Gewerbegebiet Tornau zu den Akten gelegt – Entwicklung würden 100 Mio Euro kosten

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15 Antworten

  1. Feldberater sagt:

    Nur weil gerade kein Geld vorhanden ist… Ob es überhaupt angebracht ist, immer weiter und weiter wertvolle Ackerflächen zu versiegeln (von vielen anderen Gründen mal abgesehen), wäre ein vernünftiger Gedankenansatz. Dazu ist man in Halle offenbar derzeit nicht in der Lage.
    Für ein paar prekäre Arbeitsplätze versaut man sich nicht die Landschaft und entzieht sich nicht auf lange Sicht die Nahrungsgrundlage. Der Klimawandel macht auch um Halle keinen Bogen, weniger Regen=weniger Ertrag. Wem die letzten Jahre nicht die Augen geöffnet haben, dem ist nicht mehr zu helfen.

  2. mirror sagt:

    Ohne Fördermittel vom Land geht in dieser Stadt nichts.

    Die Zahlen sind schon eigenartig: Erschließungskosten Starpark – ca 330.000€/ha; Erschließungskosten Tornau – ca 90.000 €/ha.

    Jetzt hat man das Kind so schön gerechnet und wird trotzdem nichts.

    • HansimGlueck sagt:

      Da hast du doch schon die Exit-Strategie aus dem Texit erkannt. Irgendwann wird etwas Geld zum Planen da sein, vielleicht übernimmt es ein Investor oder hat das nicht irgendwas mit Kohle zu tun. Daher lieber erst mal weiter niedrig rangehen.

      • mirror sagt:

        Mit einem privaten Investor wird es wohl nichts werden. Kein vernünftiger Unternehmer steckt 90€/qm in eine Fläche um 17€/qm bei Verkauf zu erlösen. Soche Geschäfte machen eigentlich nur unsere Manager im Konzern Stadt. Das Risiko für diese Kamikaze-Aktionen trägt schließlich der Steuerzahler.

    • Mathematiker sagt:

      Kleine Rechenaufgabe: Wieviel Hartzer kann man für wie lange für 100 Millionen Euro finanzieren? Geben wir die 100 Mill. lieber für Hartzer aus als für Billigjobs+Landschaftsversiegelung.

      • 10010110 sagt:

        Wenn wir mal mit 1000€ Fixkosten pro Monat pro Person zum Leben rechnen und der Einfachheit halber Inflation und wirtschaftliche Schwankungen außen vor lassen, dann könnte ein Mensch mit einer Million Euro ca. 83 Jahre lang klarkommen. Das heißt, man könnte mit 100 Millionen Euro 100 Hartzer ihr ganzes Leben lang durchbringen.

        Beim Cum-Ex-Skandal sind dem deutschen Staat übrigens 31,8 Milliarden Euro Einnahmen entgangen.

  3. Sascha sagt:

    Sehr schön. 🙂

  4. farbspektrum sagt:

    Eine kluge Entscheidung, schließlich wird das Thema in unverantwortlicher Weise für den Wahlkampf missbraucht.

    • HansimGlueck sagt:

      Du meinst, die Entscheidung gab es so nur, um das Thema im Wahlkampf zu missbrauchen?
      Wäre es dann nicht klüger, nicht das Geld vorzuschieben, sondern Sachargumente zu gebrauchen? Dass das Erschließen eines Industriegebietes Geld kosten wird, wusste man auch schon, als man die Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben hat.

      • farbspektrum sagt:

        Du bist aber vergesslich. Erinnerst du dich nicht an den Politikeraufmarsch zur Versammlung? Wo gemeinsam mit den Idyllenbewahrern gebarmt wurde. Ich habe sogar das Ergebnis vorausgesagt. Du hast übrigens das Ergebnis der Prüfung falsch vorausgesagt.(„Wer erwartet denn ernsthaft ein von der früheren Aussage abweichendes Ergebnis?“)
        In unverantwortlicher Weise wurde wieder einmal die wirtschaftliche Entwicklung von Halle blockiert.

        • HansimGlueck sagt:

          Ach du Träumer, es ist doch noch nicht aller Tage Abend. Dem OB zuckt es doch sicherlich im Schlaf, so gegen seine Überzeugung zu handeln. Irgendwann ist ein Wahlkampf auch vorbei und es werden wieder andere Denkmäler in die Landschaft gesetzt. Er brauch doch die Tornauer nur, um gewählt zu werden, für was denn sonst noch.

  5. Clara sagt:

    Ich freue mich auch, dass unsere Heimat erhalten bleibt.

  6. Fuchs sagt:

    Verantwortungsvolle, weitblickende Politik bedeutet: an die Zukunft denken. Dazu gehören nicht nur Idyllen sondern auch zukunftsfähige Arbeitsplätze. Wo sollen die entstehen?

    In Halle langfristig Arbeit zu schaffen, bedeutet, dass man langfristig plant, auch Gewerbegebiete, und diese Planungen dann auch umsetzt, im Interesse der Gemeinschaft – ggf. mit Kompromissen, wenn Partialinteressen betroffen sein sollten.

    • FrankM sagt:

      Genau! Zukunftsfähige Arbeitsplätze entstehen nicht in der Logistik, denn diese werden in den nächsten 10 Jahren durch Automatisation wegrationalisiert (zumindest wenn man den Wissenschaftlern, die darüber Studien erstellen, Glauben schenkt). Außerdem sind schon jetzt tausende Logistikarbeitsplätze in Halle/Leipzig unbesetzt, weil keiner zu Niedriglöhnen Nachtschichten schieben will (https://www.mdr.de/nachrichten/wirtschaft/regional/logistik-branche-leipzig-halle-arbeitsplaetze-100.html).
      Langfristig Arbeit zu schaffen ist ohne Frage schwierig. Die Millionen Euros sollten aber nicht in Branchen fließen, wo Arbeitsplätze abgebaut werden, sondern wo Arbeitsplätze entstehen (oder zumindest erhalten beleiben). Im Spiegel und Focus gibt es dazu regelmäßig gute Artikel von Experten zu diesem Thema. Einfach mal Google fragen…
      Und am besten auch mal gleich „Warum Studenten nicht in Sachsen Anhalt bleiben“ googeln…

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