Polizeiinspektion Halle meldet 150 Silvestereinsätze – Raub, Körperverletzungen, Brände, Böller auf Autos und Straßenbahnen geworfen, 12-Jähriger holt betrunkenen Papa mit dem Auto ab

Insgesamt gab es zu Silvester zahlreiche Einsätze (über 150) im Bereich der Polizeiinspektion Halle (Saale), davon etwa 50 Körperverletzungen. 

In der Stadt Halle (Saale) verstarb ein Jugendlicher. Nach derzeitigem Erkenntnisstand wurde ein 14-Jähriger in der Freyburger Straße gegen 21.30 Uhr durch ein Fahrzeug schwerstverletzt. Er kam in ein Krankenhaus und verstarb kurz darauf. Das Fahrzeug verließ pflichtwidrig den Unfallort. Die Ermittlungen dauern an. 

Neben vielen normalen Einsätzen wie kleinere Einbrüche, Verkehrsunfälle und Streitigkeiten im privaten Bereich gab es natürlich die silvestertypischen Sachverhalte. Mehrere Brände, so an einem Wohnhaus und in einer Wohnung im Burgenlandkreis und eines PKW im Saalekreis, waren zu verzeichnen. Sachbeschädigungen, zahlreiche Beschwerden über Lärm oder das Werfen von Pyrotechnik, Körperverletzungen und alkoholbedingte Vorkommnisse wie Stürze bestimmten hauptsächlich die polizeilichen Einsätze, vor allem nach Mitternacht. Einige Personen erlitten zumeist leichtere Verletzungen und mussten zum Teil ärztlich behandelt werden. 

Nachfolgend einige der Einsätze aus den Revierbereichen der Polizeiinspektion Halle (Saale):

In der Stadt Halle (Saale) gab es eine Vielzahl von Einsätzen (75). In der Merseburger Straße wurde am Abend eine Frau von zwei unbekannten Tätern bedroht und ihre Wertsachen gefordert, sie übergab ihr Mobiltelefon. 

Ein Vater rief zu Hause an, da er nach auswärtigem Alkoholkonsum abgeholt werden wollte. Sein 12-Jähriger Sohn nahm unbemerkt die Autoschlüssel, holte ihn mit dem PKW ab und fuhr den Mann wohlbehalten nach Hause. Zeugen hatten dies bemerkt und alarmierten die Polizei. 

Am Landesmuseum bewarfen sich mehrere Personen mit Pyrotechnik, es wurden Platzverweise erteilt. 

Nach Mitternacht kam es zu mehreren Körperverletzungen. So beispielsweise im Hibiskusweg, in der Leipziger Straße, Krausenstraße, Am hohen Ufer und Lange Straße. Einige Personen erlitten leichte Verletzungen. Auch in der Telemannstraße wurde ein Mann von zwei Personen geschlagen und kam verletzt ins Krankenhaus. Auf einer Party in der Heideringpassage wurden ein Mann und seine Freundin geschlagen und verletzt (medizinische Behandlung).

Im Bereich Magistrale/Hyazinthenstraße zündeten Personen Pyrotechnik in Richtung von Fahrzeugen und Straßenbahn.

Im Bereich des August-Bebel-Platzes brannte eine Mülltonne und ein Einkaufswagen, auch ein Flaschenwurf auf ein Fahrzeug erfolgte. Der Platz war in der Silvesternacht stark frequentiert. 

Zahlreiche kleinere Sachbeschädigungen wurden und werden aktuell noch gemeldet. 

Beschwerden über laute „Knallerei“ und ruhestörendem Lärm gehörten ebenfalls zum Einsatzgeschehen zu Silvester.  

Einige Sachverhalte sind derzeit noch in Bearbeitung.

Im Burgenlandkreis gab es einige Brände, Körperverletzungen sowie kleinere Sachbeschädigungen. Es gab Beschwerden über Böllerwürfe und Verkehrsteilnehmer unter Alkohol.

Kurz vor 19.00 Uhr verunfallte auf der B2 zwischen  Predel und Profen in einem Kurvenbereich  ein PKW alleinbeteiligt. Der Fahrer (48) war eingeklemmt, die Feuerwehr kam zum Einsatz. Eine Atemalkoholkontrolle bei dem Leichtverletzten ergab 1,3 Promille. Als es im Krankenhaus zur Blutprobenentnahme ging, wollte er flüchten. Dies wurde verhindert. 

