„Bullen-Schikane“ – Polizei-Razzia im Hasi stößt auf Kritik bei Capuze e.V.

Die Polizei hat am Freitag das besetzte Haus in der Hafenstraße 7 durchsucht. Grund war der Verdacht, dass sich hier möglicherweise Diebesgut befindet. Nach dem Diebstahl von drei Fahrrädern auf der Peißnitz ist ein Fährtenhund der Polizei bis zum „Hasi“ gelaufen. „Im weiteren Verlauf holte die Polizei bei einer Richterin eine Anordnung zur Durchsuchung des Hauses ein. Aufgrund dieser Anordnung erfolgte dann auch die Durchsuchung des Hauses“, so die Polizeisprecher. Insgesamt sechs Polizisten haben das Gelände durchsucht, aber nichts Verdächtiges gefunden. Ursprünglich wollte der Staatsschutz das Gelände fotografieren, dagegen haben sich die Hasi-Leute gewehrt.

Die Hasi-Besetzer selbst schreiben bei Twitter von „Bullen Schikanen“. In einer Erkärung heißt es, „Eine konkrete Verdachtsbegründung, warum Täter oder Diebesgut auf dem Gelände der Hasi vermutet werden, wurde darauf reduziert, dass ein Fährtenspurhund angeschlagen hätte.“ Es seien das gesamte Gelände, das Haus und alle sich auf dem Grundstück befindlichen Fahrzeuge kontrolliert. „Hierbei wurden die Fahrräder auch in Kisten und unter Sofas vermutet. Wie zu erwarten, verlief die Durchsuchung ergebnislos und der Verdacht konnte nicht bestätigt werden. Trotzdem wollten die Einsatzkräfte abschließend ein weiteres Mal über das Gelände gehen, um Fotos zu machen. Dies konnte durch Widerspruch von AktivistInnen abgewendet werden.“

Die Anschuldigungen des Fahrraddiebstahles sehe man als vorgeschobenen Grund, um das Gelände und das Haus zu durchsuchen, heißt es in einer Erklärung des Betreiber-Vereins Capuze. „Diese Einschätzung wird durch die Anwesenheit des Staatsschutzes verstärkt. In Anbetracht unserer politischen Lage werten wir diesen Polizeieinsatz als Schikane und Provokation. Wir sind wütend!“

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