Fast 80.000 Falschparker bringen 4,2 Millionen Euro für die Stadtkasse in Halle (Saale)
Falschparken hat der Stadt Halle (Saale) im vergangenen Jahr erhebliche Einnahmen beschert. Wie aus Zahlen der Stadtverwaltung hervorgeht, wurden insgesamt 79.753 Autofahrerinnen und Autofahrer wegen falsch abgestellter Fahrzeuge abgemahnt. Die daraus resultierenden Verwarn- und Bußgelder spülten rund 4,2 Millionen Euro in die Stadtkasse.
Damit ist die Zahl der ausgestellten Knöllchen im Vergleich zu den Vorjahren leicht gestiegen. Gründe dafür sind unter anderem eine intensivere Kontrolle des ruhenden Verkehrs sowie eine hohe Auslastung der Parkflächen, insbesondere in der Innenstadt und in stark frequentierten Wohngebieten. Falsch geparkte Fahrzeuge behinderten häufig den Verkehrsfluss, blockierten Geh- und Radwege oder erschwerten Rettungskräften den Zugang. Oft wird auch die Weiterfahrt der Straßenbahn blockiert.
Gleichzeitig sorgen die Zahlen immer wieder für Diskussionen. Kritiker werfen der Stadt vor, mit einer zu strengen Parkraumüberwachung vor allem Autofahrer zur Kasse zu bitten. Die Verwaltung hält dagegen: Wer sich an die geltenden Regeln halte, habe auch nichts zu befürchten.









Man muss nur die letzten paar Artikelbilder durchgehen und sieht schon diverse Gehwegparker.
Es ist halt viel zu billig und die Kontrolldichte zu niedrig.
Das reicht noch lange nicht. Erforderlich sind mindestens 100 Liegestütze pro Verstoß und die Anfertigung eines 50-seitigen Besinnungsaufsatzes zum Thema: Wie benutze ich mein Gehirn im Straßenverkehr.
Sehe ich auch so. In der Nähe vom Steinweg, parken Nachts immer Autos in Feuerwehreinfahrt, früh noch schnell das Kind zur Kita gebracht, wird auf dem Rasen geparkt. Es wird falsch abgebogen in die Einbahnstraße. Die Stadt könnte hier noch vielmehr Geld verdienen.
Das Johannesviertel-Parkkonzept war auch nur eine Zeitlang ein „heisses“ Thema. Was wurde da alles angedacht und letztendlich umgesetzt? Das OA fährt hier immer noch durch auf dem Weg zum Bäcker und die Falschparker interessieren nicht – man müsste ja dazu aussteigen. Selbst wenn beim Henning welche im Halteverbot stehen, ist das eigene Brötchen wichtiger, als ein Ticket auszustellen.
Mehr, viel mehr, Kontrollen. Jeder zusätzliche Kontrolleur, spielt sein Gehalt in wenigen Tagen wieder ein.
Das lässt sich ausrechnen.
Parken auf dem Radweg bringt 83,50 €, mit Behinderung sogar fast 100 €.
Es wäre gut, wenn Anwohner Falschparker nur mit Beweisfotos melden dürfen. Bedeutet, dass Falschparker auch das Beweisfotos gleich sehen. Erspart viel Ärger. Gerade wenn andere Personen angeschrieben werden und sich dann rechtfertigen müssen, dass sie nicht der Falschparker waren.
Ein oft unterschätztes Problem sind zugeparkte abgesenkte Fußwege für Rollstuhlfahrer etc. Wer einmal mit dem Rollstuhl in der Stadt unterwegs war, kennt das Problem zur Genüge. Vielleicht sollte zur Fahrschule auch ein Rolli-Spaziergang gehören, um dem Thema etwas Aufmerksamkeit zu widmen.
Sollte die Stadt mal wirklich ernsthaft Falschparker kontrollieren, wären die Einnahmen (leider) um ein Vielfaches höher. Derzeit besteht ja eh kaum Gefahr, erwischt zu werden.