstand des Adels verteidigen ? Beim Wohlstand des Adels wollten die uns auch nicht dabei haben. Sollen die sich doch selber verteidigen.

      • PaulusHallenser sagt:

        „Uns hat es nicht geschadet“

        Die Pferderennbahn,

        wen meinen Sie mit „uns“? Für wen genau sprechen/ schreiben Sie und mit welcher Legitimation?

        Jeder Zwangsdienst schadet Menschen, dazu gehört auch die Wehrpflicht.

      • wer sonst sagt:

        was hat dir nicht geschadet ? keinen Krieg erlebt haben zu müssen ? – du *selbstzensur, dann höre auf ANDEREN das abzunötigen mit solch infantiler Idiotie, das Abschlachten von Menschen als Charaterförderung verkaufen zu wollen – du bist ja ein super Negativbeispiel deiner Aussage.

    • Eibacke sagt:

      Mach das mal mit zwei kaputten Knien!!

  2. Die Ölv 11 sagt:

    Panik ?
    Lernt schon mal Betten bauen und treibt mehr Sport.

  3. Zappelphillip sagt:

    wieder so eine Massendemonstration .. 80 Teilnehmer, sensationell.

  4. Ich sagt:

    Haben die keine anderen Probleme. Gleich alle dazu verpflichten. Uns hat früher auch keiner gefragt

    • ähm sagt:

      „Uns hat früher auch keiner gefragt“

      Das ist heute noch so.

    • Einfach unverbesserlich sagt:

      Vom Ich auf Uns zu kommen, das muss die Internetgemeinde sein. Habe ich schon so einiges von gehört.
      Bin schon gespannt, was nach dem Plural kommt.
      Sicher das Internet. Ich frohlocke schon.

  5. Detlef sagt:

    Hab ich gerade am Steintor gesehen. So ein Mist müsse mit Nachsitzen bestraft werden. Und sowas nennt sich letzte Generation.

  6. Sören sagt:

    …“Keine geht zur Bundeswehr, keiner zu den Cops.“ Da weiß man welcher Ideologie die Demonstranten angehören…es fehlen nur noch die roten Fahnen, die Fäuste zum Himmel gereckt und dem Genossen ein dreifaches „Hurra“ entgegen gerufen.

  7. Bis morgen sagt:

    Wer hat denn als Jugendliche um diese Uhrzeit die Zeit zum demonstrieren? Keine Schule, Uni oder Ausbildung? Wir sehen uns dann also morgen am Rennbahnkreuz! Schließlich muss man ja auch gegen seine Kürzung seines Bürgergeldes demonstrieren.

  8. Emmi sagt:

    „Wir sind das Kanonenfutter“, mahnte sie. „Unsere Schulen sollen Orte des Friedens oder des Lernens sein.““
    Ich hätte mehr Hirn erwartet. Deutschland hat keine Soldaten in Kriegshandlungen. Deutschland rüstet auf um eben keinen Krieg zu führen. Wenn das Kräftegleichgewicht hergestellt ist, dann ist das gut für den Frieden. Beispiel „kalter Krieg“ zu Zeiten bis zum Mauerfall. Also sind die jungen Menschen noch lange kein Kanonenfutter. Was macht ihr Verweigerer eigentlich, wenn der Fein vor der Wohnungstür steht?…. um das eigene Leben betteln. Der Feind fragt nicht erst nach ob du ein Verweigerer bist. Es gibt auch Organisationen ohne Waffe um für die Heimat, Familie und Freunde einzustehen. Sich verstecken und wegducken hilft auch einem Verweigerer nicht um im E-Fall Kanonenfutter zu werden. Das kann niemand verhindern. Einfach mal das eigene Gehirn anschalten.

    • Ach Emmi... sagt:

      Oh mein Gott!!! Hast du echt noch die Parolen aus dem Wehrunterricht der Zonen-Zeit drauf? Ich rate dir zur eigenen Anwendung des letzten Satzes. Damals hatte man keine Möglichkeit, den Wehrdienst zu verweigern und was vernünftiges zu machen. Damals hatte man auch ständig die Werber der NVA in den Schulen. Konnte man dagegen protestieren? Neee, der Feind war ja schon da und stand vor dir. Außer wenn man natürlich willfährig nachplapperte.

      • Ach ja sagt:

        Also bei mir, Jahrgang 71, kamen genau einmal die Werber der NVA in den Klassenraum. Schule war in Neustadt. Auf welcher Schule warst du denn? Wahrscheinlich konnte man da mehr Leute bekommen als auf meiner.

      • Emmi sagt:

        Ich hatte keinen Wehrunterricht.
        Demokratie ist auch andere Meinungen auszuhalten.
        Beantworte doch einfach meine Fragen.

  9. Kritiker sagt:

    Kanonfutter? Wenn Ukrainer so denken würden, wären sie jetzt zwangsweise Russen und ein großer Teil der Bevölkerung im Lager.

    Bitte mal ganz kurz nachdenken und ihr kommt von selbst darauf was ihr seid.

    Ihr seid schon jetzt Kanonenfutter von Putin!

  10. Hans im Glück sagt:

    Da sind die Ersten die nach Vater & Mutter schreien .

