IDAHOBIT: Menschenkette zum Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie auf dem Markt in Halle

Der 17.05. ist der Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie, der “IDAHOBIT”. Aus diesem Grund gab es auch auf dem Marktplatz in Halle (Saale) eine kleine Kundgebung und eine Menschenkette mit Regenbogen- und weiteren Pride-Flaggen. Der Arbeitskreis Queer hatte zu der Aktion aufgerufen.

Trotz der Fortschritte im Bereich LSBTIQ* sei noch viel zu tun, sagte eine Rednerin. Die Straftaten mit queer-feindlichen Bezügen seien im vergangenen Jahr auf ein neues Allzeithoch gestiegen. Beispielsweise hätten Hassdelikte wegen der sexuellen Orientierung um 50 Prozent zugenommen. Trans-Menschen würden weiterhin auf die Einführung eines Selbstbestimmungsgesetzes, Mobbing seien für viele queere Menschen in der Schule und am Arbeitsplatz Alltag.

Doch besonders niederschmetternd sei die Situation in vielen Ländern Ost-Europas. Dabei ging es um die diversen Gesetze gegen “Homo-Propaganda”, beispielsweise in Russland, Ungarn oder Polen. 

Zunächst soll es vor dem Ratshof:Ansprache zur Situation von LSBTIQ* in Osteuropa, anschließend soll sich eine Menschenkette auf dem Markt  bilden, verbunden durch Regenbogen- und andere Pride-Fahnen. Die Situation für die LSBTIQ*-Community in der Ukraine sei schon bisher nicht positiv gewesen, habe sich aber durch den Angriffskrieg Russlands weiter verschärft. Queere Schutzräume und Netzwerke seien zusammengebrochen, Trans-Menschen hätten durch den Zusammenbruch des Gesundheitssystems keinen Zugang mehr zu den benötigten Hormonen. Zudem würden Trans-Menschen trotz weiblichen Geschlechtseintrags an der Flucht aus der Ukraine gehindert und wie Männer zum Militärdienst gezwungen.  

Queere Geflüchtete seien besonders gefährdet in Bezug auf Gewalt und sexuelle Übergriffe. Auch würden sie häufig in den gleichen Unterkünften untergebracht wie ihre queer-feindlichen Peiniger. Aus diesem Grund möchte man nicht nur den Angriffskrieg auf die Ukraine kritisieren, sondern auch Solidarität mit Organisationen und Menschen zeigen, die sich um queere Geflüchtete kümmern.

Solidarität gelte aber auch für alle LSBTIQ*-Aktivisten und die LSBTIQ*-Community in Osteuropa, die dort trotz der widrigen Umstände für die Rechte der queeren Community kämpfen. Die Entwicklung in diesen Ländern führe aber auch vor Augen, dass einmal gewährte Rechte hin zu mehr Gleichberechtigung keinesfalls selbstverständlich seien, “sondern Dinge, die nicht nur in Osteuropa, sondern auch hier in Deutschland, immer wieder aufs neue erkämpft und verteidigt werden müssen.”

Am 17. Mai 1990 beschloss die Generalversammlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Homosexualität von der Liste psychischer Krankheiten zu streichen. In vielen Ländern machen seit 2005 an jenem Tag zahlreiche Organisationen mit Aktionen und Veranstaltungen auf Homophobie, Diskriminierung und Menschenrechtsverletzungen aufmerksam und fordern Respekt für homo- und bisexuelle Menschen ein. In immer mehr Ländern und Städten wird am 17. Mai zudem die Diskriminierung und Benachteiligung von inter- und transgeschlechtlichen sowie nicht-binären Menschen thematisiert.

LSBTIQ*: lesbische, schwule, bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche sowie queere Menschen. Das Sternchen ist Platzhalter für weitere nicht-heterosexuelle und nicht-cisgeschlechtliche Identitäten. Es eröffnet einen Raum vielfältiger Selbstdefinition.

