24-Stunden-Aktiontag der Bundespolizei in Zügen und auf Bahnhöfen in Sachsen-Anhalt
Vom 22. bis zum 23. Januar 2026 fand für 24 Stunden eine gemeinsam koordinierte Aktion der europäischen Bahn- und Transport-Polizeien im Rahmen des Netzwerkes „RAILPOL“ statt. Mit intensiven Maßnahmen beteiligte sich auch die Bundespolizeiinspektion Magdeburg daran, welche für die bahnpolizeiliche Aufgabenwahrnehmung im gesamten Bundesland Sachsen-Anhalt zuständig ist. Schwerpunktthemen bildeten Fahndungs- und Kontrollmaßnahmen gegenüber Personen in Zügen und Bahnhöfen im Rahmen der Risikoprävention.
Besonders herrenlose sowie aufbewahrte Gegenstände in unverschlossenen Schließfachanlagen gerieten dabei in den Fokus. Auch der richtige Umgang mit Reisegepäck im Allgemeinen wurde durch gezielte Sensibilisierung den Reisenden und Beschäftigten in und an Bahnhöfen nahegebracht. Am Hauptbahnhof Magdeburg wurden die Maßnahmen zudem durch Kräfte des Landes Sachsen-Anhalts der Polizeiinspektion Magdeburg unterstützt, die gemeinsam mit der Bundespolizei in gemischten Streifen eingesetzt waren. Dabei konnten mehrere Fahndungstreffer erzielt und die ausschreibenden Behörden jeweils in Kenntnis gesetzt werden.
In den Mittagsstunden am Donnerstag kontrollierten zivile Einsatzkräfte der Bundespolizei einen 51-jährigen Mann in einer S-Bahn auf der Strecke von Bitterfeld nach Halle (Saale), nachdem er kurz vor Abfahrt am Hauptbahnhof Bitterfeld durch auffälliges Verhalten und zudem ohne im Besitz eines erforderlichen Fahrausweises zu sein, in das Blickfeld der Beamten geriet. Eine Ansprache sowie die Aufforderung zur Vorlage eines Ausweisdokumentes ignorierte er und zeigte sich unkooperativ. Im weiteren Verlauf versuchte er mehrfach, sich der Kontrolle zu entziehen und den Zug an einem Haltepunkt zu verlassen. Die Beamten verhinderten dies, woraufhin der Mann Widerstand leistete und in Richtung der Einsatzkräfte schlug. Nachdem er sich folglich ausweisen konnte, kam es erneut zu einem tätlichen Angriff. Dabei wurde eine Beamtin durch einen Biss am Handgelenk verletzt. Eine hinzugezogene uniformierte Streife am Hauptbahnhof Halle (Saale) fesselte den Mann und brachte ihn zur Dienststelle. Gegen den Deutschen wurden Ermittlungsverfahren unter anderem wegen Widerstand gegen und tätlichem Angriff auf Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung und Erschleichen von Leistungen eingeleitet.
In der Nacht zum Freitag stellten Einsatzkräfte der Bundespolizei in Stendal in unmittelbarer Nähe eines Geländes der DB Netz AG einen Handwagen fest, auf dem sich mehrere Oberleitungshalter befanden. In dem angrenzenden Bereich wurde mit Unterstützung durch eine Streife der Polizeiinspektion Stendal kurz darauf ein Mann festgestellt und vorläufig festgenommen, weil er im Verdacht stand, diese Gegenstände stehlen zu wollen. Er wurde belehrt und zur Dienststelle am Hauptbahnhof Stendal verbracht. Die aufgefundenen Gegenstände wurden gesichert und der Handwagen durch weitere Kräfte abtransportiert. Gegen den Mann wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des versuchten Diebstahls eingeleitet. Darüber hinaus wurden weitere Beweismittel sichergestellt. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Tatverdächtige entlassen.
Der erfolgreiche Einsatz trug maßgeblich zu einer Steigerung des subjektiven Sicherheitsempfindens bei der Bevölkerung, den Reisenden in den Bahnhöfen und Zügen sowie bei den Kundenbetreuerinnen, Kundenbetreuern und weiteren Mitarbeitern der Bahn bei.









Den Rest des Jahres sind sie also nicht 24 Stunden auf Streife?
Nicht so intensiv und vor allem nicht in Zügen.
Bitte sag, dass du weißt, was die Bundespolizei macht! Bitte!!