Alte Laufhalle in der Robert-Koch-Straße wird ab Montag abgerissen – danach entsteht ein Neubau für 16 Millionen Euro

Ab Montag, 9. Februar, beginnt nach Angaben der Stadtverwaltung von Halle (Saale) der Rückbau der alten Laufhalle im Sportkomplex Robert-Koch-Straße, der rund drei Monate dauern soll. Die rund 60 Jahre alte, komplett ungedämmte Laufhalle entspricht weder technisch, energetisch noch sportfachlich dem aktuellen Stand und soll bis 2028 durch eine moderne Halle ersetzt werden. Diese soll rund 16 Millionen Euro kosten.

Im Erdgeschoss sollen eine 6-bahnige 80-Meter-Sprintstrecke mit Start- und Zielbereich und eine 255 m lange Rundlaufbahn mit Anprallschutz, eine Weitsprunganlage mit Anlaufstrecke und Sprunggrube, Hochsprunganlage, Stabhochsprunganlage und Kugelstoßanlage mit Wurfnetz entstehen. Es sollen Lagerflächen unter den Treppenaufgängen eingerichtet werden.

Die Nutzungen im Obergeschoss werden in zwei Kuben untergebracht. Im ersten Abschnitt befinden sich die Räumlichkeiten für Trainer und Trainerinnen, Leistungssportler und Leistungssportlerinnen und Sportmediziner und Sportmedizinerinnen. Im zweiten Teilabschnitt das Kompetenzzentrum des Olympiastützpunkts Sachsen-Anhalt, das alle Serviceeinrichtungen für die Betreuung der Spitzensportlerinnen und -sportler an einer Stelle bündeln wird. 

Mit der neuen Laufhalle im Sportkomplex Robert-Koch-Straße festigt die Stadt zusammen mit den halleschen Sportschulen und den angeschlossenen Bundesstützpunkten Leichtathletik und Wasserspringen ihre Position als Top-Adresse für die sportliche Entwicklung junger Menschen.

„Endlich geht es los“ – Neue Laufhalle als Meilenstein für den Sportstandort Halle

Mit dem Beginn des Abrisses der alten Laufhalle in der Robert-Koch-Straße startet eines der am längsten diskutierten Sportprojekte der Stadt Halle in die entscheidende Phase. Die Stadtratsfraktion Hauptsache Halle begrüßt diesen Schritt ausdrücklich und sieht darin ein starkes Signal für die Zukunft des Sports in der Saalestadt.

Der Fraktionsvorsitzende Andreas Wels, selbst ehemaliger Leistungssportler, verbindet mit dem Projekt auch eine persönliche Perspektive:
„Ich kenne die Bedingungen im Leistungs- und Nachwuchssport aus eigener Erfahrung. Wer Spitzenleistungen erwartet, muss auch die Voraussetzungen dafür schaffen. Die alte Laufhalle hat über Jahrzehnte gute Dienste geleistet, war aber längst nicht mehr auf dem Stand, den moderne Trainingsarbeit heute braucht. Dass dieses Projekt jetzt endlich beginnt, freut mich besonders – weil so viele Sportlerinnen und Sportler viel zu lange darauf warten mussten.“

Wels spricht von einer Entscheidung mit Signalwirkung weit über den Leistungssport hinaus:
„Spitzensport und Breitensport gehören zusammen. Wenn junge Menschen sehen, dass hier trainiert, entwickelt und erfolgreich gearbeitet wird, entsteht Motivation. Erfolge ziehen Nachwuchs nach sich. Genau deshalb ist diese Investition mehr als nur ein Bauprojekt – sie ist eine Investition in die sportliche Zukunft unserer Stadt.“
Trotz zahlreicher Herausforderungen im städtischen Haushalt sei die neue Laufhalle ein wichtiges und richtiges Projekt:
„Natürlich gibt es viele Baustellen in Halle. Aber die Laufhalle war über Jahre hinweg eine echte Neverending Story. Umso wichtiger ist es, dass jetzt nicht mehr geredet, sondern gebaut wird. Moderne Trainingsbedingungen schaffen neue Perspektiven für Talente und sichern langfristig unsere Position als bedeutender Sportstandort.“

Mit Blick auf die hallesche Sporttradition und die enge Verbindung zu Olympia sieht Wels in dem Neubau auch eine Chance für kommende Generationen:
„Olympische Erfolge beginnen nicht auf der großen Bühne, sondern in Trainingshallen wie dieser. Wenn die neue Halle steht, wird sie jungen Athletinnen und Athleten neue Möglichkeiten eröffnen – und Halle noch attraktiver machen für Sportler, Trainer und Verbände. Das ist ein starkes Zeichen nach außen: Halle bleibt Sportstadt.“
Die Stadtratsfraktion Hauptsache Halle sieht im Neubau der Laufhalle daher einen wichtigen Baustein für die sportliche Entwicklung der kommenden Jahre und wünscht allen Beteiligten einen reibungslosen Bauverlauf.