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71 Antworten

  1. Homofreund sagt:

    Werd ich als Hetero auch noch von der Gesellschaft akzeptiert? Im Sinne von Vater, Mutter, Kind. Hat ja über tausende von Jahren auch funktioniert, man munkelt sogar das es einigen Menschen Spaß gemacht haben soll das Ritual der Zeugung zu vollziehen. Manche sollen 50-60 Jahre später daran aber auch gestorben sein. Wen soll dieses großartige Event überhaupt erreichen? Leute die dafür sind gehen und die die dagegen sind nicht.. ein Riesen Akt der Selbstbeweihräucherung und Verschwendung von Steuergeldern 🤷🏼‍♂️

  2. 🌈🐇 sagt:

    Und was ist mit den Zwittern und den Eineiigen und denen, die gar keinen Schniedel haben?
    Werden die nicht auch diskriminiert?

    • incel handler sagt:

      Die ohne Schniedel nennt man Frauen. Irgendwann begegnest du mal einer, und wenn du dann aufgehört hast, vor Angst zu weinen, redet sie vielleicht mit dir. Dann kannst du alles fragen.

  3. Fw sagt:

    Oh ne nicht schon wieder. Die sollen uns in Ruhe lassen mir ihren Problemen.

  4. Kalle sagt:

    Was ist mit denen welche sich als Tier fühlen oder sich in einen Gegenstand verliebt haben? Werden diese jetzt diskriminiert?

    • Ralle sagt:

      Sexuelle Identität ungleich sexueller Vorliebe. Aber alles gut, reib dich weiter am kalten Stahl deiner Lok, denn mit Schrumpelhoden kitzelt es mehr. 🙂

  5. Gummi sagt:

    Bitte die Ballons danach wieder einsammeln. Es gibt schon genügend Plastik welcher die Umwelt verschmutzt…

  6. Maurimann sagt:

    Ich glaube, da wird viel Getöse um nix gemacht. Ich habe nicht das Gefühl, da würde jemand diskriminiert. Aber vielleicht liegt dieses Heischen nach Aufmerksamkeit ja auch darin begründet, dass man sich nicht beachtet und bewundert fühlt?
    Im Ausweis einfach männlich, weiblich, männlich/weiblich oder geschlechtslos und gut ist. Unabhängig davon kann sich jeder fühlen wie er mag.
    Mittlerweile kommen so viele Absurditäten zutage: wie wäre es denn, wenn ich mich heute als Mann als Frau fühle? Darf ich dann auch aufs Damenklo oder den Frauenparkplatz nutzen? Einfach irre!
    Mein Wunsch: einfach nicht beachten, das ist auch Toleranz.

    • Hetero aus Überzeugung sagt:

      Nichtbeachtung als Form der Toleranz?
      Perfekt!
      Aber ich schätze, das wird „denen“ möglicherweise zu leise, zu unbunt, zu unöffentlich sein.

    • Heische-Heische sagt:

      Auf dein Gefühl – darauf kommt es letztlich an. Fakten sind da nur lästig.

      • Heische-Nord sagt:

        Welche Fakten? Die Identität beruht einfach auf Selbstdefinition, das schreiben sogar die Veranstalter selbst, in einem Anfall von Ehrlichkeit.

  7. joerg sagt:

    Kein Wunder, das Investoren sich zurück ziehen. Besser kann man Kunden nicht vertreiben. Da haut auch jeder Mieter ab. Leider nimmt man mit diesem Demoplatz keine Steuern ein. Von diesen Steuern werden zum Beispiel auch Radwege bezahlt.