  11. Scharnhorst sagt:

    Hier schreiben wieder einige Ex Drückeberger der NVA. Auch andere Experten, von der Antifa angehaucht. Diese Leute sollten sich freiwillig in irgendeinem Pflegeheim melden und dort 2 Jahre arbeiten. Oder als Ausgleich 2 Jahre als Kanalrutscher einsteigen!

  12. Dino sagt:

    Diese jungen Leute haben meine volle Unterstützung.

  13. Ich sag´s nur mal sagt:

    Grundsätzlich stimme ich zu. Gewinner sind nur die Großen und Mächtigen.
    Aber vergesst nicht: die Wehrpflicht wurde nie abgeschafft, nur ausgesetzt. Die Wehpflicht steht immer noch im Grundgesetz! Eine Wiedereinführung ist also völlig legitim.
    Niemand spricht von „in den Krieg ziehen“. Das ist absoluter Blödsinn. Niemand kann gezwungen werden, im Ausland zu kämpfen. Und HIER wird kein Krieg kommen. Wer sollte uns denn angreifen? Wir sollten uns nicht panisch machen lassen. Aber selbst WENN es dazu kommen sollte, was wollt ihr dann machen, liebe Jugend? Dumm daneben stehen, mit den Schultern zucken und zusehen, wie eure Mütter, Väter, Kinder etc. „drauf gehen“??? Ihr wüsstet nicht, was ihr machen sollt. Die einzigen, die noch was tun könnten, wären die von euch gehassten „Baby-Boomer“, wie ihr sie so schön bezeichnet. Eben weil die „gedient“ haben. Die waren auch in keinem Krieg, haben aber gelernt, wie man Heimat und Familie verteidigt. Und nur darum geht es. Im Moment würde das Land nur überrolt werden, ohne den Hauch einer Chance. Wir können nur kampflos zuschauen. Auch darüber dürft ihr mal nachdenken – was wäre, WENN…

  14. didi sagt:

    Es ist schon erstaunlich was manche hier so von sich geben.
    Sollte es zu einem Krieg, Angriff auf Deutschland, kommen sind ALLE KANONENFUTTER, ganz gleich welchen Alters oder Geschlecht.
    Der Angreifer wird nicht fragen ob sie/er Kriegsdienstverweigerer ist oder nicht,
    Von der Seite aus sollte man überlegen ob man sich darauf vorbereitet mit Grundausbildung im Umgang mit Waffen oder nicht.

    • Zapp sagt:

      „Sollte es zu einem Krieg, Angriff auf Deutschland, kommen…“

      …bin ich der Erste, der ein weisses Bettlaken aus dem Fenster hängt und die ähm… Befreier… mit Blumen begrüßt.

      Dieses Land muss nicht verteidigt werden. Die Deutschen geben alles freiwillig her.

      Man kann es in verschiedene Provinzen aufteilen, die selbständig werden oder es erobern lassen. Hauptsache, Berlin hat nichts mehr zu sagen. Das ist das Wichtigste!

      Und das sage ich als einer, der mal mit Überzeugung Wehrdienst geleistet hat. Für dieses Land gebe ich keine 5 Ct. her, geschweige denn mein Leben oder meine Gesundheit.

  15. Bürger für Halle sagt:

    Die jungen Menschen beweisen Mut. Respekt dafür. Respekt für eine eigentlich selbstverständliche Zivilcourage. Wenn man sich gegen Krieg und für Frieden einsetzt, erntet man Schmäh und Hetze, wie die unerträglichen Kommentare beweisen.

    • Zack! sagt:

      „Die jungen Menschen beweisen Mut.“

      Ungefähr soviel Mut wie ein Journalist, der gegen Trump, die AfD und Ungarn hetzt. Oder ein SA-Schläger, der im 3.Reich Juden zusammenschlägt.

      Sehr, sehr mutig!

      Aber vielleicht verwechselst du ja nur Mut mit Obrigkeitshörigkeit. Soll in Deutschland häufiger vorkommen.

    • Logikfehler sagt:

      Man muss doch nicht für Krieg sein, wenn man die Wehrpflicht befürwortet. Es wird nie ein Wehrpflichtiger unfreiwillig in irgendeinen Krieg ziehen müssen, es sei denn Deutschland wird einmal angegriffen werden.

  16. Tino sagt:

    Ich finde es abscheulich, wie die Alten Menschen über die Jungen Leute reden.
    Eine Wehrpflicht finde ich grundsätzlich sinnvoll, aber nicht für Junge Menschen alleine.

    Bis zum 50 Lebensjahr, sollte jeder in jeden Lebensjahrzehnt für mindestens 3 bis 6 Monate Wehrdienst haben.

    Das wäre Gerechtigkeit!

    • Ü50 sagt:

      Gut. Die meisten ü40 haben dann schonmal 2-3 Pflichtdienste geleistet, um den jetzigen Protestierenden ein Leben in Wohlstand und Überfluss zu ermöglichen.
      Tut doch nicht immer so, dass die ältere Generation keinen Wehrdienst leisten musste.

    • Emmi sagt:

      Schon mal was von Reservistendienst gehört? Da sind nicht nur junge Menschen dabei. Das gehört auch zur Wahrheit.

  17. Hans sagt:

    Werpflichtet, ist vielleicht gar nicht so schlecht, um die Jugend mal wieder ins reale Leben zurückzuholen. Und körperlicheErtüchtigung hat noch keinem geschadet.

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