Ralf Ludwig zum neuen Intendanten des MDR gewählt: „Gesellschaft braucht einen starken und unabhängigen öffentlich-rechtlichen Rundfunk“

Der MDR-Rundfunkrat hat auf seiner Sitzung am 13. März 2023 Ralf Ludwig zum neuen Intendanten des Mitteldeutschen Rundfunks gewählt. Der 54-jährige Ludwig erhielt im ersten Wahlgang 33 Stimmen und übertraf damit die notwendige Zweidrittelmehrheit der anwesenden Rundfunkratsmitglieder. Die sechsjährige Amtszeit beginnt am 1. November 2023. Bis zum 31. Oktober ist weiterhin Karola Wille Intendantin des MDR.

MDR-Rundfunkratsvorsitzender Dietrich Bauer gratuliert dem bisherigen Verwaltungsdirektor zur Wahl als MDR-Intendant und freut sich auf die Zusammenarbeit: „Ralf Ludwig übernimmt die Führung des MDR inmitten weitreichender Veränderungsprozesse. In Zeiten der digitalen Transformation steht er für die konsequente Weiterentwicklung des MDR als crossmediales Medienhaus, das für die Menschen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen täglich unabhängige, hochwertige und vielfältige Angebote für die zeitgemäße digitale und lineare Mediennutzung produziert. Mit der Stärkung der Inhalte sowie einer klugen Arbeitsteilung in der ARD hat er zudem die Wurzeln des MDR und seine föderale Einbindung fest im Blick.“

Der MDR-Rundfunkrat hat 50 Mitglieder. Bei der heutigen Sitzung zur Wahl des Intendanten waren 48 anwesend.

Ralf Ludwig äußerte sich kurz nach der Wahl wie folgt: „Ich danke den Gremien des MDR für das Vertrauen und freue mich darauf, den Menschen in unserem Sendegebiet ab November als Intendant dienen zu dürfen. Wir befinden uns in Zeiten großer Veränderungen in der Mediennutzung und den damit verbundenen Herausforderungen für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Ich bin davon überzeugt, dass unsere Gesellschaft einen starken und unabhängigen öffentlich-rechtlichen Rundfunk braucht. Dafür werde ich mich mit ganzer Kraft einsetzen. Karola Wille hat den MDR seit 2011 als Intendantin neu aufgestellt und ins digitale Zeitalter geführt. Sie hat den MDR zu einem modernen crossmedialen Medienhaus für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen geformt. Diesen Weg werde ich gemeinsam mit der MDR-Geschäftsleitung sowie mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern konsequent fortsetzen. Wir genießen mit unseren Angeboten in Mitteldeutschland bei den Menschen großes Vertrauen. Dies müssen wir uns täglich neu erarbeiten – mit hochwertigen und vielfältigen Angeboten sowie mit großem Verantwortungsbewusstsein in unserem Handeln. Als Mitglied der ARD-Familie wird der MDR auch weiterhin den begonnenen Reform-Kurs aktiv unterstützen und mitgestalten.“

MDR-Verwaltungsrat schlug Ralf Ludwig einstimmig vor

Vor der Wahl im Rundfunkrat hatte der Verwaltungsrat des MDR nach einem intensiven Bewerbungs- und Auswahlverfahren am 13. Januar 2023 einstimmig (10:0) Ralf Ludwig als Kandidat für die Wahl zum Intendanten empfohlen. Der MDR-Verwaltungsrat hatte die Position im Dezember ausgeschrieben. Bei den Bewerbungsgesprächen wurden Vertreter des MDR-Rundfunkrats (Vorsitzender und Stellvertreter) sowie aus der Mitarbeiterschaft und die Gleichstellungsbeauftragte des MDR beratend einbezogen.

Vita Ralf Ludwig:

  • geboren am 16.06.1968 in Borna
  • verheiratet, eine Tochter
  • 1988 Abitur und zugleich Berufsabschluss als Instandhaltungsmechaniker, anschließend Wehrdienst und ab 1990 Tätigkeit im erlernten Beruf 
  • 1991 Studium der Wirtschaftswissenschaften, Studiengang Betriebswirtschaftslehre, an der Universität Leipzig, im April 1996 erfolgreicher Studienabschluss als Diplom-Kaufmann 
  • anschließend Tätigkeit als Prüfer bei der Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft WIBERA Leipzig – Wirtschaftsberatung AG 
  • August 1999 Einstellung beim MDR, zunächst als 1. Sachbearbeiter, ab Oktober 2000 als Referent im Büro des Verwaltungsdirektors
  • seit Januar 2002 Leitung der Hauptabteilung Finanzen; von April 2011 bis Januar 2012 und seit August 2015 kommissarisch eingesetzter Verwaltungsdirektor 
  • 2015 Berufung zum Verwaltungsdirektor des MDR 
  • 2020 Berufung für eine zweite Amtszeit zum Verwaltungsdirektor des MDR 
  • seit Januar 2020 ist der MDR-Verwaltungsdirektor mit der Wahrnehmung der Vertretung der Intendantin betraut

Foto Kirsten Nijhof

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41 Antworten

  1. vorbildlicher Demokrat sagt:

    GEZ abschaffen;
    Kommunisten raus!