Magenschmerzen und Übelkeit plagten am Silvesterabend vier Personen bei einer privaten Feier in einem Ortsteil von Weißenfels nach dem Genuss von Plätzchen, die mit Betäubungsmitteln angereichert waren. Sie wurden vor Ort medizinisch behandelt. Die noch vorhandenen Plätzchen wurden sichergestellt und gegen die Bäckerin Anzeige wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz erstattet. 

In Naumburg, Schreberstraße kam es nach 23.00 Uhr zu Körperverletzungen, nach Streit um den Einsatz von Pyrotechnik. Auch in Weißenfels, Katharinenstraße und Tagewerben kam es zu kleineren Auseinandersetzungen. In Zeitz OT Theißen kam es zwischen mehreren Personen gegen 00.40 Uhr zu verbalen und handgreiflichen Streitigkeiten. 

Ein Vordach und Teile des Dachstuhls eines Wohnhauses brannten gegen 23.30 Uhr aus ungeklärter Ursache in Nebra, Personen wurden nicht verletzt, der Schaden beläuft sich auf 20.000,- Euro. In Naumburg, Graf-Stauffenberg-Straße brannte es im Erdgeschoß eines Mehrfamilienhauses in einer Wohnung, es kam zu erheblicher Rauchentwicklung. Personen wurden nicht verletzt. Ein Tatverdächtiger (20) wurde wegen des Verdachtes der Brandstiftung vorläufig festgenommen, die Ermittlungen dauern an.

Im Saalekreis kam es ebenfalls zu polizeilichen Einsätzen. Sachbeschädigungen z.B. an Briefkästen und Klingelanlage eines Hauses in Landsberg, Beschwerden über ruhestörenden Lärm in Bad Dürrenberg oder lautes Böllern in Merseburg am Teich, in der Querfurter Kastanienallee oder Bad Dürrenberg wurden gemeldet. 

Ein Mann kam mit einer erheblichen Schnittverletzung am Arm in ein Krankenhaus. Diese hatte sich der 31-Jährige alkoholisiert in seiner Wohnung in Merseburg, Weißenfelser Straße zugezogen. 

Nach Mitternacht kam es in Bad Lauchstädt und in Merseburg, Otto-Lilienthal-Straße zu einer Körperverletzung, in Merseburg wurde dabei ein Mann mittels abgebrochener Glasflasche leichtverletzt. In Leuna kam es gegen 02.00 Uhr zu einer Auseinandersetzung, dabei wurde auch ein Schuss aus einer Schreckschusswaffe abgegeben, der keine Person verletzte. Kurz vor 05.00 Uhr heute Morgen kam es in einer Wohnung in Merseburg, Klobikauer Straße zu mehreren Tätlichkeiten. 

In Braunsbedra OT Großkayna wurde gegen 00.40 Uhr ein Zigarettenautomat mittels Pyrotechnik aufgesprengt, zwei Personen flüchteten ohne Beute. In Mücheln, Karl-Liebknecht-Platz brannte gegen 00.50 Uhr ein PKW, es entstand Totalschaden. Es besteht der Verdacht der Brandstiftung.

In Salzatal OT Höhnstedt warfen Unbekannte Pyrotechnik in den Fahrzeugverkehr. Auch eine Schreckschusswaffe soll genutzt worden sein. In Dieskau legten alkoholisierte Jugendliche den Mast eines Verkehrszeichens samt Betonfuß auf die Straße. In Gröbers wurde heute gegen 04.00 Uhr eine 18-Jährige durch einen Schlag ins Gesicht verletzt und kam ins Krankenhaus. 

In Mansfeld Südharz hatte die Polizei wenige silvestertypische Einsätze. 

Einige kleine Sachbeschädigungen waren zu verzeichnen. So beschädigten beispielsweise in Wimmelburg mehrere Kinder / Jugendliche durch Böller einen Abfallbehälter.

