HAVAG mit Notfahrplan zufrieden: mehr Fahrer als erwartet einsatzbereit, Kunden zeigen Wertschätzung

Noch bis zum Montagmorgen findet der Streik der Gewerkschaft ver.di bei der Halleschen Verkehrs AG (HAVAG) statt. Das Unternehmen reagierte darauf mit einem Notfahrplan. Zwar hat es am Freitagmorgen einige Verzögerungen und Ausfälle gegeben – die Gewerkschaft dürfen jedes einzelne Fahrzeug bis zu einer Viertelstunde blockieren – doch im Laufe des Tages lief dann, abgesehen von Störungen wie Polizei- und Feuerwehreinsätzen. der Verkehr stabil.

„Die HAVAG freut sich, dass es unter Mitwirkung vieler engagierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gelungen ist, den Fahrgästen in Halle (Saale) und im Saalekreis trotz des Streiks einen verlässlichen Ersatzfahrplan anzubieten“, sagt HAVAG-Chef Vinzenz Schwarz. „Dieses Angebot sowie die Öffnung des Service-Centers Rolltreppe wurden von den Hallenserinnen und Hallensern sowie den Gästen der Stadt mit einer sehr großen Dankbarkeit angenommen. Die Arbeit der HAVAG hat hier noch einmal eine ganz besondere Wertschätzung erfahren.“

Sein Fazit ist, dass „der Ersatzverkehr insgesamt gut funktioniert und die Situation konnte stabil bewältigt werden“, so Schwarz. Weil mehr Fahrer als erwartet dienstbereit wahren, konnte am Freitag die Buslinie 26 im Halbstundentakt in Betrieb genommen werden. Zudem fuhr eine zusätzliche Straßenbahn zwischen Neustadt und Marktplatz.

Bis Sonntag, 22. März 2026 gilt aufgrund des Streiks ein Ersatzfahrplan für die Hallesche Verkehrs-AG (HAVAG) in der Zeit von 5 Uhr bis 20 Uhr.

Straßenbahn:
Linie 1 Südstadt – Wörmlitz – Rannischer Platz – Franckeplatz – Marktplatz – Am Steintor – Gertraudenfriedhof und zurück
Linie 3 Beesen – Südstadt – Vogelweide – Rannischer Platz – Franckeplatz – Marktplatz – Reileck – Trotha und zurück
Linie 5 Bereich Halle Kröllwitz – Heide – Rennbahnkreuz – Marktplatz – Am Steintor – Riebeckplatz – Hauptbahnhof – Merseburger Straße nur bis/ab Ammendorf und zurück
Linie 5 Bereich Überland Wendeschleife Schkopau, Bunawerke nach Bad Dürrenberg, Markt u. zurück
Linie 7 Büschdorf – Hauptbahnhof – Riebeckplatz – Franckeplatz – Marktplatz – Reileck – Burg Giebichenstein – Kröllwitz und zurück
Linie 9 Göttinger Bogen – Rennbahnkreuz(-Marktplatz) – Franckeplatz – Riebeckplatz – Hauptbahnhof
Linie 10 Hauptbahnhof – Delitzscher Straße – Freiimfelder Straße – Berliner Straße – Am Steintor – Marktplatz – Saline – Rennbahnkreuz – Soltauer Straße und zurück

Buslinien:
Linie 21 Kröllwitz – Lettin – Heide-Nord – Dölau – Schwimmhalle – Am Bruchsee und zurück
Linie 22 Kröllwitz – Heide-Nord und zurück
Linie 25 Seeben – Trotha – Mörikestraße
Linie 27 Büschdorf – Reideburg – Dautzsch – Berliner Brücke und zurück
Linie 30 Rannischer Platz – Hauptbahnhof (Donnerstag – Samstag)
Linie 36 Heide – Gimritzer Damm – Am Bruchsee – An der Feuerwache – Zollrain – Göttinger Bogen – Zscherben und zurück
Linie 40 Rennbahnkreuz – Zollrain – Südpark und zurück
Linie 42 Friedhof Neustadt – Gartenstadt Nietleben (Donnerstag – Samstag)
SEV 1 Gertraudenfriedhof – Mötzlich – Tornau
SEV 5 Ammendorf – Schkopau/Am Schloss
Linie 91 Nacht Sonntag/Montag
Linie 97 Nacht Sonntag/Montag

Es finden keine Rufbusfahrten und OnDemand-Verkehre statt.