  8. Hetero aus Überzeugung sagt:

    „Unter Phobien versteht man eine übertriebene Angst vor bestimmten Objekten oder Situationen.“
    Ich habe keinerlei Angst vor diesen Menschen. Ich muß aber weder sie als Menschen, noch deren Art zu fühlen, zu leben, zu lieben oder sich nach außen zu geben… mögen oder toll finden. Ich muß sie auch weder WEGEN oder TROTZ ihrer Art, Lebensweise, Sexualität oder Identifikation nicht mögen.
    Ich darf es eklig finden, wenn Mann Mann oder Frau Frau liebt. Und sie dürfen meine Heterosexualität ebenso eklig oder engstirnig finden.
    Am Ende gibt es nur vergleichsweise wenige Menschen mit angeborenen Geschlechtsmerkmalen beider Geschlechter. Ansonsten hat die Natur es schon so eingerichtet, daß es Männlein und Weiblein gibt. PUNKT! FÜHLEN kann man sich in einer freien Welt aber als alles. Als Frau, als Mann, als grauer Radiergummi. Leider wird es aber nie genügend Toiletten für immer neu entdeckte Identitäten geben.

    • aber allein sagt:

      Du FÜHLST dich sicher intellektuell überlegen und sexy. 🤭

    • du machst da was falsch sagt:

      „Leider wird es aber nie genügend Toiletten für immer neu entdeckte Identitäten geben.“

      Mit wie vielen Leuten gehst du – gleichzeitig – auf Toilette? 😲

      • Hetero sagt:

        Die gibt es in Halle eh kaum noch, überall müssen büsche herhalten. halle ist bereits zu einem sanitären Entwicklungsland hinter Indien geworden.

        • Klaas sagt:

          Also hast du, wie so oft, gar kein Problem, willst aber trotzdem um jeden Preis Aufmerksamkeit erheischen.

          • Beerhunter sagt:

            Genauso wie Du😉wo Hetero Recht hat, hat er Recht!!!!👍 Unsinnige Diskussion!!Ab damit nach Absurdistan!!!😉Ach , ist ja Deutschland 😉😇

    • bunter Gummi sagt:

      „FÜHLEN kann man sich in einer freien Welt aber als alles. Als Frau, als Mann, als grauer Radiergummi. Leider wird es aber nie genügend Toiletten für immer neu entdeckte Identitäten geben.“

      Danke, habe mich köstlich amüsiert!

  9. NOVUM* sagt:

    GHDT*acab viel LSDQTZ ganz HKV macht kein FHB**Innen

  10. Hetero sagt:

    Die Hälfte da auf dem Bild sind doch gar keine Homos. Also machen 0,05% Werbung für 0,0003%.

    Wird Zeit, dass mal hunderttausende Heten auf die Straße gehen.

  11. kein LSBTIQ sagt:

    Und wieviel verdient „dubisthalle“ an dieser Werbung ?

  12. Kalle sagt:

    Ist da Karamba mit auf dem Bild?

  13. ghfthni sagt:

    Refugees Welcome…aber bitte nur IDAHOBIT.

  14. Stefan Fiebig sagt:

    DubistHalle scheint nicht die Pressemitteilung bekommen zu haben. Es werden heute keine Luftballons steigen, Es gibt eine Menschenkette mit Regenbogenfahnen. Hier die aktuellen Informationen: https://www.bbz-lebensart.de/CMS2021/index.php?page=aktuelles

  15. Kante sagt:

    Karamba wird sich jetzt bestimmt genau so tatkräftig für diese Menschen in Berlin einsetzen wie er es für die Bürger „seiner“ Stadt Halle macht. Einer von uns 🙂

  16. Kalle sagt:

    @Schwensen…nee…er ist einer von uns… also Karamba

  17. doch keine attraktive Idee? sagt:

    Wo war denn nun die tolle Menschenkette?

    • Gegenfrage sagt:

      Wo warst du? Vielleicht warst du nur zur falschen Zeit am falschen Ort?

      • aha sagt:

        Die paar Hanseln sollen die tolle Menschenkette gewesen sein? Das Thema scheint also doch nur eine verschwindend kleine Minderheit zu interessieren.