In Sangerhausen, Schützenplatz kam es gegen 23.30 Uhr zu wechselseitigen Körperverletzungen zwischen Jugendlichen mit leichten Blessuren. Auch in Riestedt kam es zu einer Schlägerei zwischen zwei Personengruppen, eine Person erlitt eine Schnittverletzung und kam ins Krankenhaus. In der weiteren Folge gab es eine Tätlichkeit gegen einen Polizeibeamten. In Sandersleben kam es zwischen zwei Personen zu Beleidigung und einer Körperverletzung, auch in Hettstedt kam es in einer Wohnung zu Streitigkeiten und einer Körperverletzung. 

In Eisleben, Mühlplatz brannte eine Mülltonne, in Welbsleben wurde ein Briefkasten durch Pyrotechnik gesprengt. 

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42 Kommentare

  1. ReisegruppeHusos sagt:

    Diese Menschen sind echt eine Bereicherung für unsere Gesellschaft

    • Rumpelelse sagt:

      2 Jahre suggeriert,drangsaliert,eingesperrt,betrogen und belogen,von Irren regiert und das macht sich jetzt bemerkbar.Ein neues und irres Jahr euch allen.

      • Fredo sagt:

        Neues Jahr, neues Geschwurble.

        • Thom Schnell sagt:

          Wie schön Ihr doch alle Buzzwords von euren Betreuern übernommen habt. Ganz brav, dafür gibt es einen Keks.

        • Bettina sagt:

          Aber auch irgendwie beruhigend in Zeiten von steten Veränderungen! 🙂 Kopfläuse und Dummheit wird es wohl immer geben.

      • wow sagt:

        else, bei dir rumpelt es wirklich.
        aber nur viel dünnes im kopp.

      • Laberrhabarber sagt:

        Genau das ist das Problem! Man sucht die Schuld immer bei den anderen und will sich dadurch rechtfertigen. Dass sich die Leute aber völlig daneben benehmen und vielmehr den Großteil der Mitmenschen stören, ist denen aber völlig egal.

        • Robert sagt:

          Silvester kann kein Bürger andere Bürger stören.
          Du hättest dich auf den Friedhof begeben sollen, da hättest du bestimmt deine Ruhe.

          • Maik sagt:

            Körperverletzung, Sachbeschädigung und Ähnliches zählen bei dir also zu den üblichen Umgangsformen. Hatte ich mir schon gedacht. Aber danke für die Bestätigung.

          • Herr Fuchs sagt:

            Nee Robert, das siehst du mit deiner antisozialen Weltsicht wieder einmal völlig verkehrt.
            „Die Freiheit besteht dartin, dass man alles tun kann, was einem anderen nicht schadet“ um es mit den Franzosen auszudrücken.
            Wenn du das nicht verstehst, stell dir einfach vor, Silvester schießt dir jemand ins Knie und dich hat es nicht zu stören, weil ja Silvester ist. (Übertreibung macht anschaulich)
            Diese Lebensassistenz von mir für dich ist gratis aber hoffentlich nicht umsonst.

          • Laberrhabarber sagt:

            Es geht nicht um sinnloses Rumgeknalle mit zum Teil illegalen Böllern (das gehört in Deutschland ja zum sozialadäquaten Verhalten in der Silvesternacht), sondern um Körperverletzung, Sachbeschädigung, Brandstiftung etc. Daneben muss man einfach sehen, dass es nicht angehen kann, dass man Clubs und Bars schließt und sich die Leute irgendwo neben Wohnhäusern draußen bis in den Morgen hinein laut beschallen – wobei das Draußenfeierklientel wahrscheinlich noch nie einen Club von Innen gesehen hat und dies auch gar nicht will…

      • 10010110 sagt:

        Solche Vorfälle gab es aber auch schon zu besseren Zeiten. Idioten bleiben Idioten, völlig unabhängig von den äußeren Zuständen.

      • Franz2 sagt:

        Ja klar, ob Pandemie hin oder her, das was dieses Silvester passierte, passierte genau so 2010 – 2019 … wie dummdreist kann man nur sein und Anderen die Schuld für das eigene Fehlverhalten zu geben. Niemand ist gezwungen an Silvester rumzustressen und Dinge zu beschädigen. Die Entscheidung dazu trifft jede(r) selbst und ist quais Ausdruck mangelnder Erziehung und Sozialisation.

      • Cybertroll sagt:

        JA Im Grunde wird das alles überbewertet denn
        genau so ist es auch vor dem Covid-Virus gewesen.
        Natürlich wird nicht jedes Jahr ein Junge totgefahren.
        Das ist denke ich der schlimmste Vorfall gewesen.
        Alles andere ist jedoch auch vor dem Virus so gewesen.

      • Cybertroll sagt:

        Da fällt mir gerade noch etwas ein:
        GPS Überwachung! Irgendwann kommt die Debatte ins Rollen.
        Dann wird jedes Fahrzeug mit GPS ausgestattet und dann
        hat man auch umgehend Unfallverursacher und Straftäter!
        Dann ist nix mehr mit verduften!
        Klar, kann man dann immer noch aber es wäre sinnlos.
        Man müsste lediglich noch ermitteln wer der Fahrer bzw. Täter ist!

        • G sagt:

          War ja klar, daß du ein u.s.-imperialistisches Überwachungssystem favorisierst. Ein Schelm, der böses dazu denkt…

  2. KalleSchwensen sagt:

    Die sollten mal alle die Bibel lesen.

  3. aka electric sagt:

    Schöne Aufstellung, gefällt mir. Geht’s wieder aufwärts, ja?
    „Plätzchen mit Betäubungsmitteln“ – selberbacken als Extremsportart, heißa!
    Ähm … Riestedt gibt’s noch? Irgendwie komisch.

  4. Robert sagt:

    Silvester und ruhestörender Lärm ? Der, der die Polizei angerufen hat ,ist ja ein richtiger Miesepeter.

  5. Bernd sagt:

    Der 12-Jährige wird unser neuer Schumi. Was muss der Papa stolz sein.

    • Zu_Hause_in_Halle sagt:

      Da das „gut“ gegangen ist, war das wohl nicht das erste Mal, dass der Junge gefahren ist.

    • W. Molotow sagt:

      Na, das ist doch völlig in Ordnung, wenn der Junge verhindert, daß sein Vater alkoholisiert Auto fährt!

      Hätte ich auch so gemacht…

  6. Musi sagt:

    Dieser Leute in ein Lager stecken und Dort arbeiten lernen

  7. Sunny sagt:

    Dann ist der 12 Jährige definitiv nicht das erste mal selbst Auto gefahren.

  8. .... sagt:

    Nein, sicher einer dieser armen Kinder, die als Schutzschild und Schutzengel in der Familie agieren …und die „Erziehung“ ihrer eigenen Eltern übernehmen (müssen), weil die Eltern selbst nicht in der Lage dazu sind, ihren Kindern eine „Normalität“ vorzuleben.
    Einfach nur traurig.

  9. Tim Buktu sagt:

    Wenn man die Meldungen so liest, wird bald „The Purge“ Realität…

  10. Aha sagt:

    Sagt bloß nicht die Meinung, meine Kommentare zu den tödlichen Unfall des 14 jährigen wurden alle gelöscht, nur weil ich der Meinung war, dass ein 14 Jähriger 18 Uhr Silvester zu Hause sein sollte. Dann eben nicht, wer andere Meinung nicht zulässt sollte das Portal schließen

    • Portalöffner sagt:

      Ich habe dazu eine andere Meinung.

    • miese zeiten sagt:

      Ist auch einfach eine schlechte Meinung, das Opfer so darzustellen und den Fall zu trivialisieren. Der Täter hätte auch genau so gut Sie umnieten können, das hat damit nichts zu tun.

  11. viel nicht verstanden sagt:

    Kannst du doch auch fordern. Wo ist dein Problem?

  12. Christian sagt:

    Gebt den Kindern das Kommando
    Sie berechnen nicht
    Was sie tun
    Die Welt gehört in Kinderhände
    Dem Trübsinn ein Ende
    Wir werden in Grund und Boden gelacht
    Kinder an die Macht.
    Sie sind die wahren Anarchisten
    Lieben das Chaos räumen ab
    Kennen keine Rechte
    Keine Pflichten
    Noch ungebeugte Kraft
    Massenhaft
    Ungestümer Stolz