Heute ist Internationaler Tag des Blindenführhundes: Sozialagentur Sachsen-Anhalt erteilt Genehmigungen
Am 29. Januar ist der Internationale Tag des Blindenführhundes. In Sachsen-Anhalt wurden bislang neun Blindenführhunde von der Sozialagentur Sachsen-Anhalt anerkannt. Diese Hunde zählen wie etwa Rollstühle oder Gehhilfen zu Hilfsmitteln für Menschen mit Behinderung. Darüber hinaus gibt es in Sachsen-Anhalt sieben weitere Assistenzhunde, die etwa epileptische Anfälle erkennen oder bei psychosozialen Beeinträchtigungen unterstützen können.
Sozialministerin Petra Grimm-Benne: „Assistenzhunde ermöglichen Menschen mit Behinderungen eine selbstbestimmte Teilhabe am Leben und sind eine große Stütze, um behinderungsbedingte Nachteile auszugleichen. Gemeinsam mit der Sozialagentur rufen wir auf, Anträge zur Anerkennung von Blindenführhunden zu stellen.“
„Blindenführhunde gehören zu den wichtigen Assistenzhunden, auf die sich Menschen mit Sehbehinderung jeden Tag verlassen können. Sie unterstützen eigenständig beim Navigieren, Entdecken von Hindernissen und beim Erreichen von Zielen. Sie ermöglichen blinden Menschen mehr Selbstständigkeit, mehr Mobilität und ein größeres Gefühl von Sicherheit in ihrem Alltag“, erklärt die Ministerin die Bedeutung der Assistenzhunde.
Fragen und Antworten zum Thema Blindenführhunde
Woran erkennt man einen Blindenführhund?
Blindenführhunde und andere Assistenzhunde haben einen eigenen „Dienstausweis“. Dieser Ausweis enthält wichtige Informationen wie das Geburtsdatum, ein Foto des Hundes und den Namen der Besitzerin bzw. des Besitzers. Dieser verschafft Blindenführhunden Zutritt zu Orten, an denen Hunde normalerweise keinen Zutritt haben, z.B. in Supermärkte. Passantinnen und Passanten erkennen am Führgeschirr mit Assistenzhund-Logo, dass ein Blindenführhund im Dienst ist.
Welche Rassen eignen sich für die Ausbildung zum Blindenführhund?
Ob Labrador, Golden Retriever oder Mischling – als Blindenführhund eignen sich verschiedene Hunderassen, sofern sie bestimmte Kriterien erfüllen. Ein Hund ist zur Ausbildung zum Blindenführhund geeignet, wenn er unter anderem über eine gute Intelligenz, Arbeitsbereitschaft sowie über ein ruhiges Wesen verfügt und gesund ist. In der Vergangenheit war es in Deutschland üblich, dass Schäferhunde zu Blindenführhunden ausgebildet wurden. Die Assistenzhundeverordnung regelt unter anderem die Eignung, Ausbildung und Prüfung von Hunden.
Welche besonderen Fähigkeiten haben Blindenführhunde?
Die Ausbildung zum Blindenführhund ist sehr umfangreich. Es liegt in der Natur des Hundes, dass er sich vor allem auf seinen sehr guten Geruchssinn verlässt. Laut dem Deutschen Blindenführhunde e.V. muss ein angehender Blindenführhund lernen, auch seine Augen zu benutzen. Dabei lernt er, Hindernisse wie Treppen und Straßenüberquerungen zu erkennen. Mithilfe von Kommandos durch seine Besitzerin bzw. durch seinen Besitzer findet er Lösungen in den Alltagssituationen. Ein Beispiel für ein Kommando ist „Such Zebra“ – wie der Name schon sagt, findet ein fertig ausgebildeter Blindenführhund auch in einer ihm unbekannten Gebiet einen Zebrastreifen. Nach seiner Ausbildung kann ein Blindenführhund rund 40 Hörzeichen unterscheiden.
Anträge zur Anerkennung können bei der Sozialagentur gestellt werden.
Foto: Sozialagentur









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