Experten-Kommission schlägt Gaspreisbremse und Preisbremse für Fernwärme vor

Nach rund 35-stündigen Beratungen hat die von der Bundesregierung berufene Experten-Kommission Gas und Wärme ihre Klausur in der Nacht zum Montag beendet.

Die Kommission hat eine Reihe von Empfehlungen an die Bundesregierung erarbeitet und einstimmig verabschiedet.

So sollen Gaskunden in diesem Jahr eine Sonderzahlung erhalten, die in etwa eine Monatrechnung umfasst. Die Zahlung soll im Dezember erfolgen. Im kommenden Jahr soll dann ein zweiter Schritt folgen. 80 Prozent des Vorjahresverbrauchs der privaten Haushalte sowie kleineren und mittleren Unternehmen sollen dann staatlich subventioniert werden, 12 Cent pro Kilowattstunde wind fällig. Darüber hinaus gelten dann die marktüblichen Preise. Nimmt man die Preise des Grundversorgers EVH in Halle (Saale) von 23,39 Cent (brutto), ist somit die Hälfte der Gebühren fällig wie ohne Gaspreisbremse.

Ab Januar soll es für Industrie-Gaskunden für 16 Monate für 70 Prozent des Vorjahresverbrauchs einen Preis von 7 Cent pro Kilowattstunde geben. 

Und auch für Fernwärmekunden gibt es eine Entlastung. Das trifft besonders die Hallenser in den Großwohnsiedlungen. Hier soll eine Wärmepreisbremse kommen, die bei 9,5 Cent pro Kilowattstunde Fernwärme für ein Grundkontingent von 80 Prozent des Vorjahresverbrauchs liegt.

Die Kommission Erdgas und Wärme ist ein unabhängiges Gremium und besetzt mit Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Gewerkschaften, Wissenschaft und Nichtregierungsorganisationen. 

Den Vorsitz der Kommission teilen sich Prof. Dr. Veronika Grimm (Mitglied im Sachverständigenrat der Bundesregierung, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg), Prof. Dr.-Ing. Siegfried Russwurm (Präsident Bundesverband der Deutschen Industrie) und Michael Vassiliadis (Vorsitzender Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie).

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17 Antworten

  1. Kritiker sagt:

    Naja, weshalb kann man bei Privatgaskunden nicht auch das zu versteuernde Einkommen als 2. Parameter hinzufügen?

    Da trifft man zwar auch nicht alle Wohlhabenen in der Selbständigkeit, aber abhängig beschäftigte, gut bezahlte Staatsdiener schon.

    Und bei den Unternehmern gäbe es auch die Möglichkeit, dass Einkommen der letzten berechneten Jahre als Basiszu nehmen.

    Zudem wäre es gut gewesen, Kleinunternernehmen und Handwerker mit nachweislich großem Energiebedarf stärker zu unterstützen.

  2. Klasse sagt:

    Klasse.
    Wer die von unserer glorreichen Regierung propagierten Wärmepumpen nutzt, der ist gekniffen.

  3. Hans Wurst sagt:

    Lustig, alle grünen Deppen, die auf Wärmepumpe als Heizung umgerüstet haben, gucken in die rotgelbgrüne Röhre, weil die mit Strom heizen, der ebenfalls durch die Decke geht, aber ein Strompreisbremse gibts nicht. Tritt in den den Hintern der grünen Wählerschaft. 🤣

    • Hallenser sagt:

      Windrad in Garten, schon passt es wieder.

      Nun seit mal nicht so böse zu den Besserverdiener, welche sich leisten können so ein Ding hinzusetzen.

  4. PaulusHallenser sagt:

    „80 Prozent des Vorjahresverbrauchs der privaten Haushalte sowie kleineren und mittleren Unternehmen sollen dann staatlich subventioniert werden“

    In meinen Augen ist das glatter Diebstahl am Steuerzahler, der das Ganze nämlich finanzieren muss. Statt einer Gaspreisbremse hätte man lieber die Einkommensteuer und die Umsatzsteuer drastisch senken sollen. Davon hätten vor allem jene etwas, die jeden Tag für ihr Einkommen in der Privatwirtschaft arbeiten.

    • PaulusHallenser schwurbelt mal wieder... sagt:

      „Davon hätten vor allem jene etwas, die jeden Tag für ihr Einkommen in der Privatwirtschaft arbeiten.“

      Lass dir doch mal das Wort Privatwirtschaft auf die Stirn tätowieren, das würde dir gut stehen.

  5. Flug sagt:

    Die haben doch einen fürchterlichen Knall. Komplizierter geht’s wohl nicht. Die Franzosen haben ihren Gaspreis für alle eingefroren, jeder bezahlt soviel wie im Oktober 2021. Das war unseren Experten zu teuer. Annett kein russisches Gas mehr haben wollen, dazu waren so fähig. Nun sollten dürre ihren Fehler wiedet gut machen statt dessen so ein Murks. Hoffentlich merken das die Wähler und demonstrieren heftig dagegen. Die denken immer nur ans sparen. Und Habeck tut noch so als würde er das bezahlen

    • Bergamo sagt:

      15 Prozent mehr ist zwar nicht „eingefroren“, aber wer weiß, wie hoch der Gaspreis in Frankreich im Oktober 2021 war, sieht die Sache etwas anders als der durchschnittliche Facebook-Nutzer. Ob Sozialismus die Lösung ist, wird sich so oder so zeigen. Wer sich an den Kurs des frz. Franc gegenüber Dollar und D-Mark erinnern kann, weiß das ungefähr einzuschätzen.

  6. He sagt:

    Ein Scheiß ist das keine Bremse! Einfach nur ein Scheiß! Kommt raus aus euren Häusern und demonstriert dagegen! Wir sind das Volk und lassen uns nicht verarschen