Gewalt gegen Frauen: Sachsen-Anhalt mit Hilfsangeboten für Betroffene in mehreren Sprachen

Jede dritte Frau hat in ihrem Leben geschlechtsbezogene Gewalt erlebt: ob in der Ehe und Partnerschaft, durch sexuelle Übergriffe, Vergewaltigung, Stalking oder Gewalt im Namen der Ehre.

„Mit dem neuen mehrsprachigen Flyer wollen wir mehr betroffene Frauen erreichen und ihnen Unterstützung zum Schutz vor Gewalt anbieten“, sagt Gleichstellungsministerin Petra Grimm-Benne.

Der neu aufgelegte Flyer steht neben der deutschen Sprache in sieben weiteren Sprachen (englisch, französisch, polnisch, ukrainisch, russisch, arabisch und persisch) zur Verfügung. Er enthält Tipps und wichtige Kontakte zu den kostenfreien Hilfsangeboten für gewaltbetroffene Frauen. Sachsen-Anhalt hat die Mittel für das Hilfesystem für Frauen und Kinder erst im vergangenen Jahr um über eine Million Euro auf 5,17 Millionen Euro erhöht. Gefördert wird auch ein Sprachmittlungspool im Hilfe- und Unterstützungssystem, um gewaltbetroffenen Frauen unabhängig von ihrer Herkunft oder Sprache niedrigschwellige Angebote zum Gewaltschutz unterbreiten zu können.  

Sachsen-Anhalts Gleichstellungsministerin Petra Grimm-Benne betont: „Frauen brauchen unfassbaren Mut im Kampf gegen geschlechtsbezogene Gewalt. Mit dem Flyer wollen wir die Hürde auf dem Weg zu professioneller Beratung senken. Die Botschaft ist klar: Wir stehen solidarisch an der Seite der Betroffenen, die Hilfe brauchen, um sich und ihre Kinder vor Gewalt zu schützen.“

2021 wurden in Deutschland über 140.000 Opfer von Partnerschaftsgewalt polizeilich erfasst, davon 80 Prozent Frauen. In Sachsen-Anhalt sind die Opferzahlen in den letzten vier Jahren sogar um sieben Prozent gestiegen.

Der Flyer kann in allen Sprachversionen unter https://ms.sachsen-anhalt.de/themen/arbeit/dokumentenbibliothek kostenfrei abgerufen werden. Die gedruckte Fassung wird über die Akteure der Integrations- und Gleichstellungsarbeit im ganzen Land verteilt. In der Anlage befindet sich die deutsche Version des Flyers.

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17 Antworten

  1. 10010110 sagt:

    Auch das ist eine Form, das Sozialsystem zu „belasten“.

  2. ... sagt:

    „… sieben weiteren Sprachen (englisch, französisch, polnisch, ukrainisch, russisch, arabisch und persisch) zur Verfügung. Er enthält Tipps und wichtige Kontakte zu den kostenfreien Hilfsangeboten für gewaltbetroffene Frauen.“

    Kann man nur hoffen, dass auch in den Beratungsstellen das Personal sieben weitere Sprachen beherrscht.

  3. Deutschland ist wieder Kriegspartei sagt:

    „… im Namen der Ehre.“

    Open border hat sich also gelohnt?

    • was soll's... sagt:

      Für die meisten schon. Eigentlich für so ziemlich alle. Du wirst natürlich nicht zugeben, dass du auch mehr Vor- als Nachteile dadurch hast, aber du hast es ja auch nicht so mit der Wahrheit.

      • Stasibeobachter sagt:

        Das du gerade als Guter schwurbelst, aber was solls.

        Die Nachteile sind die gestiegene Gewalt und Kriminalität wie in dem vorteilhaften Flyer zu entnehmen.

        • was soll's... sagt:

          Die Gewalt ist, wie auch die Kriminalität insgesamt, seit 2007 beständig gesunken.

          Kannst du aufstampfen und Schippe ziehen.

          • Dir ist alles egal sagt:

            Die beiden Messeropfer von heute können nicht mehr aufstampfen und Schippe ziehen.

          • mir auch sagt:

            So mitfühlend warst du bei zigtausenden Corona-Toten komischerweise nicht.

          • @Troll sagt:

            Du auch nicht. Die Kinder im Jemen oder die weibliche Bevölkerung Afghanistans geht dir ebenfalls am Allerwertesten vorbei. Hat zwar alles nichts mit dem Thema zu tun, aber du wolltest es so.

          • @Rollerjule sagt:

            Also sind dir zwei Messeropfer wichtiger als zigtausende Tote in Deutschland. die Kinder im Jemen und die Frauen in Afghanistan. Oder heuchelst du dein Mitgefühl für die etwa nur, weil du wegen deinen gesundheitlichen Einschränkungen dauerhaft frustriert bist?

          • Judit Laus sagt:

            @@rollerjule

            Kein Opfer darf sein. Als 0 Morde, Vergewaltigungen und Körperverletzungen.

            Keine Ahnung, was dein Problem ist. Lass dir helfen, geh zum Arzt. Die Kosten werden von uns Allen getragen.

            Wir tragen auch alle die Kosten der Messertäter. Meist wieder mit Toten.
            Die Guten sind aus Afghanistan (blitzartig) abgezogen.
            Gerne kannst du den Flyer auch im Jemen auslegen.

            „… weibliche Bevölkerung Afghanistans …“
            Du meinst, afghanische Jungs und Männer werden nicht getötet, gequält, vergewaltigt und missbraucht?

            Geh mal an die frische Luft. Noch geht das in Dummland. Vergiss deine Maske aber nicht.

      • ich2 sagt:

        für die meisten zugezogenen – für die urbevölkerung hat sich alles verschlechtert

        • 1, 2, 3, 4 - Sozialstaat sagt:

          Nein, hat es nicht. Die, die am lautesten jammern, haben in den letzten 30 Jahren am wenigsten geleistet, sind aber auch in der absoluten Minderheit.

          Einfach nicht warten, bis man ganz unten ist. Aber selbst da muss niemand hungern oder frieren oder Flaschen sammeln oder klauen.