Nach drei Jahren Bauzeit: B80-Brücke Nietleben ab Freitag offiziell frei – drei Monate früher als geplant, Abfahrt wegen Absenkungen gesperrt

Nach drei Jahren Bauzeit wird am Freitag im Laufe des Nachmittags die neue Brücke über die Bundesstraße (B) 80 mit der Kreisstraße (K) 2147 (Teutschenthaler Landstraße) zwischen Halle-Nietleben und Zscherben größtenteils für den Verkehr freigegeben. Drei Monate früher als geplant.

„Der Bund hat mehr als fünf Millionen Euro für den umfangreichen Ausbau des Knotenpunktes bereitgestellt“, erklärte Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel vor der Freigabe. Das ist gut investiertes Geld in einen sicheren und flüssigen Verkehr auf dieser vielbefahrenen Anbindung der Saalestadt.

Nach Auskunft des Ministers konnte die Bauzeit durch das gute Zusammenspiel aller Beteiligten um fast ein Vierteljahr verkürzt werden. Seit April vorigen Jahres ist die neue, weithin sichtbare Brücke, auf der die K 2147 jetzt über die B 80 geführt wird, an den neuen Knotenpunkt angebunden worden. Dazu wurden beide Richtungsfahrbahnen der B 80 (jeweils rd. 900 Meter) und die K 2147 (rd. 600 Meter) grundhaft ausgebaut. Die B 80 ist dabei um Fahrstreifen zum Ein- und Ausfädeln verbreitert worden. Sämtliche Anschlüsse an kommunale Straßen und Wirtschaftswege sowie Zufahrten wurden entsprechend angepasst.

Doch komplett frei ist der Knoten noch nicht. Die Abfahrt der Richtungsfahrbahn Halle (Saale) nach Zscherben bleibt vorerst gesperrt. Vermutlich verursacht durch die Regenfälle am vergangenen Wochenende hat sich hier kurzfristig ein Teil der neuen Fahrbahn gesenkt. Die Untersuchungen zur genauen Ursache laufen derzeit noch. Am Mittwoch haben Bohrungen stattgefunden, nachdem am Dienstag der Asphalt abgefräst wurde. Allerdings ist das Areal altes Bergbaugebiet.

Die Abfahrt aus Zscherben in Richtung Halle ist ebenfalls noch nicht frei. Hier erfolgen planmäßige Restarbeiten.

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11 Kommentare

  1. Peter sagt:

    Fusch am Bau. Wenn alle richtig gearbeitet hätten, wie der Minister sagte, dann dürfte es keine Absrnkungen geben.

  2. 10010110 sagt:

    Eine riesige Geldverschwendung ist das! 😡

  3. Heidesee-Schamane sagt:

    Auf der Richtungsfahrbahn Eisleben ist der Übergang von der neuen Fahrbahndecke zur alten Fahrbahndecke spürbar huckelig asphaltiert worden.
    Die Pylonen sehen meines Erachtens wie bösartige Runen aus und erinnern mich eher an ein Mahnmal oder ein militärisches Projekt als an ein neuzeitliches Verkehrsbauwerk. Ich hätte mir ein eleganteres Design als ersten und letzten Gruß an der Stadtgrenze gewünscht.

    • ... sagt:

      „Die Pylonen sehen meines Erachtens wie bösartige Runen aus und erinnern mich eher an ein Mahnmal oder ein militärisches Projekt als an ein neuzeitliches Verkehrsbauwerk.“

      Stimmt, sieht selten hässlich aus.

    • Alt-Dölauer sagt:

      Ja, unglaublich häßlich und geschmacklos. Wer hat das entschieden. Und schlechte Bauausführung. Wenn das abgenommen wird, ist das unverantwortlich.
      Aber die Brücke etc. an sich ist richtig. Das war eine problematische Kreuzung.

  4. Rew sagt:

    Na hoffentlich hat da keiner gepfuscht

  5. Trwu sagt:

    Warum werden verantwortliche nich bestraft?

  6. sagt:

    Brücke ist noch nicht offen. Was ist da falsch gelaufen? Stand Samstag 04.09.2021

  7. Bia sagt:

    Da fehlen doch noch Leitplanken, oder? Spätestens wenn die Straßen durch die Witterung glatt sind und man ins Rutschen kommt, geht’s ziemlich tief runter. Ich hoffe, dass diesbezüglich noch etwas gemacht wird.