Der erste Sammelanschluss der Nachtbuslinien 91 und 97 findet Montag, 23. März 2026, um 01:13 Uhr, am Marktplatz statt. Fahrgäste werden gebeten, sich an den Optischen Fahrgastanzeigern an den Haltestellen und an den Fahrtauskünften in der movemix_app zu orientieren und frühzeitig zu informieren. Wir gehen davon aus, dass am Montag, 23. März, mit Betriebsbeginn alle Linien wieder nach dem regulären Fahrplan verkehren.

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22 Kommentare

  1. Franz2 sagt:

    Wenn Bürger sich bei Streikbrechern bedanken, dann läuft in diesem Land gehörig was schief.

    • JS sagt:

      Schonmal mit Straßenbahnfahrern gesprochen?

    • Test, Tester sagt:

      Nein, das finde ich nicht. Toll das so viele Leute Einsatz zeigen.

    • didi sagt:

      Es zeigt ganz deutlich wie wenig die Leute von den Aufgaben der Gewerkschaften und notwendigen Streiks verstehen. Hauptsache sie werden befördert und müssen keine Nachteile auf sich nehmen.

      • PaulusHallenser sagt:

        „Es zeigt ganz deutlich wie wenig die Leute von den Aufgaben der Gewerkschaften und notwendigen Streiks verstehen.“

        didi,

        es gibt keine „notwendigen Streiks“ und Unternehmen funktionieren auch ohne Gewerkschaften.

        Jeder mündige Mensch entscheidet selbst, was gut für ihn ist und was nicht.

        • Schlechtester ph Wert sagt:

          „Unternehmen funktionieren auch ohne Gewerkschaften“
          Vielleicht. Vielleicht auch nicht.
          Aber du solltest die Hand aus der Hose nehmen.

        • 10010110 sagt:

          Pauli, du musst das unternehmerisch denken: man wird bei Ver.di Mitglied, genauso wie Unternehmer bei der IHK oder Handwerkskammer Mitglied werden, um seine einzelne Stimme weiterzudelegieren an eine Lobbygruppe, die sich für die eigenen Interessen einsetzt. Ver.di ist eine Lobbygruppe, so wie die IHK eine Lobbygruppe ist.

  2. sagt:

    Ach ja wenn Unwissenheit und Dummheit so nah beieinander liegen.

    Mitarbeiter welche keiner Gewerkschaft angehören und ihre Arbeit verrichten gelten juristisch nicht als Streikbrecher.

    Hättest du in der Schule besser aufgepasst.

    • Ans sagt:

      ….man hat ja eine Wahl beitreten oder nicht. Bevor jetzt was kommt die nicht beitreten warum auch immer, bekommen die erstreikten Leistungen

  3. Maik S. sagt:

    Ich würde den einstzbereiten Fahrern eine Prämie zukommen lassen. Nicht nur Hand schütteln und Blumenstrauß. Dem Verdi Boss ( ca. 15.000 Euro ohne Aufsichtsratsitzen) sind die Grenzen aufgezeigt worden !

  4. AnDieDanksager sagt:

    Finde ich gut, da es zeigt, dass doch viele verstanden haben, wie überzogen die Vorderungen der Gewerkschaft sind.

    • 10010110 sagt:

      Und die Hinterungen?

    • @AnDieDanksager sagt:

      „…da es zeigt, dass doch viele verstanden haben, wie überzogen die Vorderungen der Gewerkschaft sind.“

      Naja, dann werden ja diejenigen die jetzt fahren, falls es zu einer Einigung und zu Verbesserungen für das Personal kommen sollte, gerne darauf verzichten. Sie haben ja verstanden wie überzogen die Forderungen sind, weil auch die Nichtmitglieder der Gewerkschaft automatisch die Verbesserungen bekommen.
      Also alle Streikbrecher sollten dann darauf verzichten.

      • gerne konsequent sagt:

        Dürfen eigentlich Befürworter des Streiks überhaupt den Notverkehr der HAVAG nutzen? Damit unterstützen sie doch die gemeinen Streikbrecher.
        Hab heute schon einen Linken-Politiker drin sitzen sehen …

  5. Laufrad sagt:

    Dieses Ersatzkonzept könnte dem Havag-Vorstand als Fahrplangrundlage dienen, wenn Zuschüsse nicht mehr kommen.

  6. Maik S. sagt:

    Das zeigt auch, dass man auch mit weniger Personal über die Runden kommt. Vielleicht trennt sich die Havag von dem einen oder anderen streikenden Mitarbeiter….

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