Gewalt gegen Ausländer: Razzia gegen 9 Beschuldigte eines mutmaßlichen Neonazi-Netzwerks in Sachsen-Anhalt – 4 Wohnungen in Halle durchsucht

In einer konzertierten Aktion hat die Polizei in Sachsen-Anhalt am Mittwochmorgen neun Objekte durchsucht, darunter vier Wohnungen in Halle (Saale). Die Razzien richteten sich gegen ein mutmaßlich rechtsextremes und gewaltbereites Netzwerk. Insgesamt stehen neun Personen unter Verdacht, darunter auch Jugendliche, ausländische Mitbürger angegriffen und verfassungswidrige Symbole verwendet zu haben.

Laut Angaben der Staatsanwaltschaft Halle wurden bei den Durchsuchungen elektronische Speichermedien sichergestellt, die nun ausgewertet werden sollen. Ziel sei es, mögliche Verbindungen zwischen den Tatverdächtigen aufzudecken und die Vorwürfe weiter aufzuklären.

Staatsanwalt Dennis Cernota erklärte, dass „aus ermittlungstaktischen Gründen insgesamt neun Durchsuchungsbeschlüsse, die das Amtsgericht Halle (Saale) auf Antrag der Staatsanwaltschaft Halle in vier unterschiedlichen Verfahren erlassen hatte, zeitgleich vollstreckt worden“ seien.

Die Maßnahmen fanden in sieben Wohnungen in Aschersleben, Zeitz und Teutschenthal sowie vier Mal in Halle statt, darunter Seebener Straße und August-Bebel-Straße. Festnahmen gab es bislang nicht.

Die Ermittlungen richten sich gegen neun Beschuldigte – darunter vier Heranwachsende und ein Jugendlicher. Ihnen werden zum Teil gemeinschaftlich begangene Straftaten vorgeworfen. Im Fokus stehen Gewalttaten gegen ausländische Mitbürger sowie die Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen – ein deutlicher Hinweis auf eine rechtsextreme Motivation.

Die Ermittler gehen derzeit Hinweisen auf eine organisierte Struktur nach, die sich möglicherweise über mehrere Städte hinweg erstreckt. Eine genaue Einschätzung der Gefährdungslage oder möglicher weiterer Täter steht noch aus.

Die Behörden betonen, dass es sich um ein laufendes Verfahren handelt und weitere Maßnahmen nicht ausgeschlossen seien.

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16 Antworten

  1. dududu sagt:

    9 Einzelfälle

    krass

  2. Lieber Aal sagt:

    Deswegen hört man nichts vom „Liberalen“. Sein Rechner ist weg und damit auch alle seine Lagerpläne.

    • Ich hoffe doch nicht! Da sind die Absprachen zwischen ihm und mir drauf, wie wir die f.d.p weiter durch den Kakao ziehen!

      • Horch und Guck sagt:

        „Ich hoffe doch nicht! Da sind die Absprachen zwischen ihm und mir drauf, wie wir die f.d.p weiter durch den Kakao ziehen!“

        Ich lach mich schlapp.

      • Erich Mielke sagt:

        Du kannst eine Kopie bei mir kaufen!

      • WIE JETZT? Mein Kumpel „Liberaler“ ist tot? Das schockt mich jetzt aber zutiefst. Deshalb hat er sich gestern nicht mehr gemeldet.

        Das ist sehr, sehr traurig, wir hatten noch viel vor. Er möge in Frieden ruhen.

        (Wie ist es denn passiert? Aber ich will nicht pietätlos sein.)

  3. SpeQlant sagt:

    „August-Bebel-Straße“
    Das könnte die „Rechten“ am Bebelplatz erklären und eventuell die Schüsse auf die Fahrraddemo!

  4. 10010110 sagt:

    Nazis im Bebelviertel?

    NEIN – doch – oooh! 😮

  5. Halts voll sagt:

    Ist die Sache gerichtlich erwiesen?