Heute wird gestreikt in Halle (Saale): Beschäftigte fordern 7 Prozent mehr Lohn – Demo zieht am Vormittag durch die Stadt

Im Rahmen der laufenden Tarifrunde der Länder (TdL) ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes für den heutigenDienstag, den 10. Februar 2026, zu einem ganztägigen Warnstreik auf. Von der Arbeitsniederlegung betroffen sind unter anderem die Landesverwaltungen, die Martin-Luther-Universität, die Hochschule Merseburg, das Universitätsklinikum Halle sowie die Franckeschen Stiftungen.

Die Beschäftigten der Länder fordern von den Arbeitgebern in der TdL u. a. die Erhöhung der Tabellenentgelte der Beschäftigten um 7 %, mindestens aber um 300 EUR monatlich, die Erhöhung der Entgelte der Auszubildenden, Dual Studierenden und Praktikant*innen um 200 EUR monatlich, die unbefristete Übernahme in Vollzeit der Auszubildenden und Dual Studierenden nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung sowie die Tarifierung der Arbeitsbedingungen der studentischen Beschäftigten. Zusätzlich erwarten die Beschäftigten die Angleichung der Kündigungsschutzrechte Ost an West.

Im Rahmen des Warnstreiks findet am 10. Februar 2026 ab 10:30 Uhr eine Demonstration durch die Innenstadt von Halle statt. Startpunkt ist die Konzerthalle Ulrichskirche, die von der Gewerkschaft an diesem Tag ab 8:00 Uhr als Streiklokal genutzt wird.

Mit dieser Maßnahme erhöhen die Gewerkschaften den Druck auf die Arbeitgeber, in den Tarifverhandlungen zu bisher fehlenden konkreten und akzeptablen Angeboten zu kommen.

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16 Antworten

  1. stadt Halle+ sagt:

    Halle wird Stadt der Demos, Chaos Verkehrseinschrenkungen

  2. armin mützenbecher sagt:

    Verdi streikt, nicht die Beschäftigten, die müssen mitmachen.
    Die ganzen armen Arbeitnehmer mit Mindestlohn, werden Hiermit so richtig diskriminiert.

    • Daniel M. sagt:

      Der Mindestlohn wurde und wird weiter angehoben, so dass diese Arbeitnehmer nicht arm sind. Reich wird man natürlich damit auch nicht. Das ist aber klar.
      Es ist gut, dass den Forderungen Ausdruck verliehen wird.

      • NiceM sagt:

        Anhebung des Mindestlohnes gibt im Endeffekt nur Mehr Steuern für den Staat. Kaum Kaufkraft für den AN und deutliche Mehrkosten für den AG. Was wiederum Produkte und Dienstleistungen teurer macht.

    • RaSchu sagt:

      Ach armer Armin. Wenn es nur solche wie Dich gäbe , dann hätte der bose Kapitalist bestimmt noch mehr Kohle.

    • Unsinn, Armin sagt:

      Verdi kann gar nicht streiken, weil Verdi eine Organisation ist. Verdi kann aber sehrwohl zum Streik aufrufen. Beschäftigte können streiken, müssen aber nicht. Deine Behauptungen sind Unsinn.

      Übrigens haben wir massig soziale Errungenschaften wie Höchstarbeitszeiten (täglich und wöchentlich), Mindesturlaub Lohnfortzahlung im Krankheitsfall usw. Gewerkschaften zu verdanken.

  3. Geschäftsmann sagt:

    Alle aussperren!

  4. PaulusHallenser sagt:

    Die Arbeitgeber sollten mit einer Aussperrung reagieren, und zwar auf einen Streiktag mit 5 Aussperrungstagen.

  5. Realistin sagt:

    Situation wie in Italien in den 90ern. Ein riesiger träger und unfähiger Staatsapparat in Kombination mit unendlich viel Bürokratie. Ein Zustand der Lähmung. Nach der baldigen Staatspleite wird man da hoffentlich mit dem Stahlbesen durchgehen und Millionen dieser Nichtstuer durch KI und Abschaffung unnützer Gesetze und Vorschriften auf die Straße setzen.

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