  2. Whowne sagt:

    Niemand außer den ÖRR-Mitarbeitern, die sich ein gutes Leben auf Kosten der Zwangsgebührenzahler gönnen, braucht den ÖRR.

  3. Frage sagt:

    Wie hoch wird sein Gehalt sein?

  4. Bürger sagt:

    Unabhängiger Rundfunk. Selten so gelacht. Staatsfunk trifft es genauer.
    Das in den letzten 3 Jahren verspielte Restvertrauen müssen sie sich erst wieder erarbeiten, aber das scheint man garnicht erst zu versuchen.

  5. Lecko-Mio sagt:

    Unabhängig 😂😂😂

  6. vierte Gewalt und so... sagt:

    „Gesellschaft braucht einen starken und unabhängigen öffentlich-rechtlichen Rundfunk“

    Allerdings.

  7. Zebra sagt:

    Dicht machen den Laden.Braucht keiner. Troll Nachrichten.

  8. Bettina sagt:

    Prof. Dr. Karola Wille – 295.000 EURO im Jahr

    Quelle: https://www.ard.de/die-ard/Gehaelter-und-Verguetungen-102/

    Der neue Intendant wird sicher nicht weniger bekommen.

    Sind nach meiner groben Rechnung die MDR-Anteile an der Rundfunkgebühr von über 2700 Beitragszahlern. Eine absolute Frechheit!
    Andererseits werden so Blockbuster wie die 1000. Wiederholung der Olsenbande, Maxe Baumann, alljährliche Helga-Hahnemann-Tributes und Riverboat finanziert, damit wir auch nicht vergessen, was und wo unsere Wurzeln sind.

    • verdammt nochmal sagt:

      Helga Hahnemann verdient jeden Cent!

    • Fernseher sagt:

      Der MDR ist auch verantwortlich für die sehr beliebte Serie „In aller Freundschaft“, man kann sogar Teile des Sets jederzeit in der Mediacity anschauen. (Ein AHA-Erlebnis für viele)

  9. Uwe sagt:

    Man sieht es ihm förmlich an wie er den Rundfunk erneuern will

  10. Mohai sagt:

    Hat der Rundfunkrat schon seinem Gehaltswunsch in Höhe von 50.000 €/Mon. zugestimmt ? Nun aber dalli !!!

    • Mohai sagt:

      Sorry, 50.000 soll nur ein Gerücht sein. Ein anständiger Mann ist nicht so gierig auf Kosten der Bürger !!!

  11. Steff sagt:

    Wie am Ende der DDR.
    Ja, wir haben verstanden und werden jetzt alles besser machen!!!
    LOL

  12. Jhon sagt:

    Ist doch schön nen Witz zu sagen „Dienen zu dürfen„ was soll dieser Quark?
    Die Wille bekommt eine Millonen Rente und dieser Herr wird sich sicher auch nicht mit weniger zufrieden geben !
    Der ganze ÖRR ist doch nur noch ein korrupter Haufen von Selbstbedienern auf Kosten der Gebührenzahler der wenn er nicht zahlt in den Knast wandert!
    Ich hoffe wirklich das es Mal irgendwann jemanden in der Regierung gibt der dieser Gier einen Riegel vorschiebt. Aber das wird sicher so lange ich Lebe nie passieren.

  13. Frösi sagt:

    Das liegt einzig und allein an euch.
    Bezahlt alle diesen Blödsinn nicht und es wird sich zeitnah selbst erledigen.
    Ich zahle seit 2013 keinen einzigen Cent.
    Als Frau Wille sich damals eingebaut hat zu meiner Sache 2015 am Verwaltungsgericht, wurde der Beschluss zu meinem Gunsten einfach aufgrund des „Anscheinsbeweis“ für nichtig erklärt.
    Seitdem ist mir bewusst, was für einen super funktionierenden Rechtsstaat wir hier haben. Gezahlt habe ich bis heute nichts und Konsequenzen hatte dasich auch nicht.