Für 32,6 Mio Euro: Ausbau des Eisdoms zur richtigen Eissporthalle ab nächstem Sommer, Vorlage für den Stadtrat im September 

Die alte Eissporthalle am Gimritzer Damm wurde im Jahr 2013 durch das Hochwasser schwer beschädigt und dann abgerissen. Unweit entfernt an der Blücherstraße entstand ein Provisorium. Und das wird nun, nach endlosen Diskussionen auch ums Geld, zu einer richtigen Eissporthalle ausgebaut.

Wie Bürgermeister Egbert Geier sagte, werde es im September eine Vorlage für den Stadtrat geben. Das Kommunalparlament soll das offizielle OK geben. 32,6 Millionen Euro werden investiert. Das sind 8 Millionen Euro mehr als ältere Planungen vorsahen. Die allgemeinen Preissteigerungen haben dazu geführt. Die Finanzierung erfolgt zu großen Teilen über den Fluthilfefonds. 8 Millionen Euro sind Eigenmittel der Stadt.

Es sei ein wichtiges Projekt für die Sportinfrastruktur der Stadt Halle (Saale), so Geier. Die neue Halle solle allen Voraussetzungen genügen – sowohl beim Gebäude selbst (Stichwort: Energie), als auch in sportlicher Hinsicht. “Damit hier vernünftig Eissport betrieben werden kann.” Gebaut wird jeweils in den Spielzeitpausen im Sommer. Drei Spielzeitpausen sind laut Geier nötig. Daniel Mischner, Präsident der Saale Bulls als einziger Profi-Eishockey-Club in Sachsen-Anhalt sagte, man sei gut in die Planungen einbezogen.

Rund 120.000 Besucher pilgern pro Jahr in den Eisdom. Und das nicht nur zu Spielen der Saale Bulls. Vier Vereine trainieren hier mit 500 Kindern. Dazu gibt es noch Schulsport und öffentliches Eislaufen. Der Eisdom steht also nicht nur für einen einzigen Club zur Verfügung, sondern für alle Hallenser (Und Gäste). Geier sprach von einem “erheblichen Mehrwert für die Öffentlichkeit.”

Geier lobte zudem die Atmosphäre der Fans im Eissport als beispielhaft. So werden teilweise gegnerische Fans von Hauptbahnhof abgeholt und es gibt einen gemeinsamen Fanmarsch. “Das zeigt, dass die Fans im Eishockey eine große Familie sind und sich auf Zuschauerebene respektieren.”

Durch den Ausbau wird die Zuschauerkapazität auf mehr als 3.000 verdoppelt. Außerdem bekommt der Eisdom feste Kabinen und Sanitärtrakte. Die sind bislang in vier angemieteten Containern. Die mobile Eisanlage wird durch eine feste ersetzt. Bessere Bedingungen gibt es für das Catering und den VIP-Bereich. 180 Fahrradständer und 256 Parkplätze kommen auch noch hin.

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17 Antworten

  1. Stadtratsbeobachter sagt:

    Die TOOH GmbH wird das interessiert verfolgen.

  2. Eishacker sagt:

    Es ist ja geradezu unglaublich, welche (zusätzlichen!) Summen hier investiert werden sollen, obwohl die Sanierung der alten Eissporthalle wirtschaftlich günstiger gewesen wäre. Das ist Verrat am Steuerzahler!

    • 10010110 sagt:

      Die alte Eissporthalle stand mitten im Retentionsraum der Saale, noch hinter dem Damm, der im Ernstfall das Wasser im Zaum halten soll. Es wäre nur eine Frage der Zeit gewesen, bis da wieder alles meterhoch unter Wasser stehen würde. Es ist auf Dauer wirtschaftlicher, die außerhalb des unmittelbaren Gefahrenbereichs zu bauen (wenngleich der jetzige Standort immer noch in der eigentlichen natürlichen Saaleaue und daher nicht wirklich ideal ist, aber immerhin hinter dem Damm).

      • Blindschleiche sagt:

        Der Bernd hätte das besser hingekriegt, wenn man ihn nur gelassen hätte. Sein potentielles Lebenswerk, der Wiegand-Damm, hätte die alte Eissporthalle hinter die Deichlinie gebracht.

  3. . sagt:

    „180 Fahrradständer und 256 Parkplätze kommen auch noch hin.“

    Wo soll denn soviel Platz dafür sein – auf dem Dach?

  4. mirror sagt:

    2014 sollte die Energieschleuder 2,3 Mio kosten und der Ersatzneubau 12 Millionen. Sie werden es nie lernen sorgfältig mit Steuergeldern umzugehen.

    • Ebbe04Sand sagt:

      2014->2023=9 Jahre= Preiserhöhungen im Wunderland der „freien“ Marktwirtschaft und des „verbraucherfreundlichen“ Wettbewerbs. Da kann man noch so sorgfältig … .

