HWG investiert in diesem Jahr 48 Millionen in Sanierung, Instandhaltung und Instandsetzung

Die Hallesche Wohnungsgesellschaft mbH (HWG) investiert 2026 insgesamt rund 48 Millionen Euro in Sanierung, Instandhaltung und Instandsetzung ihrer Bestände. Ziel ist es, dass mehr Mieterinnen und Mieter von verbesserter Energieeffizienz und zusätzlichen Aufzügen profitieren. Die damit verbundenen Aufträge sollen erneut vor allem an regionale Unternehmen vergeben werden.

„Mit unserem Investitionsprogramm 2026 verbinden wir konsequent Energieeffizienz und Quartiersentwicklung. Durch unsere Sanierungen senken wir den Energieverbrauch unserer Gebäude und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Gleichzeitig investieren wir, um Wohnqualität, Attraktivität und soziale Stabilität nachhaltig zu stärken. Die zentrale Herausforderung ist auch in diesem Jahr, notwendige Investitionen in Energieeffizienz und Wohnqualität umzusetzen und dabei die Mietenentwicklung sozial verantwortungsvoll im Blick zu behalten“, so HWG-Geschäftsführerin Simone Danz.

Energetische Sanierungen in Heide-Nord

In Heide-Nord setzt die HWG die 2025 begonnene energetische Sanierung am Aalweg fort. Nach Fertigstellung der Hausnummern 6 bis 11 erhalten in diesem Jahr die Hausnummern 12 bis 17 eine wärmegedämmte Fassade, zeitgemäße Bäder sowie neue Sanitärleitungen. Zudem wird die Heizungsanlage erneuert und energetisch optimiert. Die alten Fenster werden gegen wärmedämmende Fenster ausgetauscht. Neue Haustüren und weitere sicherheitsrelevante Maßnahmen führen dazu, dass der Aalweg 6 bis 17 mit Abschluss der Arbeiten das Zertifikat „Das sichere Haus“ erhält.

Ebenfalls in Heide-Nord saniert die HWG den Blumenauweg 34. Die Maßnahmen umfassen insbesondere eine Fassadendämmung, den Austausch der Fenster sowie die Erneuerung und energetische Optimierung der Heizungsanlage. Damit setzt die HWG auch hier konsequent auf Energieeffizienz.

Saalberg wird umfassend modernisiert

In der Südlichen Innenstadt beginnt 2026 der zweite Bauabschnitt am Saalberg. Die Gebäude Saalberg 1, 3, 5, 7 und 9 sowie Jacobstraße 29 werden komplett saniert. Neben umfangreichen Maßnahmen zur energetischen Modernisierung erhalten die Wohnungen neue, zeitgemäße Grundrisse sowie insgesamt fünf neu an- oder eingebaute Aufzüge. Damit verbessert die HWG die Barrierefreiheit und schafft einen Mix von Ein- bis Vier-Raum-Wohnungen.

Im Zuge der Sanierung werden Grundrisse angepasst, sodass künftig mehr Zwei- und Vier-Raum-Wohnungen zur Verfügung stehen als bisher. Zudem wird jede Wohnung nach Abschluss der Arbeiten über einen eigenen Balkon verfügen. Die Wohnungen werden künftig zwischen 34 m² bis 95 m² groß sein.

Hafenstraße 7 wird nachhaltig saniert

In unmittelbarer Nähe zur Saale startet die HWG die nachhaltige Sanierung der unter Denkmalschutz stehenden Hafenstraße 7. Der Bauantrag ist gestellt. Die Arbeiten sollen im Juni 2026 beginnen und Mitte 2027 abgeschlossen sein. In dem rund 400 Quadratmeter großen Gebäude entstehen Gewerbeflächen. Geplant sind eine Photovoltaikanlage auf dem Dach, eine Luft-Wärme-Pumpe, eine Regenwasserzisterne sowie weitgehend entsiegelte Außenanlagen mit wasserdurchlässigen Stellplätzen. Zwei davon werden mit einer Elektroladesäule ausgestattet. Der übrige Teil des Grundstücks bleibt als Biotop erhalten.

„Mit der Sanierung der Hafenstraße 7 werden wir ein Denkmal bewahren. Gleichzeitig setzen wir ökologisch sinnvolle Maßnahmen um, die unseren Gewerbemieterinnen und -mietern sowie der umliegenden Nachbarschaft zugutekommen werden. Das Gebäude soll endlich wieder sichtbar und nutzbar werden“, so Simone Danz.

