Fremdgesteuert durch Algorithmen? Auch in Sachsen-Anhalt probt man den „Digital Independence Day“

Schluss mit dem Unbehagen über künstliche Intelligenz: Die Evangelische Akademie und der Offene Kanal Merseburg laden zum Befreiungsschlag aus der digitalen Abhängigkeit. Statt Angst vor KI gibt es konkrete „Wechselrezepte“ gegen die Macht von Big Tech.

Künstliche Intelligenz schreibt unsere Mails, kuratiert unsere Nachrichten und dringt immer tiefer in die Privatsphäre ein. Viele spüren dabei ein diffuses Unbehagen: Werden wir überwacht? Manipuliert? Doch das Problem ist nicht die Technologie an sich – das Problem ist, wer sie betreibt und steuert. Am Sonntag, den 1. März lädt die Evangelische Akademie Sachsen-Anhalt gemeinsam mit dem Offenen Kanal Merseburg-Querfurt dazu ein, sich die Kontrolle zurückzuholen. Im Rahmen der deutschlandweiten Bewegung des „Digital Independence Day“ zeigt die Veranstaltung, dass wir ChatGPT & Co. nicht ausgeliefert sind.

Raus aus der Black Box, rein in die Selbstbestimmung
„Die entscheidenden Fragen werden oft vergessen: Mit welchen Interessen wird KI vermarktet? Und welche Alternativen gibt es zu den Modellen aus dem Silicon Valley?“, heißt es in der Ankündigung. 

Je tiefer die Tech-Giganten KI in unsere Browser und Systeme integrieren, desto mehr wächst der Bedarf nach transparenten Lösungen.

Genau hier setzt der Impuls der Veranstaltungsleiterin Nele Hirsch von eBildungslabor.de an:

* Technik entmystifizieren:
Was passiert wirklich „unter der Haube“?

*   Machtverhältnisse verstehen:
Warum lokale KI und Open Source entscheidend für Bildung und Demokratie sind.

*  Alternativen nutzen:
Es gibt längst leistungsfähige, „gemeinwohlorientierte“ KIs, die lokal auf dem eigenen Gerät laufen können und die ohne Cloud-Zwang funktionieren.

Ein „Kochkurs“ für digitale Freiheit

Die Veranstaltung ist kein trockener Vortrag, sondern ein praktisches Labor. Analog zu „Kochrezepten“ erhalten Teilnehmende einfache Anleitungen und Wechselrezepte, um Schritt für Schritt von abhängigen Plattformen zu freien Alternativen zu kommen.

„Wir holen uns Stück für Stück unsere digitale Freiheit zurück. Und das geht am besten gemeinsam“, so die Organisatoren. Eingeladen sind alle, vom skeptischen Einsteiger bis zum Admin, der offene KI in seiner Organisation implementieren will.

Termin

*   Was: Digital Independence Day – Offene KI für alle
*   Wann: Sonntag, 1. März, 10:00 Uhr bis 14:00 Uhr
*   Wo: Klaustor Coworking, Mansfelder Str. 1, Halle
*   Kosten: Eintritt frei.
*   Mitbringen: Smartphone, Tablet oder Laptop zum direkten Ausprobieren.

Anmeldung unter: klaustor-coworking.de/events

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10 Kommentare

  1. Verzerrer sagt:

    Digitale Unabhängigkeit stell ich mir anders vor!
    Einfach Rechner, Laptop oder Smartphone aus!

  2. A.W. sagt:

    Soory, meiner Meinung nach ziemlicher Quatsch. Gerade im kommerziellen Bereich hat Open Source extrem viele Nachteile, angefangen bei fehlenden garantierten Support, fehlender Gewährleistung oder Haftung sowie Sicherheitsrisiken durch Transparenz.
    Und mit digitaler Freiheit hat diese ganze Veranstaltung ja nun sowieso absolut überhaupt nichts zu tun.

    • Lubob sagt:

      Soso, Open Source ist riskant und Quatsch.
      Wie erklärt sich dann dieses Beispiel?

      Webserver: Über 96 % der Top-1-Million-Webserver laufen auf Linux.

      Cloud-Infrastruktur: Linux betreibt über 90 % der öffentlichen Cloud-Workloads.

      Supercomputer: 100 % der 500 schnellsten Supercomputer der Welt nutzen Linux.

      Unternehmensserver: Im Jahr 2026 wird erwartet, dass Linux einen Anteil von über 63 % am Server-Betriebssystemmarkt hält.

      • eingeloggt sagt:

        Nutzer „A.W.“ hat noch weniger Ahnung von IT als Nutzer „Alt-Dölauer“ (aka „Luft nach oben“ u.a.). Und der hat schon wenig, will aber sogar IT-Unternehmer sein…

    • 10010110 sagt:

      Gerade im kommerziellen Bereich hat Open Source extrem viele Nachteile, angefangen bei fehlenden garantierten Support, fehlender Gewährleistung oder Haftung […]

      Das ist ja mal totaler Quatsch. Was „garantierten Support“ angeht, so braucht es nur eine IT-Firma, die sich auf die Verwaltung von Open-Source-Software spezialisiert, dann gibt es auch garantierten Support. Schonmal von Redhat (Enterprise) Linux gehört? Wenn man es richtig macht, dann gibt es da auch keine Nachteile gegenüber Microsoft oder Apple.

    • Hallo sagt:

      Dem ist nichts hinzuzufügen.

  3. bob sagt:

    Als Open Source-Verfechter, Linux-Nutzer und KI-Ausprobierer muss ich bisher sagen, dass lokale KIs gegen die gehosteten eierlegenden Wollmilch-KIs (leider!) nicht anstinken können. Für einzelne, spezialisierte Aufgaben sind sie manchmal nützlich, aber bei der Länge der Kontextfenster, der Token-Geschwindigkeit und der Qualität der Antworten stehen sie weit hintenan. Zudem erfordern lokale KIs Know-How und Ressourcen — hardwaretechnisch wie auch energetisch –, die nur eine verschwindend geringe Anzahl an Leuten zu Hause aufbringen können und wollen.

  4. Altmeier sagt:

    Wer dort war kann mitreden, alle anderen Nichtwisser oder Schlaumeier wünsche ich viel Erfahrung.
    Wer es noch nicht begriffen hat und immer noch den Amerikanern hinterher läuft, der wird es schon noch merken.
    Weniger ist mehr.

    • Hallo sagt:

      Was für eine tolle, nicht ganz neue, Argumentation. Ihr habt keine Ahnung und ich habe Recht und nur meine Meinung ist die Wahrheit. Warum kommt mir das so bekannt vor. Nun müssen sie nur noch versichern, daß für das Gute sind. Dann brauchen sie keine anderen Argumente.
      Das Leben kann so einfach sein.

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