Wochenendöffnung und Führung in der Gedenkstätte Roter Ochse
Am Samstag, dem 7. und Sonntag, dem 8. Februar 2026 hat die Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale) jeweils von 13:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Neben den Dauerausstellungen ist die Sonderausstellung „Justiz im Nationalsozialismus: Über Verbrechen im Namen des Deutschen Volkes. Sachsen-Anhalt“ zu sehen.
Die 1842 vor der Stadt Halle eröffnete Strafanstalt diente der nationalsozialistischen Justiz als Zuchthaus und Hinrichtungsstätte, in der während des Zweiten Weltkrieges mehr als 500 Männer und Frauen aus Deutschland und 15 weiteren Ländern ermordet wurden. Wenige Wochen nach der Befreiung durch U.S.-amerikanische Truppen betrieb ab Sommer 1945 die sowjetische Besatzungsmacht den „Roten Ochsen“ als Internierungsort und Sitz von Militärtribunalen. Ihr folgte das Ministerium für Staatssicherheit der DDR, das einen Großteil des Geländes als Untersuchungshaftanstalt nutzte.
An beiden Tagen wird um 14:00 Uhr eine Führung angeboten. Erinnert wird dabei unter anderem an den am 4. Februar 1944 hingerichteten Dr. Hansheinrich Kummerow. Der 1903 in Magdeburg geborene Chemiker war das letzte zum Tode verurteilte Mitglied der als „Rote Kapelle“ bekannten Widerstandsorganisation. Seine Exekution war zugleich die erste im Zuchthaus Halle, die durch den Strang vollzogen wurde. Der Eintritt ist frei.









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