Nach Ablehnung durch den Gemeinderat von Kabelsketal: Halle und Saalekreis suchen neuen Standort für Gewerbegebiet Star Park II

Nach der Entscheidung der Gemeinde Kabelsketal, die Entwicklung eines neuen Industrie- und Gewerbegebietes nicht zu verfolgen, haben der Saalekreis und die Stadt Halle (Saale) den Fahrplan für die anstehende Standortsuche abgestimmt. Zunächst sollen nun alle potenziellen Flächen ausführlich auf ihre Eignung und Machbarkeit geprüft und bewertet werden. Damit soll die Grundlage für eine fundierte Entscheidung geschaffen werden. „Die Region braucht dringend attraktive Ansiedlungsflächen, um auch künftig für Investoren und damit für hochqualifizierte Fachkräfte attraktiv zu sein. Darum halten wir an der Entwicklung eines gemeinsamen Industrie- und Gewerbegebietes im Strukturwandel fest. Mehrere Kommunen haben sich schon ins Spiel gebracht. Jetzt geht es darum, den bestmöglichen Standort zu finden“, sagte Landrat Hartmut Handschak (parteilos).

Der Landkreis Saalekreis und die Stadt Halle (Saale) planen gemeinsam ein interkommunales, innovatives und klimaschonendes Industrie- und Gewerbegebiet zu entwickeln. Dafür sollen Fördermittel aus dem Investitionsgesetz Kohleregionen eingesetzt werden. Als Vorzugsstandort war dafür die Gemeinde Kabelsketal ausgewählt worden. Nach einem langen Entscheidungsprozess, den die Entwicklungs- und Verwaltungsgesellschaft Halle-Saalkreis und die Kreisentwicklungsgesellschaft Saalekreis gemeinsam mit der Gemeindeverwaltung begleitet haben, hat am 30. November 2022 der Gemeinderat das Vorhaben mit 9:8-Stimmen abgelehnt.

„Wir akzeptieren natürlich die Entscheidung. Nun geht es darum, das für die wirtschaftliche Entwicklung der Region wichtige Projekt an einem anderen Standort umzusetzen. Für den Auswahlprozess müssen wir uns die notwendige Zeit nehmen. Ich bin davon überzeugt, dass am Ende eine erfolgreiche Entwicklung steht“, ergänzte Egbert Geier, Bürgermeister der Stadt Halle (Saale).

Geplant ist, dass im ersten Quartal des kommenden Jahres alle potenziellen Standorte auf ihre Eignung geprüft und bewertet worden sind.

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Keine Antworten

  1. farbis Erbe sagt:

    Es gibt Gewinner und es gibt Verlierer.

    (unbekannt, Internet, ca. 2022)

  2. Ein paar Beispiele sagt:

    Es kommt ja immer auf die Größe des Geländes an. Alter Metro Markt Richtung Peißen ( Stichelsdorfer Weg), Gewerbegebiet Halle Neustadt, ehemalige Bäckerei, Porphyrstraße oder im Saalekreis daß neu gebaute Amazon Gelände zwischen Globus Baumarkt und Selgros da dort leider Amazon nicht hinkommt da das Gebäude nicht den Normen von Amazon entspricht.

    • Kritiker sagt:

      Alles viel zu klein! Es geht um riesige Flächen nicht um einzelne kleine Flächen. Aber richtig ist auch, weshalb Acker versiegeln, wenn es schon versiegelte Flächen gibt?

      Ein Gewerbegebiet ist noch kein einzig angesiedeltes Gewerbe. Erstmal nur Beton.

    • Jim Knopf sagt:

      Der Alte Schlachthof fehlt .

  3. Heidehamster sagt:

    Wie bei der A143, überall das Gleiche. Ein paar Leute fühlen sich in ihrer Ruhe gestört (sicher z.T. auch zu Recht) und zerstören solche Projekte. Ich kenne noch „Gemeinnutz geht vor Eigennutz“, aber das gilt ja heute nicht mehr, wo die persönlichen Interessen über allem stehen.

  4. Steff sagt:

    Es ist immer das Gleiche.
    Halle wird von einem vom Land unterstützen Kragenkreis abgeschnürt.

    Diese ganzen Diskussionen sind verlogen und engstirnig.
    Es gibt nur einen Weg.

    Halle muss weg von Magdeburg.
    Halle muss raus aus diesem Bauernland.

    Dann entscheiden keine Dörfler mehr über Gewerbegebiete und Industrieansiedlungen.
    Halle nach Sachsen und eine grundsätzliche Neuordnung der Gebietsstruktur im Raum Halle wird möglich, was einen vollkommen Neuansatz bei der Planung solcher Vorhaben ermöglicht.

    Eines wird allerdings auch klar.
    Mit diesem Aushilfs-OB, der nur durch Intrige an die Macht kam, geht es nicht.

    Schaut euch seine Sprechblasen an:
    „Wir akzeptieren natürlich die Entscheidung. Nun geht es darum, das für die wirtschaftliche Entwicklung der Region wichtige Projekt an einem anderen Standort umzusetzen. Für den Auswahlprozess müssen wir uns die notwendige Zeit nehmen. Ich bin davon überzeugt, dass am Ende eine erfolgreiche Entwicklung steht“, ergänzte Egbert Geier

    Nach Hr. Geier ist viel Zeit und der andere Standort wird wohl Halle ausklammern.
    Dann wird er in etwa wieder solchen Mist erzählen.

    • 10010110 sagt:

      Das hier hat absolut nichts mit Sachsen-Anhalt zu tun. Die Dörfler würden auch bei einem Wechsel des Bundeslandes dort leben und über die Entwicklungen in ihrer Gemeinde abstimmen, und zwar vermutlich genauso.

  5. Wirtschaftswaise sagt:

    „für hochqualifizierte Fachkräfte attraktiv zu sein“ …als Staplerfahrer oder Lagerist…selten so gelacht.

  6. P.Kortschagin sagt:

    Auf dem Marktplatz? Dann haben wir Ruhe von allen demonstrierenden Birnen!

  7. Joachim Euther sagt:

    Der Alt-OB Wiegand trägt für diese Situation die Hauptverantwortung. Es ist seine Schuld den besten Standort Halle-Tornau völlig widersinnig frühzeitig und aus wahltaktischen und politischen Gründen ausgeschlossen zu haben. Halle-Tornau ist aus Hallescher Sicht alternativlos, da der überwiegende Großteil dieses Gewerbegebietes auf dem Stadtgebiet von Halle liegt.

  8. Jim Knopf sagt:

    Wer nicht will Der hat und Wer nicht frisst ist satt . Dumme muss Man stehen lassen Verrückte muss Man gehen lassen .

  9. Frau sagt:

    „für hochqualifizierte Fachkräfte attraktiv zu sein“ – Wir müssen doch schon sehr attraktiv sein. Hochqualifizierte Fachkräfte sind doch schon genug da?