Historisches Gebäude für Gewerbe

Mit der Wilhelm-Külz-Straße 9 saniert die HWG ein weiteres denkmalgeschütztes Gebäude. Es handelt sich um das Nachbarhaus des neuen Verwaltungsstandorts des Fachbereichs Gesundheit der Stadt Halle (Saale), den die HWG Ende 2025 fertiggestellt hat. Das Objekt wird für Gewerbemieterinnen und -mieter modernisiert. Ziel ist es, das historische Gebäude zeitgemäß und barrierearm nutzbar zu machen und gleichzeitig seinen denkmalpflegerischen Charakter zu bewahren.

Aufzüge: Barrierefreiheit im Fokus

Mit dem Aufzugsanbau in der Veszpremer Straße 2, 3 und 7 setzt die HWG ihr Programm zur Erhöhung der Barrierefreiheit in ihren Beständen fort. Mit diesen Maßnahmen kommt das Unternehmen seinem Ziel näher, künftig rund 40 Prozent aller Wohnungen im gesamten HWG-Bestand barrierearm erreichbar zu machen. Insbesondere ältere Menschen, Familien mit Kindern und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen profitieren vom verbesserten Zugang zu ihren Wohnungen.

Weitere Projekte in Planung

„Auch 2026 haben wir uns wieder ein sehr anspruchsvolles Investitionsprogramm vorgenommen, das wir mit vorrangig regionalen Unternehmen umsetzen werden. Weitere Sanierungen in Altstadt und Silberhöhe sind geplant. Noch müssen allerdings einige entscheidende Fragen beantwortet werden. Sobald die finalen Entscheidungen hierfür gefallen sind, werden wir informieren. Unser Anspruch bleibt, die Lebensqualität in unserer Stadt Schritt für Schritt weiter zu erhöhen“, so HWG-Geschäftsführerin Simone Danz.

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4 Antworten

  1. Schimmel sagt:

    Schön zu sehen, dass die HWG sich so verantwortungsvoll präsentiert, während die HWG-Häuser in der Freiimfelder Straße seit Jahren Schimmeln und sich niemand verantwortlich fühlt!

  2. MS sagt:

    Ich hoffe, gerade bei den „barrierearmen“ Sanierungen vergisst man nicht, das es nicht nur um Fahrstühle gehen darf. Wegfall von Stufen in Wohnungen zum Bad oder zum Balkon, evtl breitere Türdurchbrüche sind ebenso wichtig. Was nützt es, wenn man mit dem Rollator und Rollstuhl in die 3. Etage fahren kann, wenn man nicht durch die Wohnungstür kommt oder den Balkon nicht nutzen kann?

    • den ganzen Tag Zeit sagt:

      Das nützt eine Menge. Als Schwerbhinderte suchst du allerdings nach von vornherein geeigneten Wohnungen. Und du hast ja eine, oder bist du obdachlos?

  3. KGS sagt:

    Schimmel in solch einem Altbau ist definitiv auf ein falsches Raumklima und eventuell Bausünden zurück zu führen. Die Provisorien im Osten, aber auch viele Sünden nach der Wende. Als Beispiel mögen dienen:PVC bzw Linoleum Beläge flächendeckend auf Dielen. Neue Fenster mit verbundglas ohne gleichzeitige Dämmung der Fassade – Der taupunkt ist nun nicht mehr die Eisblume an der Fensterscheibe, sondern mitten in der wand , die dadurch nass wird, die massenhafte Verwendung von gipskarton in einem ungedämmten Haus mit Kalk oder Kalk/Zementmörtel – Kalk ist alkalisch, Gips ist durch seine Schwefelverbindung ein perfekter Nährboden für Pilze.
    Das Ersetzen der Kachelöfen durch intermittierende Gaseinzelheizungen , oder Gasetagenheizungen an einem Schornstein ohne Einziehen eines Edelstahlrohres, was durch das bei der Verbrennung von Erdgas entstehende Wasser zur Versottung und Durchfeuchtung der Schornsteine führt.
    Dazu kommt falsches Heiz und Lüftungsverhalten.
    In der Kombination gibt’s dann prima Ecken für Schimmel in den Wohnungen.

    Man muss die HWG auch mal in Schutz nehmen.
    Keiner kann bei so einem riesigen Bestand an Wohnungen zeitgleich überall sanieren.

    Die Gründerzeithäuser in Halle Ost können nur im Rahmen des Denkmalsgerechten Bauens nach und nach saniert werden. Das kostet aber pro Haus einen erheblichen Betrag, wie man am Stadthaus sieht.

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