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22 Antworten

  1. Oh, reisst mal ruhig ab .... sagt:

    Und dann ist Pumpe: der Haushalt 2026 scheitert gerade, das Landesamt für Verwaltung wird Steuererhöhungen fordern, und dann gibt es Riesenstunk, wenn ihr unser Geld in so ein Bonzenprojekt reinpumpt!

    Abreissen – ok. Weg mit der hässlichen alten Halle! Aber Neubau nur, wenn der Sport das selber finanziert. Die Stadt Halle wird dafür kein Geld mehr ausgeben! Nicht einen Euro.

    • petty sagt:

      Mein Gott, 10 Mio. € kommen vom Land und Bund. D.h. Halle bekommt für 6 Mio. € eine Halle im Wert von 16 Mio. für Spitzen und Breitensport. Wir können auch einfach alle Turnhallen und Kultureinrichtungen und am besten die Bildungseinrichtungen auch noch, weil kostet ja nur, bringt aber keine Einnahmen. Also können wir gleich ganz Halle dicht machen und abreißen… Eure Logik will ich wirklich mal verstehen…

      • PaulusHallenser sagt:

        „Also können wir gleich ganz Halle dicht machen und abreißen“

        petty,

        wen genau meinen Sie mit „Wir“? Für wen genau sprechen/ schreiben Sie? Wer hat Sie legitimiert, für andere Menschen zu sprechen? Gibt es dafür ein demokratisches Mandat?

      • "gleich ganz Halle dicht machen und abreißen" sagt:

        Genau! Die Sport- und sonstigen Vereins-Bonzenbuden zuerst! Aber kosten darf das natürlich auch nichts! Wenn doch, fällt sogar der Abriss aus!

        Ansonsten: kommt gefälligst selber für eure Hobbies auf und liegt nicht der Einwohnerschaft mit eurem Anspruchsdenken auf der Tasche! Kein Schwein braucht dieses Monstrum. Nur gut vernetzte Fördermittelsauger aus der Leistungs- und Profisportszene sahnen hier mit solchen „Projekten“ ab. Für den Breitensport in den vielen kleinen und großen Vereinen heißt es „Betriebskostenbeteiligung“ bezahlen. Soweit ist es schon.

        Keinen Cent für solche Monsterprojekte mit Büroaufbauten für Olympia-Stützpunkt-Büros aus den allgemeinen Mitteln der Stadt. Da werden wir den Sporthaushalt wohl mächtig einkürzen bzw. ja geradezu pulverisieren müssen, damit diese gut vernetzten Sauglinge die Lust am Fördermittelsaugen in Halle verlieren!

        Wenn es Hr. Wels hier dann nicht mehr gefällt, kann er sich ja nach Leipzig verziehen. Würde in Halle sicher kaum auffallen, wenn er abschliche!

        Spocht frei!

    • Oh sagt:

      Ist da jemand traurig, weil ihm die Stadt seine Wünsche nicht erfüllt hat?

    • Emmi sagt:

      Wo ist das denn ein Bronzenprojekt? Schmuckloser Zweckbau und für alle Sportler offen. So wie es die Laufhalle auch jetzt war.

  2. Uschi sagt:

    16 Mio und dann sieht der Neubau so aus? Wer plant denn solche Gebäude? Wäre es nicht energetisch und finanziell sinnvoller den Bestandsbau zu sanieren? Macht der Neubau klimatechnisch (Schwammstadt, heiße Sommer, vlt. Gründach) irgendetwas für die Stadt? Ist die Bauweise wenigstens nachhaltig?

  3. Trainingshalle sagt:

    Die Trainingshalle wurde 60 Jahre!! lang nahezu jeden Tag genutzt: für das Training der Sportschüler, für den Kinder- und Jugendsport (Breitensport) und Seniorenfreizeitsport.
    Wer noch nie diese Halle von innen gesehen hat, kann sich absolut kein Urteil erlauben Da gab es NICHTS mehr zu sanieren – eigentlich war es ein Wunder, dass nicht schon die „Decke“ herabgebröckelt ist.
    Die neue Trainingshalle ist eine Investition in die Zukunft für den Leistungssport, für zahlreiche Kinder und Jugendliche, die hier durch Trainer und zahlreiche Übungsleiter einem sinnvollem Sport nachgehen.
    Natürlich gibt es immer Leute, die meckern und alles schlecht machen.
    Das sind wir in Halle ja gewohnt :(:(

    • PaulusHallenser sagt:

      „Die neue Trainingshalle ist eine Investition in die Zukunft“

      Trainingshalle,

      warum zahlen Sie und Ihresgleichen die Investitionen in Ihre eigene Zukunft nicht einfach selbst? Warum müssen dafür hart arbeitende Steuerzahler aufkommen?

      „Natürlich gibt es immer Leute, die meckern und alles schlecht machen.“

      Warum sollten Menschen, die die Hobbys anderer Personen zwangsweise finanzieren müssen, nicht den Mund aufmachen?

      „Das sind wir in Halle ja gewohnt“

      Wen genau meinen Sie mit „wir“?

