IHK-Neujahrsempfang in Halle: Haseloff nimmt Abschied – und rechnet mit Söders Länder-Fusionsplänen ab
Halle (Saale). Beim Neujahrsempfang der Handwerkskammer Halle und der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau hat sich Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) mit deutlichen Worten aus dem Amt verabschiedet. In seiner Rede blickte der scheidende Regierungschef nicht nur auf mehr als zwei Jahrzehnte Landespolitik zurück, sondern nutzte die Bühne auch für eine scharfe Abrechnung mit Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, vor allem mit dessen Vorstoß zur Zusammenlegung kleinerer Bundesländer.
Söder hatte zuletzt argumentiert, größere Bundesländer seien wirtschaftlich erfolgreicher und effizienter. Haseloff widersprach dieser Sichtweise entschieden und erntete dafür mehrfach Applaus aus dem Publikum. „Sachsen-Anhalt wird es auch in den nächsten Jahrzehnten und in den nächsten Jahrhunderten geben“, stellte er klar. Die Stärke einer Volkswirtschaft bemesse sich nicht an ihrer Größe, sondern an ihrer Fähigkeit zur Selbstversorgung, insbesondere bei der Energie.
Hier sah Haseloff sein Bundesland klar im Vorteil. Sachsen-Anhalt verfüge sowohl über ein Kohlekraftwerk als auch über einen hohen Anteil erneuerbarer Energien. „Alle Investoren können grünen Strom von uns bekommen“, sagte er. Das Land sei Selbstversorger und darüber hinaus Stromexporteur. Mit einem augenzwinkernden Seitenhieb fügte er hinzu: „Und es gibt ein Land, das ist in einer kritischen Situation, das fremdversorgt werden muss.“ Gemeint war Bayern. Unter dem Gelächter und Beifall der Gäste fragte Haseloff: „Die Frage ist: Was machen wir mit so einem Land?“
Der Ministerpräsident spann den Gedanken humorvoll weiter und griff historische Bezüge auf. Der fränkische Teil Bayerns habe einst bis hinter Coburg zu Sachsen-Wittenberg gehört. „Wir können ja historisch rangehen“, scherzte Haseloff. Sein Vorschlag: Man könne die historischen Beziehungen im Sinne der Selbstversorgung wieder aufleben lassen. Und bis eine mögliche Verfassungsänderung vollzogen sei, versprach er, München und die dortige Staatskanzlei „nicht ohne Strom zu lassen“.
Neben diesen pointierten Spitzen wurde Haseloffs Rede auch von ernsten Tönen geprägt. In seinen 24 Jahren als Mitglied der Landesregierung habe sich Sachsen-Anhalt „unwahrscheinlich entwickelt“. Zugleich stehe man nun an einem Wendepunkt. „Wir sind in einer völlig neuen Welt angekommen“, sagte er mit Blick auf geopolitische Spannungen, wirtschaftliche Umbrüche und politische Unsicherheiten. Marktwirtschaftliche Kriterien und wettbewerbliche Spielregeln würden zunehmend missachtet, kritisierte Haseloff deutlich.
Auch die Europäische Union, der man grundsätzlich viel zu verdanken habe, stehe vor großen Herausforderungen. Besonders mahnte Haseloff, die gewachsenen industriellen Strukturen im Land nicht durch überzogene politische Vorgaben zu gefährden. „Das aufgebaute – wie beispielsweise die Chemiebranche – dürfen wir nicht zerstören“, warnte er. Sachsen-Anhalt brauche starke Leitbranchen wie Automotive und Chemie, die nicht nur wirtschaftlich, sondern auch für die Resilienz und die verteidigungspolitische Handlungsfähigkeit Deutschlands von Bedeutung seien. Diese Industrien müssten in einen Schutzraum eingebettet werden, um neue Abhängigkeiten zu vermeiden.
Die aktuellen Unsicherheiten spiegelten sich laut Haseloff auch in politischen Entscheidungsprozessen wider. Der gesellschaftliche Einigungsprozess befinde sich auf einem Tiefpunkt. „Und das dürfen wir so nicht hinnehmen“, mahnte er. Gerade vor dem Hintergrund der deutschen Einheit sei es wichtig, die Chancen und die Freude über das Erreichte nicht zu verspielen und ein klares Bekenntnis zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung abzugeben.