  18. Erst sagt:

    Ist das noch normal, dass die Menschen sich immer noch in den Vordergrund stellen? Wie wissen alles über die und lassen Sie auch in Ruhe, gleiches verlangen wir auch von ihnen und nicht ständig diese Belästigungen

  19. _*_ sagt:

    Der Fehler fängt doch schon unmittelbar bei der Geburt an.

    Man unterstellt, dass der/die/das gebährende Mensch*in eine Frau ist, obwohl es in Wirklichkeit auch ein Mann sein könnte.

    Beim Neugebor*innen erfolgt dann die Zipfel_nach*schau, woraufhin nach einem längst überholten und durch wissenschaftliche Studien als falsch erwiesenen System, m oder w in die Geburts:urkunde eingetragen wird! Die blauen oder rosa*farbenen Baby_klamotten festigen dann das antiquierte System und führen zu den binär_cis_frauen_feindlich*innen* Auswüchs*innen, wie man hier auch gut im Kommentar_bereich_ nach*lesen kann!

  20. Lachmicheckig sagt:

    Ich fand den Vorschlag zwar gut, Demonstrationen im ehemaligen Kaufhof stattfinden zu lassen. Aber so wird das Zentrum wenigstens belebt. Ich rufe alle Demonstrierenden auf, möglichst bunte Fahnen und kreative Transparente mitzubringen.

  21. aka electric sagt:

    In der Haut von „BBZ Lebensart“ möchte ich nicht stecken. Jahrzehntelang wichtige politische Arbeit geleistet und nun solchen Schwachsinn an die Backe genagelt zu kriegen …

  22. Franz2 sagt:

    Man merkt, dass die Demokratisierung des Ostens noch lange nicht abgeschlossen ist, wenn sich hier ein paar unbedeutende Hansel bedroht fühlen, weil eine Demo/Kundgebung stattfindet. Das Schöne an der Demokratie ist, dass unterschiedlichste Gruppen ihre Interessen frei äußern können – auch wenn man sich selbst vielleicht nicht zu dieser Gruppe zugehörig fühlt, unterstützt jeder normal denkende Mensch die Grundrechte der Anderen. (und nun lasst eurem Hass seinen freien lauf)

    • Franzl schwurbelt mal wieder... sagt:

      „Das Schöne an der Demokratie ist, dass unterschiedlichste Gruppen ihre Interessen frei äußern können“

      …solange sie nicht die Machenschaften der Impflobby hinterfragen oder nach den Ursachen des Ukrainekrise forschen, hast du sicherlich vergessen zu schreiben. Bitte, gern geschehen!

      • Franz2 sagt:

        Ja genau, weil auch jeden Montag Demos der Schwurbeltruppe aufgelöst und verboten werden, nicht wahr ?

        • Franzl schwurbelt mal wieder... sagt:

          Wer wird denn gleich vom Auflösen und Verbieten fabulieren? Du hast selbst behauptet, „dass unterschiedlichste Gruppen ihre Interessen…“ (müsste eigentlich Sichtweisen heißen, aber egal jetzt) „…frei äußern können“.
          Das ist schlichtweg falsch – oder wo sind bei den Talkshows im Öffentlichrechtlichen z.B. regelmäßig die Vertreter der Impfkritik oder „Putinversteher“, wie ihr Schein-Demokraten sie immer so charmant nennt, zu sehen und zu hören? Wo sieht man regelmäßig Leute wie Wolfgang Wodarg, Paul Brandenburg oder Gabriele Krone-Schmalz? Stattdessen die immer gleichen Personen wie Lauterbach (in jeder 2. Sendung) und neuerdings die Rüstungslobbyisten. Ab und zu darf mal Frau Wagenknecht was sagen, weil ein wenig Alibiwiderspruch muss man derzeit noch vorzeigen.
          Also erzähle nichts von freier Äußerung. Unliebsame Meinungen werden hier aus den vom Bürger bezahlten Medien ausgesperrt, das ist Fakt.