      • Ach Pauli... sagt:

        Wie bist du denn heute wieder drauf? Was soll das denn wieder mit den Angeboten, dass man alles selbst bezahlen könne. Geht nicht, dafür leben wir in einer Stadt.Was soll das wieder, anderen das „wir“ vorzuwerfen? Das ist ja wirklich schon krankhaft. Wie war das mit deiner Klimaanlage? Oder ist das wieder was gaaaaanz anderes.

      • Ach Pauli... sagt:

        Was interessiert es dich überhaupt. Schnöder Breitensport ist unter deinem Niveau und Leistungssport beinhaltet das Wort Leistung. Auch da bist du wieder raus. Woher weißt du eigentlich, dass die Nutzer nicht auch hart arbeitende Steuerzahler sind? Viele Athleten sind beim ÖD (Zoll, Bundespolizei z.B.), Frau Adler arbeitet als Klima- und Umweltmanagerin und hat sich nicht nur durch ihr Studium sondern zurück ins Leben gekämpft. Das Kanu ist mehr als nur ihr Hobby. Wirst du jedoch nie verstehen.

    • "eigentlich war es ein Wunder, dass nicht schon die „Decke“ herabgebröckelt ist." sagt:

      Weil man sie hat verloddern lassen. Da wachsen sogar Bäumchen auf dem Dach. Die Spochtbonzen haben schon lange auf den Neubau hin“gedrückt“ und an der alten Halle wurde desterwegen fast nix mehr gemacht. Nicht mal das Dach richtig gedeckt – aber wegen Leckagen geklagt. Eine willfährige Halle-Verwatlung kommt den sportlichen Wichtigmachern stets gern entgegen. Dem Stadtrat wird die Milchmädchenrechnung über die „gehebelten“ Myllyonen Fördermittel präsentiert. Da freuen sich die Rätlinge riesig und fragen kaum nach, warum plötzlich alle Eigenmittel irgendwie abfließen!

      Anderes aktuelles Beispiel für solchen Mittelschwund: die Rohrumverlegungskosten am Riebeckplatz. Unsere „Vertreter“ sind hin und weg, wenn sie von 200 Myllyonen Eurodingsen als Bausumme für den Zukunfts-Tempel hören und winken die Beschlüsse brav durch! Die Rohrleitungsbaukosten bleiben dann mittelfristig beim Einwohner hängen. Interessiert die meisten Rätlinge nicht die Bohne. Dafür dann supi Stimmung im Stadtrat: man hat mal was Großes beschlossen: ein Rohr für 4 Myllyonen! 2/3 bleiben der Kosten bleiben an der Stadt und der Wasserfirma hängen. 1/3 sind Fördermittel – also der Herkunft nach auch Steuern/Abgaben. Darüber spricht kaum einer. Vielen Dank für die Kosten, liebe ZKZ-Freunde und -Unterstützer.

      So lief es bisher fast immer.

      So. Nun ist der Haushalt zum Glück endgültig verreckt. Die Stadtoberen müssen beim Landesverweser zur „Anhörung“ antreten.
      Jetzt hört das Spielchen wohl endlich auf!
      Harter Aufschlag!
      Gut so!

  4. Banausenstadtverwaltung sagt:

    Verschindet also mal wieder sang- und klanglos ein HP-Schalen-Bau? Die Entscheider haben wahrscheinlich gar keine Ahnung mehr, was das für eine tolle Erfindung war.

    • Völlig wurst! sagt:

      Die Spochtfunktionäre wollen schicke Büros! Das ist viel wichtiger. Es könnte ja mal der Kanzler zu Besuch kommen …. da braucht man Vorzeigbares!

  5. Realist sagt:

    Wieso wird eine funktionierende Halle abgerissen und dann für viel zu viel Geld wieder aufgebaut? Das Geld wäre in Halles Straßen sinnvoller investiert!

    • Trainingshalle sagt:

      Eigentlich war es ein Wunder, dass die Halle überhaupt noch genutzt werden durfte und nicht gesperrt war.

      Aber meckert ruhig weiter …

    • Emmi sagt:

      @ Realist, diese Halle ist nicht mehr funktionstüchtig. Du warst noch nie in dieser Halle, aber ein Urteil darüber fällen. Da fehlt dir total deine Realität.

    • Frage doch Herrn Wels! sagt:

      Seine Stadtratstruppe (3 Hanseln) finanziert die Halle bestimmt aus der Fraktionskasse!

      So wie der Mann hier auftritt, ist er außerdem der Chefgutachter über die alte Halle gewesen und wird oberster Oberbauleiter bei der neuen! Der Mann wird dir das erklären! Gaaaaanz sicher!

    • 10010110 sagt:

      Die Halle wird abgerissen, weil:

      Die rund 60 Jahre alte, komplett ungedämmte Laufhalle […] weder technisch, energetisch noch sportfachlich dem aktuellen Stand [entspricht].

      Bitte, gern geschehen.

    • Isso sagt:

      Wieso soll alles immer in die Straßen investiert werden? Und scheinbar ist die Halle eben nicht mehr funktionstüchtig. Sagen hier sogar

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