68 Prozent mehr Bewerbungen beim Landesverwaltungsamt – erste Verbeamtungen auf Probe

Das Landesverwaltungsamt Sachsen‑Anhalt (LVwA) hat die ersten sieben Absolventinnen und Absolventen in diesem Jahr feierlich zu Regierungsinspektorinnen und Regierungsinspektoren auf Probe ernannt. Seit Montag verstärken sie die Teams im Haus – motiviert, bestens ausgebildet und, wie es intern gern heißt, bereit für alle Arten von Formularabenteuern.

Die Nachwuchskräfte kommen diesmal aus Halle (3), der Gemeinde Muldestausee (1), aus Landsberg (1) und der Gemeinde Lanitz-Hassel-Tal (2).

Die feierliche Ernennung unterstreicht nicht nur die erfolgreiche Nachwuchsarbeit des LVwA, sondern fällt gleichzeitig in eine Phase deutlich steigender Nachfrage nach Ausbildungs‑ und Studienplätzen im Landesdienst.

Deutlicher Bewerbungsanstieg für 2026

Für den Ausbildungs- und Studienjahrgang 2026 verzeichnet das LVwA im Vergleich zum Vorjahr einen Zuwachs von rund 68 Prozent bereits in der ersten Bewerbungsrunde. Besonders gefragt sind die Ausbildungsrichtungen Verwaltungsfachangestellte/-r sowie Fachinformatiker/-in für Systemintegration.

„Die erhöhten Bewerbungszahlen sind ein Zeichen dafür, dass der öffentliche Dienst und die damit verbundenen sicheren Zukunftsaussichten für junge Menschen wieder an Interesse gewonnen haben“, erklärt Thomas Pleye, Präsident des Landesverwaltungsamtes. „Im Werben um Nachwuchstalente sind wir als moderne Verwaltungsbehörde bestens aufgestellt und freuen uns über weitere zahlreiche Bewerbungen für die verschiedenen Ausbildungsrichtungen.“

Ausbildungs- und Studienangebote – Bewerbung noch bis 01. März möglich

Derzeit laufen noch mehrere Ausschreibungen für den Einstellungsjahrgang 2026, darunter:

• Regierungsinspektoranwärter/-in (institutionelles Studium)
• Obersekretäranwärter/-in im Allgemeinen Justizvollzugsdienst – für die neue Abschiebungssicherungseinrichtung Sachsen‑Anhalt

Darüber hinaus bietet das LVwA weitere Einstiegswege in die Verwaltung:

• Verwaltungsfachangestellte/-r
• Fachinformatiker/-in Systemintegration
• Duales Studium „Verwaltungsdigitalisierung und -informatik“

Alle Informationen und Bewerbungsmöglichkeiten unter:

https://lvwa.sachsen-anhalt.de/service/ausbildung-im-bereich-verwaltung

Artikel Teilen:

Für dich vielleicht ebenfalls interessant …

20 Kommentare

  1. Tirnax sagt:

    Hier drängen sich direkt zwei Fragen auf. Erstens, inwiefern ist denn der Öffentliche Dienst eine „sichere Zukunftsperspektive“? Und zweitens, warum wir von der Landesverwaltung immer noch neues Personal akquiriert? Der unumgängliche Bürokratieabbau und die unmittelbare Etablierung von vollumfänglichen KI-Agenten, macht doch jedes Personal in den Verwaltungen komplett überflüssig. Es sollte besser unverzüglich damit begonnen werden diese „Experten“ zu produktiven Arbeiter umzuschulen, z.B. zu Altenpflegern, Maurern oder Fleischverarbeitern.

    • FaulusHallenserin sagt:

      Welche Vorteile bringt mir denn eine Ausbildung zur Altenpflegerin, Maurerin oder Fleischverarbeiterin gegenüber einer Ausbildung im öffentlichen Dienst?

      • PaulusHallenser sagt:

        Man kann mit diesen Berufen den Arbeitgeber wechseln. Mit einem reinen Verwaltungsberuf hat man in der Privatwirtschaft ganz schlechte Karten.

  2. Realität sagt:

    …und wieder ein paar Beamte mehr, die wir nicht benötigen und die dem Steuerzahler auf der Tasche liegen…
    Warum müssen diese Tätigkeiten von Beamten ausgeführt werden? Völlig überholt und unnötig!
    Das überteuerte Beamtentum gehört abgeschaft, oder die Zahlen wie Otto-Normalverbraucher genau so in die Rentenkasse und Krankenkasse ein!!!

  3. Regalreinigungsinspektor auf Probe sagt:

    Schön noch mehr die nichts wirklich leisten, aber dafür wenigstens nichts in die Rentenkasse einzahlen! Toll das die Bewerbung dafür noch bis ersten März möglich ist, ich glaub ich schul um, ist ja erst der ähm…..

  4. Warum? sagt:

    Da reichen auch Tarifbeschäftigte !

  5. Na warum wohl sagt:

    68% mehr Bewerbungen? Der Nachwuchs hat halt verstanden, dass es im immer aufgeblähteren öffentliche Sektor schön kuschelig ist, erst recht mit den Relikten Verbeamtung und Pension, während links und rechts davon alles bröckelt und zusammenbricht. Nur dummerweise wird es irgendwann richtig knallen und dann ist es vorbei mit den schon längst nicht mehr zu finanzierenden Nettosteuerempfängern im Staatsdienst. Das Theater um den kommunalen Haushalt während der letzten paar Wochen war nur ein Vorbote.

  6. Franke sagt:

    Als ob das was Gutes wäre! Ich erinner gern: wenn der meist nichts zur Wertschöpfung beitragende öffentliche Dienst wächst, stärker wächst als die wertschöpfenden Unternehmen, dann ist das ein Zeichen für ein entsprechendes Ungleichgewicht und deutet auf eine Krise hin. Mal abgesehen davon: wie fantasielos muss man sein, um eine Ausbildung zur/zum VW- Fachangestellten zu machen und zu wollen? Oder gar ein entsprechendes Studium? Ein Studium soll einen zum Wissenschaftler ausbilden und nicht Berufe erfinden für die es bereits Korrelate gibt. Ein Blick nach Norwegen: dort wollen 2/3 bis 3/4 aller Schulabgänger, incl. der Abiturienten einen Teilzeitjob in der Verwaltung, was dort zunehmend als Problem begriffen wird aber dort ist der staatliche Geldsack voll, hier nicht. Klar gibt es dafür Gründe und Schuldige, nützt nur nix- ist trotzdem so. Also mit mehr Ideen in den Markt, das andere ist mit Wohlstandsverlust verbunden. Der Traum, es den Reichen wegzunehmen ist sicher sexy, funktioniert aber nur bedingt, da die verstanden haben wie man es bekommt, vermehrt und! behält.
    Beste Grüsse aus dem schönen St. Gallen.

  7. Peter sagt:

    Sollten die Landesverwaltungsämter nicht abgeschafft werden?

  8. Saaleteufel sagt:

    Widerliche Kommentare! Ihr Armen müsst so hart arbeiten und alle anderen liegen auf der faulen Haut !
    Warum habt Ihr es nicht soooo bequem im offentlichen Dienst gemacht ? Hättet Ihr mal in der Schule aufgepasst !
    Übrigens arbeite ich auch nicht im ÖD.

  9. PaulusHallenser sagt:

    Verbeamtungen gehören vollständig abgeschafft, denn sie sorgen dafür, dass in öffentlichen Einrichtungen nur Dienst nach Vorschrift geschoben und nicht produktiv gearbeitet wird.

Antworte auf den Kommentar von Zentrale Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert