Einwohner-Antrag der Bewegung Halle kommt zur weiteren Beratung in die Ausschüsse

Über den Einwohnerantrag „NEIN zum Zusammenbruch der Gesundheitsfürsorge für die Einwohner der Stadt Halle! NEIN zum Impfzwang im Gesundheitsbereich der Stadt Halle! NEIN zur allgemeinen Corona-Impfpflicht!“ der Bewegung Halle hat der hallesche Stadtrat am Mittwoch doch nicht abgestimmt. Die AfD hat den Antrag zur weiteren Beratung in die Ausschüsse verwiesen.

Allerdings nicht wegen der Bedenken der Stadt an der rechtlichen Zulässigkeit, sondern wegen Zweifeln daran, ob die Stadt richtig gehandelt hat. Alexander Raue (AfD) dankte der Bürgerinitiative für die Unterschriften und den „Widerstand gegen einen Impfzwang“. Diese Menschen seien Ernst zu nehmen. Das Anliegen sei berechtigt, den Menschen müsse man Respekt zollen. Die Stadtverwaltung versuche eine Unzulässigkeit zu konstruieren. Man habe Akteneinsicht beantragt, ob die Stadt bei der Bewertung von Unterschriften Fehler begangen hat. Er verweist den Antrag in den Hauptausschuss.

Marco Schreier vom Rechtsamt erklärte, der Antrag sei formell und materiell unzulässig – zu wenig gültige Unterschriften und die Kommune ist auch nicht für den Vollzug des Infektionsschutzgesetz zuständig. Man habe die Initiatoren mehrfach auf rechtliche Unzulässigkeit hingewiesen.

Jurka Schuppe als Mitinitiator erklärt, es werde offenbar nur eine Einheitsmeinung akzeptiert. Man wolle als Bewegung Halle auch Menschen eine Stimme geben, die nicht angehört werden. Man könne nicht nachvollziehen, dass Unterschriften als ungültig angesehen wurden – beispielsweise wegen Unleserlichkeit.

Gabriele Kleine ist ebenfalls Mitinitiatorin des Einwohnerantrags gegen die Impfpflicht. Es sei doch egal, dass es auch Stimmen aus dem Saalekreis gebe. Man könne über die mehr als 3000 Stimmen nicht hinweg gehen. Der Impfstoff sei keiner, helfe nicht, sondern für zu Schaden. Die Corona-Politik sei falsch.

Viele Unterschriften seien aus dem Saalekreis eingereicht worden, erklärte noch einmal Marco Schreier vom Rechtsamt. Diese hätten auch gleichlautende Anträge im Saalekreis gestellt. Er wies noch einmal darauf hin, dass es sich um einen Einwohnerantrag der Einwohner der Stadt Halle handelt.

Eric Eigendorf (SPD) warf den Initiatoren des Antrag Verbreitung Falschinformation und Delegitimierung von Wissenschaft vor.

Die Corona-Impfung sei wissenschaftlich umstritten, sagte Andreas Heinrich (AfD).

Das Phantasieren von dem Zusammenbruch des Gesundheitswesen sei Quatsch und totaler Unfug, sagte Detlef Wend (MitBürger) zum Einwohnerantrag. Wend ist selbst Arzt. Die Impfung helfe, sagte Wend unter Gelächter aus dem Publikum von Vertretern der Bewegung Halle. Die Initiatoren des Antrags würden die Augen vor den Tatsachen schließen.

Der Antrag ist zur Beratung in verschiedene Ausschüsse verwiesen. Die AfD hatte dies gefordert.

Artikel Teilen:

Für dich vielleicht ebenfalls interessant …

13 Antworten

  1. Respekt! Die sind ja noch viel dümmer, als ich eh schon gedacht hatte.

  2. Franz2 sagt:

    Man merkt, wie die AfD mitmacht bei der Behinderung von Institutionen. Eine kleine, laute Minderheit verlangt allen Ernstes, dass Recht und Gesetz zu ihren Gunsten gebeugt werden. Eine typische Taktik ist, das Vertrauen zu untergraben, indem man Verwaltung lahmlegen will.

  3. Cybertroll sagt:

    „Dass Unterschriften aus dem Saalekreis dabei sind, sei doch egal.“ Coole Sache. Dann dürfen bei der nächsten Stadtrats, Land- und Bundestagswahl einfach auch Ausländer mitwählen. Oder das Paulusviertel wählt ab jetzt für den Saalekreis. Endlich mal ein grüner Landrat.

  4. Oha! sagt:

    Die Beachtung rechtlicher Grundlagen werden als „Einheitsmeinung“ dargestellt. Da merkt man wie diese Bewegung denkt und auch die AfD

    • Franz2 sagt:

      Das typische Vokabular zur Verächtlichmachung Andersdenkender … reiht sich ein unter „Systemmedien“ „Systemparteien“ … „Schlafschafe“

    • BR sagt:

      Die AfD ist da nicht so genau. Was interessiert die deren Unvereinbarkeitsbeschluss. Bei der AfD darf jeder mal. Wundert mich, dass die den Liebich noch nicht aufgenommen haben. Viel witziger finde ich aber, dass bislang keiner dieser Bewegungs-Spinner auf die Idee gekommen ist, einen entsprechenden Antrag bei der zuständigen Stelle einzureichen. Wenn das Gehirn nur soweit reicht, dass man die Stadt mit den sinnlosen „Corona-Ausschuss“-Graffitis besprühen kann. 🤦🏻‍♂️

  5. Booster und dann Huster sagt:

    Report24: BioNTech meldet Zweifel an Sicherheit der Impfung, fürchtet Schadenersatz und Langzeitfolgen…

  6. Biontech schreibt selbst sagt:

    Offiziell schreibt Biontech:

    Wir sind möglicherweise nicht in der Lage, eine ausreichende Wirksamkeit oder Sicherheit unseres Corona-Impfstoffs und/oder variantenspezifischer Formulierungen nachzuweisen, um eine dauerhafte behördliche Zulassung in den Vereinigten Staaten, dem Vereinigten Königreich, der Europäischen Union oder anderen Ländern zu erhalten, in denen er für den Notfalleinsatz zugelassen oder eine bedingte Marktzulassung erteilt wurde.

    Signifikante unerwünschte Ereignisse können während unserer klinischen Studien oder sogar nach Erhalt der behördlichen Zulassung auftreten, die klinische Studien verzögern oder beenden, die behördliche Zulassung oder Marktakzeptanz eines unserer Produktkandidaten verzögern oder verhindern.

    https://investors.biontech.de/node/11931/html#ic5e06a05a31d4c4491031d3208cef8c2_10