Ein Flugsaurier für Halle-Neustadt: Stadtrat beschließt neuen Spielplatz am Tulpenbrunnen für 600.000 Euro, Stadträtin vermisst inklusive Spielgeräte

Am Mittwoch hat der hallesche Stadtrat den Neubau eines Spielplatzes am Tulpenbrunnen in Halle-Neustadt einstimmig beschlossen. Mehr als 600.000 Euro investiert die Stadt, 66 Prozent sind Fördermittel des Landes aus dem Programm „Soziale Stadt“.

Stadträtin Sarah Labusga (MitBürger) vermisste aber inklusive und barrierearme Spielgeräte für Kinder mit Behinderungen. Die Stadt hatte zuvor erklärt, es gebe mit dem Drachennest ja schon einen inklusiven Spielplatz in Neustadt. Ein vormals vom Stadtrat gefasster Beschluss sieht einen inklusiven Spielplatz pro Stadtteil vor, und ganz Neustadt gilt als ein Stadtteil. Dieser Beschluss definiere nur eine Untergrenze, betonte Labusga, “bietet also Luft nach oben.” Sie regte deshalb an, doch noch einmal zu prüfen, ob derartige Spielgeräte aufgestellt werden können. Zudem solle die Stadtverwaltung bei ähnlichen Projekten immer an die Inklusion denken.

Die Stadt gestaltet den Spielplatz am Tulpenbrunnen in Neustadt, nahe der Straße „Zur Saaleaue“, komplett neu. Nachdem der Stadtrat am Mittwoch, 28. Januar 2026, dem Vorschlag der Verwaltung zugestimmt hat, soll die Anlage voraussichtlich bis Ende 2026/Anfang 2027 komplett neugestaltet sein. Mehr als 600.000 Euro investiert die Stadt, 66 Prozent sind Fördermittel des Landes aus dem Programm „Soziale Stadt“.

Der Spielplatz am Tulpenbrunnen mit seinem „Flugsaurier“ war bis vor rund zweieinhalb Jahren das Aushängeschild des Wohnquartiers. Doch wegen Pilzbefalls musste die große Kletter-Anlage demontiert werden. Derzeit befinden sich auf dem Spielplatz nur noch zwei Federwipper, ein Drehkarussell und eine Wippe. Mit der Neugestaltung soll der Spielplatz Tulpenbrunnen nun wieder zu einem vollwertigen Quartiersspielplatz mit Spiel- und Bewegungsangeboten erweitert werden.

An der Planung der Anlage hat die Stadt Kinder des benachbarten Hortes „Bunte Welt“ aktiv beteiligt. Demnach ist wieder der Bau einer großen Spiel- und Kletterkombination in Saurierform für Kinder im Alter von etwa 6 bis 12 Jahren als zentrales Element geplant. Auf und am neuen Kletter-„Flugsaurier“ kann dann auch gerutscht werden – die 2,50 Meter hohe Röhrenrutsche der alten Flugsaurier wird wiederverwendet. Integriert sind auch eine Doppelschaukel, Sitze und erkletterbare Ruhebereiche bzw. Podeste. Im Kleinkindbereich werden zudem eine Spielhütte mit Rutsche sowie Kletter- und Sandspielangebote installiert.

Darüber hinaus wird die Spielfläche neben dem Tulpenbrunnen neu strukturiert und durch Umwandlung von Wegeflächen in Pflanzflächen noch grüner. Zur Ausstattung des Spielplatzes gehören künftig zudem elf Bänke, sechs Fahrradbügel und neun Abfallbehälter.

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4 Antworten

  1. Hans-Karl sagt:

    Ich dachte, die Spielgeräte sind auf einem öffentlichen Spielplatz immer inklusive.

  2. Dog sagt:

    Sorry ist der aus Gold? Würde gerne das Angebot sehen, warum man auf den exorbitanten Preis kommt?

  3. otto sagt:

    Wie krank muss man sein, um solche Verschwendung als sinnvoll zu deuten.

  4. Wario sagt:

    Ist das nicht auch die Dame , die sich über die Schulbücher aufregte ?

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