Fastenbrech-Gebet zu Eid Al-Fitr / Zuckerfest: Rund 4.500 Teilnehmer im Stadion in Halle-Neustadt – Verschiebung wegen ÖPNV

Der muslimische Fastenmonat Ramadan geht zu Ende. Aus diesem Anlass fand auch in diesem Jahr wieder das Gebet der Gläubigen zu Eid Al-Fitr / Zuckerfest / Fest des Fastenbrechens  (عيد الفطر) im Stadion in Halle-Neustadt statt. Rund 4.500 Personen waren laut Polizei dabei.

Bereits 7 Uhr, also rund anderthalb Stunden vor den geplanten Beginn, haben sich die ersten Gläubigen versammelt. Die Startzeit wurde dann doch noch eine Viertelstunde nach hinten verschoben. Das lag am ÖPNV. Denn in den Morgenstunden am Sonntag fährt nur alle halbe Stunde eine Straßenbahn durch Halle-Neustadt. Die Kapazitäten waren also bei Weitem nicht ausreichend. Aus diesem Grund waren auch Menschenmassen zu Fuß entlang der Magistrale unterwegs.

Im Anschluss wurde noch zu einem Familienfest an das Islamische Kulturcentrum (IKC) am Meeresbrunnen eingeladen. Beispielsweise hatten die muslimischen Pfadfinder von Scout Spirit zahlreiche Spiele aufgebaut. Es gab Hüpfburgen. Und außerdem wurden von den Jugendlichen zahlreiche Leckereien zubereitet wie Grießkuchen und Desserts. Letztere auch mittlerweile „eingedeutscht“, denn es gab eine Variante auch mit Apfelmus, was es so im Ursprungsrezept nicht gibt. Zudem gab es für die Kinder und Jugendlichen kleine Geschenke.

Das Ramadan-Fasten ist eine der fünf Säulen des Islam. In diesem Jahr ging es am 28. Februar los. Von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang sind trinken, essen, rauchen und Sex verboten. Die Fastenvorschrift gilt für alle Muslime ab der Pubertät. Kinder werden von der Gemeinschaft ermutigt, möglichst viele Tage zu fasten.

Gezahlt haben die Muslime den sogenannten Zakāt al-fitr. Diese ist Pflicht für jeden Muslim und wird als Reinigung und Ausgleich für Verfehlungen im Monat Ramadan angesehen. Die Gelder sind für die Unterstützung von Armen vorgesehen.

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27 Antworten

  1. Hallenser sagt:

    Sollte man zu Ostern auch machen, ist ja das christliche Fastenbrechen.

  2. Prost Mahlzeit sagt:

    Id Mubarak!

  3. Ohne Worte sagt:

    Super erklärt…
    Kannst Du das auch beim Osterfest?
    Danke übrigens für die Akzeptanz der Meinungsfreiheit…

  4. Integration pur sagt:

    Die Frauen düfen auch mitmachen – allerdings nur separat und ganz hinten.

  5. Marius sagt:

    Frohes Fest wünsche ich!

  6. Die Ölv 11 sagt:

    Hätten sich doch Sonderbahnen buchen können. Natürlich auf ihre Kosten.

  7. Mitlesende sagt:

    Ist das noch naiver Journalismus oder schon PR? Erzwungene Geschlechtertrennung? Kopftuchzwang? Kein Deutsch? Millionen muslimischer Frauen und Männer, auch in Deutschland, haben zum Glück eine deutlich liberalere Vorstellung vom Islam, als es sich in dieser Versammlung abbildet. Integration sieht anders aus.

    • nicht Mitlesende sagt:

      Wer sagt denn, dass irgendwer zum Kopftuch gezwungen wird ? Und wer sagt, dass keiner deutsch spricht ? Das sind mal wieder pure Behauptungen von Menschen die keine Ahnung haben. Lieber mal außerhalb der Social Media Bubble die Augen aufhalten, dann würde man auch mitbekommen, das Integration rein gar nichts mit dem Glauben zu tun hat. Wenn du kein Kopftuch tragen willst, ist das deine Sache oder wenn du es komisch findest, dass gebetet wird, wie gebetet wird, dann ist es auch ok. Aber sprich niemanden deren freien Willen ab.

      • 10010110 sagt:

        Ich möchte doch arg bezweifeln, dass das Tragen des Kopftuchs der durchschnittlichen islamischen Frauen „freier Wille“ ist (mal davon abgesehen, dass schon das Grundprinzip des „freien Willens“ philosophisch nicht eindeutig belegbar und umstritten ist).

        • ... sagt:

          Das kannst du gern bezweifeln. Allerdings beruht dein Zweifel auf nichts weiter als „Bauchgefühl“, fremdenfeindlichen Vorurteilen und anerzogenem Rassismus. Das ist eindeutig belegbar.

          • 10010110 sagt:

            „Eindeutig belegbar“ aus Quellen, die hohen persönlichen Interpretationsspielraum zulassen? Mir scheint, dein Bauchgefühl hat Überhand genommen.

          • ... sagt:

            Allein aus deinen eigenen(!) Äußerungen hier.

            Fühl, was du willst. Solange du das öffentlich tust, kann man es sehen…

          • 10010110 sagt:

            Ja eben, du hast den hohen persönlichen Interpretationsspielraum unterschlagen, der meinen Äußerungen zuteil werden kann.

          • ... sagt:

            Da gibt es nicht viel zu interpretieren.

      • Matze sagt:

        Zumindest kann man auf den Bildern erkennen, dass es keinen Kopftuchzwang für die Männer gibt. Wäre schön, wenn das aus purer Gleichberechtigung auch den Frauen erlauben würde.

  8. PaulusHallenser sagt:

    Ich wünsche den muslimischen Mitbürgern ein frohes Fest!

  9. Holly sagt:

    Das muss den Menschen sehr, sehr viel bedeuten. Sonst würden sie nicht so lange Märsche bis zum Zielort auf sich nehmen. Und, ich finde es gut.