Verkehrsvertrag mit DB Regio für Elektronetz Nord unterschrieben – darunter Regionbahn von Halle über Magdeburg nach Wittenberge

Die Aufgabenträger Land Sachsen-Anhalt (NASA GmbH), Regionalverband Großraum Braunschweig, Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH und das Land Brandenburg haben mit der Ausschreibung die Weichen für einen zukunftsfähigen Nahverkehr gestellt. „Neben den neuen, sehr hochwertig ausgestatteten Zügen, wird es insbesondere für Pendler Verbesserungen im S-Bahnangebot mit einem 30-Minuten-Takt zwischen Magdeburg und Burg geben. Zudem werden perspektivisch die Kapazitäten der Linien RE20 und RB40 zu den nachfragestarken Zeiten deutlich erhöht“, nannte Verkehrsministerin Hüskens einige Details zum neuen Angebot. Voraussetzung dafür sei jedoch, dass die vorgesehenen Infrastrukturmaßnahmen der DB InfraGo rechtzeitig umgesetzt würden, hob sie noch einmal hervor.

Den Zuschlag für das Elektronetz Nord Magdeburg (ENORM) hat die DB Regio AG bereits im März des letzten Jahres erhalten. Heute trafen sich Vertreter des Eisenbahnverkehrsunternehmens (EVU) mit den Aufgabenträgern, um gemeinsam mit Sachsen-Anhalts Ministerin für Infrastruktur und Digitales, Dr. Lydia Hüskens, den Vertrag zu unterschreiben. Die Betriebsaufnahme im Dezember 2028 ist mit einigen Verbesserungen für die Fahrgäste verbunden.

„Wir sind stolz, dass wir den Zuschlag für das Elektronetz Nord Magdeburg erhalten haben, an dessen Ausschreibung wir über viele Monate mit hoher Energie gearbeitet haben. Der Erfolg bestätigt unsere Wettbewerbsfähigkeit und unsere Kompetenz in der Region und ist gleichzeitig für die nächsten Jahre Grundlage für einen kundenorientierten und modernen Nahverkehr in Sachsen-Anhalt“, bekräftigt Christine Singer, Vorsitzende der Regionalleitung DB Regio AG Südost. 

Der ENORM-Vertrag umfasst bis zu 8,4 Millionen Zugkilometer pro Jahr, circa 7,1 Millionen werden davon in Sachsen-Anhalt zurückgelegt. Im Netz fahren die Linien S1 (Schönebeck-Bad Salzelmen – Magdeburg Hbf – Burg (– Genthin), S2 (Magdeburg Hbf – Zielitz), RB30 (Halle (Saale) Hbf – Magdeburg Hbf – Wittenberge), RB40 (Braunschweig Hbf – Magdeburg Hbf), RE20 (Magdeburg Hbf – Stendal Hbf – Uelzen).

Das S-Bahnangebot im Abschnitt Magdeburg – Burg wird durch den neuen ENORM-Vertrag montags bis freitags auf einen 30-Minutentakt erweitert, Magdeburg und Zielitz sind durch die jeweils stündlich fahrenden Linien S2 und die RB 30 ebenfalls im 30 Minutentakt verbunden, wie auch Magdeburg und Schönebeck. Die Linie RB30 Halle (Saale) – Köthen – Magdeburg – Stendal – Wittenberge ermöglicht mit der Führung über Magdeburg hinaus nach Wittenberge neue Verbindungen mit weniger Umstiegen. Durch die Beschleunigung des RE20 Magdeburg – Stendal – Uelzen verkürzt sich die Reisezeit um voraussichtlich 15 Minuten.

„Mobilität bedeutet Freiheit. Zur Freiheit gehört auch eine echte Auswahl des Verkehrsmittels. Wir wollen, dass die Menschen in unserem Sachsen-Anhalt alle Formen der Mobilität frei wählen können. Dafür braucht es gut ausgebaute Infrastrukturen: Radwege, Straßen und natürlich attraktive Angebote des öffentlichen Nahverkehrs. Daran arbeiten wir. Jeden Tag“, erklärte Lydia Hüskens abschließend. Der neue ENORM-Verkehrsvertrag sei ein gelebtes Beispiel dafür.

Foto Nasa

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2 Antworten

  1. Norbert Sacher sagt:

    Elektro – ZUG – Netz bitte !!

    Es ist kein Vertrag zu einem Elektronetz-Nord. Ein RIESEN Unterschied.

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