DB Start äußert sich zum liegen gebliebenen Zug in Halle: Steuerzentrale ausgefallen, Abschleppen erfolglos
Rund vier Stunden mussten 32 Fahrgäste am Mittwochnachmittag in einem Regionalzug der Bahn-Tochter Start ausharren, nachdem das Fahrzeug unweit der Berliner Brücke in Halle (Saale) liegen geblieben war . kurz nach dem Start des Zuges am halleschen Hauptbahnhof. Erst am frühen Abend konnten die Reisenden evakuiert und zurück zum Hauptbahnhof Halle gebracht werden. Um 14.16 Uhr habe der unternehmenseigene Notdienst gemeldet, dass der Zug nicht mehr aus eigener Kraft weiterfahren kann, so DB Start. Allerdings stand da der Zug, bestehend aus zwei Triebwagen vom Typ Alstom Lint, nach Informationen von dubisthalle.de bereits fast eine halbe Stunde.
Als Ursache gilt nach aktuellem Stand der Untersuchungen ein Ausfall der Steuerzentrale des gesamten Zuges, wodurch eine Weiterfahrt unmöglich wurde. Ab 15 Uhr wurde versucht, den Zug mit einem Abschleppfahrzeug zurück zum Hauptbahnhof Halle zu bringen. Dieser Versuch blieb jedoch erfolglos, so DB Start. Daraufhin informierte der Notdienst von Start um 16 Uhr das DB-Notfallmanagement sowie den zuständigen Notfallmanager von DB InfraGO. In der Folge wurde entschieden, die Evakuierung der Fahrgäste vorzubereiten. Die Verantwortung für die Einbindung externer Rettungskräfte lag laut Start bei DB InfraGO. Während der gesamten Zeit seien die Reisenden durch das Zugpersonal, den Notdienst und den Notfallmanager des Unternehmens betreut und regelmäßig über den Stand der Dinge informiert worden, teilte Start mit. Entgegen kursierender Gerüchte sei kein Fahrgast zu Schaden gekommen; insbesondere habe es keinen Todesfall gegeben.
Ab 16:40 Uhr befanden sich Mitarbeitende von Start vor Ort und warteten gemeinsam mit den Fahrgästen auf die Freigabe zur Evakuierung. Die Feuerwehr der Stadt Halle (Saale) traf schließlich um 17:20 Uhr ein. Die endgültige Freigabe zur Evakuierung durch den Notfallmanager von DB InfraGO erfolgte jedoch erst kurz vor 18:10 Uhr. Warum die Feuerwehr erst mehr als drei Stunden nach dem Liegenbleiben des Zuges eingeschaltet wurde, könne das Unternehmen nicht beurteilen; hierzu müsse DB InfraGO Stellung nehmen. Nach der Freigabe wurden die 32 Fahrgäste evakuiert. Mit Leitern stiegen sie aus dem einen Triebwagen in den anderen um. 18:27 Uhr wurden sie zurück zum Hauptbahnhof Halle gebracht. Alle Reisenden blieben unverletzt.
Start kündigte an, das Fahrzeug weiterhin technisch zu prüfen, um die genaue Ursache des Defekts abschließend zu klären.









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