  5. Gaha sagt:

    Ich dachte dad ist eine richtige Eissporthalle. komisch, dass man die nun dazu ausbauen will. Für soooo viel Geld

    • HP-Leser sagt:

      Nein, dass sollte nach einem Neubau mal eine Drei-Feld-Sporthalle werden. Da hätte man Handball, Volleyball, Basketball, Floorball,… drin spielen können. Deswegen ja auch die schlechte Isolierung und provisorischen Tribühnen. Mich wundert auch, warum ein „richtiger“ Neubau nicht besser wäre.

  6. Hausbauer sagt:

    Hätte man günstiger haben können, wenn man es eeit 2013 nicht verschleppt hätte.

  7. Hallenserin sagt:

    Die Millionen wären gut in die maroden Schule!

  8. kein Profisportler sagt:

    Es ist doch immer wieder interessant zu lesen, welchen Summen in Halle für den Profisport fließen, allein schon für das Fußballnachwuchszentrum auf der Silberhöhe 20 Millionen Euro. Wer braucht eine Eissporthalle für 3000 Besucher?

    • eissportler sagt:

      Da fallen mir sofort mindestens 3000 Antworten ein.

      • kein Profisportler sagt:

        Eine vernünftige Antwort würde schon reichen. Das Ganze muss ja auch gewartet und erhalten werden für viel Geld. Wer bezahlt das alles?

        • eissportler sagt:

          Wer „braucht“ überhaupt irgendwas?

          Du willst es nicht. Ok. Geht es nach dir? Nein.

          Wer bezahlt die Wartung und Erhaltung bisher? Du nicht. Das bleibt auch zukünftig so.

          • @Hohlschwätzer sagt:

            Es wäre mir neu, dass die Eissporthalle vollkommen ohne Steuergelder gewartet und unterhalten wird. Vielleicht probierst du es nochmal?

          • eissportler sagt:

            Selbst wenn es so wäre – das würde nichts an meiner Aussage ändern.

            Du solltest mehr mit Argumenten und Inhalten arbeiten, weniger pöbeln.

    • Roter Turm sagt:

      nun, Sie haben überlesen: „Rund 120.000 Besucher…“. Das sind in etwa genauso viele Besucher wie beim HFC. Aber jetzt kommt’s: die Saison im Eisdom ist viel kürzer!

  9. PaulusHallenser sagt:

    „Geier lobte zudem die Atmosphäre der Fans im Eissport als beispielhaft. So werden teilweise gegnerische Fans von Hauptbahnhof abgeholt und es gibt einen gemeinsamen Fanmarsch.“

    Na ja, zur Ehrenrettung des HFC muss ich sagen, dass der Verein auch gegnerische Fans vom Hauptbahnhof abholt, wenn auch momentan nur mit den üblichen Schlägertrupps. 🙂

  10. strato sagt:

    paulus ist wieder mal der vollpfosten der halle hasser

  11. Robby sagt:

    32,6 Millionen,für eine neue Eissporthalle, will man alle Autofahrer verarschen,wo bleibt die Finanzierung für die vielen Schlaglöcher in den Straßen der Stadt in die man hinein fährt, wenn man nicht aufpasst und vielleicht mit hohen Reparaturkosten privat rechnen muss, traurig aber wahr. Steuern bezahlen, wofür eigentlich?Eissporthalle her,Schlaglöcher werden immer mehr ,echt toll!

  12. HFC&MEC Fan sagt:

    Als HFC Fan und MEC Sympatisant freue ich mich sehr dass es endlich klappt. Halle ist im Eishockey mittlerweile ein Traditionsstandort. Die Neue Halle ist imens wichtig für die Zukunft. Man hat feste Betontribünen, richtige Sanitäre Anlagen, feste Stände für Fanshop, Catering usw. An der Haupttribüne kommt eine Kneipe hin wo man auch in seiner Freizeit mal ein Bierchen trinken kann inkl. Rollstuhlplätze von denen aus man die gesamte Eisfläche sieht. Die Stehplatztribüne auf der Nordseite (Was dann der neue Heimbereich werden wird) geht bis fast unters Dach und bietet ca. 1100 Fans eine richtige Kurve (Was Stimmungstechnisch mega wird). Um den „Neuen“ Eisdom werden so einige 2. Ligisten den MEC beneiden. Die Tribünen werden ähnlich aussehen wie in Weisswasser und Kaufbeuren, nur dass die Tribünen hinter den Toren doppelt so hoch sein werden(Die Baupläne kann man einsehen). Ich finde diese Stadt hat im Eishockey und im Fussball die 2.Liga verdient. Und zu den 32,6Millionen, es ist mehr oder weniger größtenteils vom Bund geschenkt. Im Vergleich zum Stadíon mit 17Millionen ist es logisch dass innerhalb von 10 Jahren die Baukosten steigen. Das Stadion hat ja auch nicht diese ganze Technik wie Lufttrocknung, Kältemaschine und diese ganze Dämmung. Hört auf zu haten und freut euch lieber dass in dieser Stadt was passiert und man zumindest in diesem Punkt vor Städten wie MD und Leipzig steht. Der MEC wird definitiv einen Zuschauerschnitt von 3000 haben. Es schafft Arbeitsplätze und auch die ganzen anderen Vereine haben einen riesigen Nutzen davon.