Zum Abschluss blickte Haseloff auf den bevorstehenden Führungswechsel im Land. Sachsen-Anhalt verfüge über eine der stabilsten Landesregierungen Deutschlands – und das werde auch so bleiben. Mit dem designierten Nachfolger Sven Schulze sei sichergestellt, „dass dieses Land aus der Mitte heraus weiterhin demokratisch, stabil und verantwortungsvoll regiert wird“. Für Haseloff selbst endete der Abend mit langanhaltendem Applaus und Standing Ovations – als politischer Abschied und als selbstbewusstes Plädoyer für die Eigenständigkeit Sachsen-Anhalts.









Haselhoff hat nicht mit Söders Fusionsplänen „abgerechnet“, sondern er hat sich in einer Art Büttenrede darüber lustig gemacht.
Damit hat er sich selber disqualifiziert und gezeigt, dass man ihn nicht ernst nehmen kann.
Eine Länderfusion in Mitteldeutschland ist längst überfällig. Allerdings ist diese neuerliche Debatte vom völlig Falschen entfacht worden.
Da Schulze diese Fusion kategorisch ausschließt, ist er für mich unwählbar.
Wenn du Wählbarkeit von einer Haltung zur Länderfusion abhängig machst, dann hast du ganz andere Probleme.
Wieso sprichst du ihm seine Prioritäten ab?
Deine, sprich Hetze gegen den MIV, verwehrt dir auch niemand, es sind halt nur wenige bei dir.
Haseloff, dich wird keiner vermissen.
*Haselhoff
????
Was für ein Ignorant.
Sachsen-Anhalt ist ein schrumpfendes Hinterwäldlerland, was generell hinten liegt.
Das liegt auch an einer kümmerlichen Hauptstadt.
Haseloff hat zugeschaut wie Halles Traditionsuniversität immer wieder von den gepamperten Bördejanern in Frage gestellt wurde. Parallel zu Milliardenspritzen nach Magdeburg, die versickerten.
Wenn man also rein gar nichts vorzuweisen hat, dann sucht man sich ein Gebiet wo man wirklich führend ist. Und das ist die Verschandelung der Landschaft durch eine völlig unausgegohrene Technologie, die weder nachhaltig noch grundlastfähig ist – Windkraft und Solar. Man plappert halt nach was man von oben vorgegeben kriegt.
Sachsen-Anhalt ist der Beweis, daß eine Ländereform absolut notwendig ist.
Bayern sollte ab sofort seine Länderausgleichszahlungen nach Sachsen-Anhalt einstellen.
hey Wahrheitsloser, zieh den Kopf ein, lass die Schuter hängen, wie es sich für einen Ossi gehört, jammere schön weiter unf bemitleide dich um deine erbärmliche Exitenz, während andere im Kopf weiterentwickelte dich hier im Land längst überholen oder schon überholt haben
lerne erstmal die deutsche Rechtschreibung
Also die Industrie will vor allem günstigen Strom. Das sagt sie auch recht deutlich. Weißt du, welche Stromerzeugung nach Gas die teuerste ist?
Weißt du, welche zwei Arten die günstigsten sind? Gibt schon einen Grund, warum man in Sachsen-Anhalt ein Wild-West für Batteriespeicher hat. Und spätestens mit den 8h-Speichern disqualifiziert man sich mit allem anderen. Da hilft nur Gaskraft, die halt im Unterhalt teuer, aber im Betrieb günstig ist. Bei Kohle ist es halt genau umgekehrt.
Am besten erstmal Bayern abschaffen
Bayern war auch mal ein Land, das mit Hilfe der anderen Bundesländer aufgepäppelt worden ist. Der soll sich das mal von den Ältesten in der CSU erklären lassen, der Söder. Ausserdem gehört Franken historisch zu Sachsen. Durch diese Landnahme hat Bayern den Sachsen Milliarden Dollar Schäden verursacht. Die müssen zurück gezahlt werden, sonst setzen wir Preußens Gloria in Marsch, setzen Söder ab oder erklären ihn für unzurechnungsfähig und setzen eine uns gewogene Übergangsregierung ein. Oder einfach hohe Zölle auf Paulanerbier und Obatzder draufschlagen. Luja sag i.