Fahrgast-Ärger mit dem “Movemix”-Shuttle: im halleschen Osten teilweise über Stunden keine Fahrten verfügbar – HAVAG steuert nach

Aktuell steht die Hallesche Verkehrs AG (HAVAG) wegen zahlreicher Verspätungen nach dem Fahrplanwechsel in der Kritik. Doch das sind Luxusprobleme für Bewohner des halleschen Ostens. Denn die wären froh, wenn sie überhaupt mit dem ÖPNV wegkommen. Seit Dezember 2023 fahren Abends ab 20 Uhr keine Linienbusse mehr im Osten von Halle (Saale). Stattdessen sind Reideburg, Dautzsch und Diemitz per Movemix-Shuttle an das ÖPNV-Netz angeschlossen. In der Theorie funktioniert es so, dass man per App oder Telefon das Shuttle zu sich bestellt – ähnlich wie ein Rufbus. Doch in den letzten Wochen gab es vermehrt Ärger damit.

“Zwei Wochenenden in Folge war es nicht möglich, einen Shuttle innerhalb Halle Ost zu buchen. Beschwerden an die Havag gingen raus”, beklagt sich eine Anwohnerin. “Wenigstens stündlich sollte ein Shuttle verfügbar sein,  da ja frühzeitig schon keine Busse mehr nach Reideburg oder zum Dautzsch fahren. Aber wenn keine Möglichkeit für Abonnenten besteht, ist das schon sehr heftig!”

In Tests konnte dieses Problem nachvollzogen werden. Trotz mehrerer unterschiedlicher Zeiten war eine Buchung nicht möglich. Alternativ besteht ja auch die Möglichkeit, ein Shuttle telefonisch zu buchen. Hier wurde erklärt, die nächste Möglichkeit gebe es in zweieinhalb Stunden. Doch während für den halleschen Osten keine Buchungen möglich waren, konnte zeitgleich für das Paulusviertel ein Shuttle gebucht werden.

Die Hallesche Verkehrs AG (HAVAG) erklärt, man freue sich über die zunehmende Beliebtheit, “was vor allem an den Wochenenden in Halle-Ost jedoch in einer geringeren Fahrzeugverfügbarkeit für Spontanbuchungen resultiert.” Man habe aber die Fahrzeugverfügbarkeit durch effizienzsteigernde Anpassungen erhöhen können. “Wir freuen uns, unseren Fahrgästen am Wochenende künftig mehr Fahrzeuge zur Verfügung stellen zu können und hoffen, auf diese Weise wieder mehr Kapazitäten für Spontanbuchungen bereit halten zu können.”

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17 Antworten

  1. theduke sagt:

    Ist die HAVAG besoffen? Die Bürger ärgern sich und im Zitat der HAVAG ist von Freude die Rede. Grundsätzlich verstehe ich immer noch nicht, warum.nicht wenigstens eine Straßenbahn über die Berliner Brücke fährt.

  2. So muss das sein sagt:

    Der Irrglaube ist ja schon einem halbstaarlichem aka kommunalen Unternehmen zuzutrauen kundenfreundlich seinen Job zu machen.
    Ihr Naivlinge, das wird nie passieren. Die würden am Liebsten ganz ohne Kunden einfach so ihre Subventionen kassieren und nichts tun. Oder so tun, als ob die was tun. Auf social Media. Ich glaube, bei der HAVAG arbeiten inzwischen mehr Menschen im Marketing, social Media oder Presesprecher Unwesen als Tram Fahrer.

  3. Rainer Stief sagt:

    Bitte laßt die MOOVEME App. MooveMix ist viel zu kompliziert

    • Moovme bleibt. Alle Fahrkarten auch für Halle können weiter gekauft werden, es muss nur ein neuer „Ticketshop“ in den Einstellungen gewählt werden, also „Busunternehmen im mdv“, „VMS“ oder „DB Regio“ statt HAVAG. Das war‘s, und dann läuft alles weiter wie gewohnt.

  4. Vera sagt:

    Preise steigen stetig weiter aber weniger leisten!
    Irgendwie kennen wir das schon!

  5. Controller sagt:

    Ich würde gerne mal eine Kostengegenüberstellung sehen. Linie 27 im Stundentakt vs. Shuttle. Das kann doch nicht günstiger sein, wenn laufend Fahrgäste unterwegs sind. Dafür gibt es eben Busse.

  6. Halle-Leser sagt:

    “ für Spontanbuchungen “
    Unsinn! Es gab noch NIE die Möglichkeit für Spontanbuchungen.
    Stehst Du an der Haltestelle und der Kumpel mit dem Kastenwagen steht davor, darfst Du nicht einsteigen, wenn Du Dich nicht mindestens 30 Minuten vorher angemeldet hast.

    Davon abgesehen, dass das System eine vollständige Erfassung der Daten, wann wer wohin fährt, ist.

  7. Idee sagt:

    Wenn die Nachfrage so groß ist, könnte man einen Bus fahren lassen.

  8. Robert sagt:

    „steuert nach “ Wie niedlich sich das anhört .

  9. Bahner sagt:

    Mogelmix bleibt auf der Strecke.

  10. Karl sagt:

    Ein Armutszeugnis für die Stadt. Auf der einen Seite immer wieder Baugrundstücke für Ein- und Mehrfamilienhäuser suchen. Auf der anderen Seite ab 20:00 Uhr komplette Stadtteile an der Teilhabe des gesellschaftlichen Lebens in der Innenstadt außer vor lassen. Finde den Fehler hinsichtlich der Attraktivität der Stadt Halle. So ist das Auto wieder deutlich attraktiver um Abends in die Stadt zu gelangen. Gern hätte ich geholfen, die Luftqualität im Stadtgebiet zu verbessern.

    • theduke sagt:

      RICHTIG: Waren am Wochenende mit Familie in der StraBa unterwegs – einmal quer durch Halle und zurück für ca. 16€. Im Auto wäre günstiger und entspannter gewesen. Allerdings wußten wir nicht, ob man vor Ort ausreichend parken kann und wie groß der Stau auf der Hochstraße wird. Zum allen Überfluss hab mich mich auch noch auf einen nassen Sitz in der neuen TINA-Bahn gesetzt. Stank irgendwie nach P… Vielleicht hat es ein Kind oder wer auch immer nicht mehr geschafft. StraBa-Fahren ist also teuer und eklig. Bei letzten Mal kam die Bahn erst deutlich verspätet.

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