Grünes Band: SV Halle-Schwimmer werden für Talentförderung ausgezeichnet


Am Mittwoch wurden acht Klubs aus der Region mit dem „Grünen Band für vorbildliche Talentförderung im Verein“ ausgezeichnet. Unter den Ausgezeichneten ist auch die Schwimmabteilung des SV Halle, zugleich Bundesstützpunkt und Landesleistungszentrum.

Der Standort Halle besteche durch seine Strukturen, heißt es zur Begründung. 344 Kinder und Jugendliche schwammen zum Bewerbungszeitpunkt beim Sportverein Halle und holten in den letzten drei Jahren mehr als 120 Podestplätze bei den Deutschen Jugend-Meisterschaften. Die Toptalente des Vereins erschwammen im Januar 2017 zudem den Titel bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften in der B-Jugend.

Eine fünfköpfige Jury der Initiative nahm auch diesmal wieder sowohl die sportlichen Erfolge als auch die sozialen Aktivitäten der Bewerber unter die Lupe. Die Verantwortlichen des Vorzeigeprojekts deutscher Sportförderung achten auf mehrdimensionale Konzepte, Nachhaltigkeit und soziale Kompetenz. Uwe Hellmann, Leiter Brand Management der Commerzbank und Jury-Mitglied erklärt: „Das `Grüne Band´ vereint die beiden Schwerpunkte unseres gesellschaftlichen Engagements – Sport und Bildung. Im Zuge dessen findet eine aus unserer Sicht essenzielle Wertevermittlung statt. Wenn ein Jugendlicher in einem Verein neben der sportlichen Leistung soziale Kompetenz und Fairness erlernt, kann er diese Fähigkeiten später in alle anderen Bereiche des Lebens – und eben auch in den Beruf – transferieren. Der Wert des Vereinssports lässt sich also auch weit über seine Grenzen hinaus bemessen.“

Im Jahr eins nach dem großen Geburtstag hat das „Grüne Band“ nichts von seiner Aussage- und Strahlkraft eingebüßt. „Das Jubiläum zum 30-jährigen Bestehen unserer Initiative im vergangenen Jahr war ein besonderes Highlight, aber letztlich nur ein Meilenstein auf dem gemeinsamen Weg – das hat die Qualität der diesjährigen Bewerbungen gezeigt, wie mir die Jury berichtete“, sagt Stephan Abel, DOSB-Vizepräsident Wirtschaft und Finanzen. „Viele Vereine, nicht nur die 50 Gewinner 2017, haben sehr gute und in sich schlüssige Bewerbungen eingereicht. Die Kriterien sind sehr praxisbezogen – sie reichen von der Förderung junger Talente und der Trainersituation über den Kampf gegen Doping bis zur Integration von sozial schwachen oder benachteiligten Kindern. Die ausgezeichneten Vereine setzen Maßstäbe für die kommenden Bewerber“.