Großer Kita- und Hort-Streik am Donnerstagnachmittag in Halle (Saale)

Am kommenden Donnerstag, 7. April, ruft die Gewerkschaft ver.di die Mitarbeiter der Kitas und Horte des Eigenbetriebs Kita in Halle (Saale) zu einem halbtägigen Warnstreik auf. Los geht es ab 12 Uhr.

ver.di fordert in den Tarifverhandlungen eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen, Maßnahmen gegen Fachkräftemangel und die finanzielle Anerkennung der Arbeit der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst. In Fragen der Entlastung und der Verbesserung der Arbeitsbedingungen sowie für die Aufwertung der Berufe seien nicht einmal Ansätze für Kompromisslinien gefunden worden, kritisiert die Gewerkschaft die gescheiterte Verhandlungsrunde. Die kommunalen Arbeitgeber hätten ein konkretes Angebot verweigert.

Neben dem Signal an die Arbeitgeberseite, geht es den Beschäftigten auch um ein klares Signal an die Politik. Dazu wurde eine Podiumsdiskussion im Capitol organisiert, bei der die Beschäftigten mit Vertreter*innen der Landes- und Kommunalpolitik ins Gespräch kommen werden. Als Teilnehmer*innen werden ab 14 Uhr für ver.di Angelika Kelsch (Bundestarifkommission) und Dr. Elke Alsago (Bundesfachgruppenleiterin, Referentin für Fach- und Berufspolitik Soziale Arbeit, Schwerpunkt Kita). Aus der Kommunal- und Landespolitik nehmen Dennis Hellmich (Stadtrat in Halle, Co-Landesvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen), Andreas Silbersack (MdL, Fraktionsvorsitzender FDP), Monika Hohmann (MdL, Die Linke) und Kay Senius (Stadtrat, SPD) im Podium Platz. Die Rückmeldung aus der CDU steht zum aktuellen Zeitpunkt noch aus.

„Die Politik muss endlich verstehen, welchen Belastungen die Beschäftigten im gesamten Sozial- und Erziehungsdienst seit Jahren ausgesetzt sind; dass Ausbildung immer noch viel zu unattraktiv gestaltet wird, um dem Fachkräftemangel wirksam entgegen zu treten und frühkindliche Bildung, Behindertenbetreuung und Co. nicht zum Nulltarif zu haben sind. Hier müssen alle Akteure gemeinsam handeln, auf allen Ebenen!“ kommentiert Johannes Mielke, zuständiger Gewerkschaftssekretär, die aktuelle Situation. Darum sei der Austausch zwischen Politik und Beschäftigten dringend geboten. Er ergänzt dazu: „Die Beschäftigten im Bereich SuE haben uns beim letzten Warnstreik am 08. März deutlich vermittelt, sie wollen mit der Politik reden. Dem kommen wir nun mit der Podiumsdiskussion nach.“ 

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Keine Antworten

  1. Werner sagt:

    Das wertvollste was eine Gesellschaft besitzt

    sind die Kinder

    Wenn für sie keine Mittel bereitliegen ist es eine

    Bankrotterklärung für die gesamte Gesellschaft

    Bestes Beispiel die „geistigumnachtete“ Regierungsriege

    bei denen in der Kindererziehung und Bildung

    sehr große Defizite sich jetzt bemerkbar machen

    • Bankmann sagt:

      Das wertvollste ist Kohle!

    • Franz2 sagt:

      Die Defizite liegen in der Familie oder schiebt man die Verantwortung jetzt woanders hin ?

      • BR sagt:

        @Franz2

        Du hast doch echt nix mitgekriegt in den letzten zwei Jahren!! Grundsätzlich liegt es in den Familien . Aber die Familien waren verfuckterweise abhängig von den Entscheidungen, von irgendwelchen Möchtegerns in dieser Republik. Danke, für diese Fürsorge, die es so noch nie gegeben hat, Danke, für die Schäden, die ihr hinterlassen habt, an den Kleinen, die keine Bezugspersonen ohne Maske hatten, die Mütter, die keinen Bezug hatten, zu den Betreuenden und bis heute nicht wissen, wie es in den Einrichtungen aussieht.