Kahlschlag in Trotha oder ökologischer Waldumbau?

12 Antworten

  1. Wir (Stadtratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) sind bereits mit der Bahn im Gespräch und bemühen uns um Klärung sowie darum unfangreiche Planungsunterlagen zu erhalten. Ich war gestern vor Ort und habe mir den gesamten Bereich angeschaut und mit Anwohnern gesprochen. Derzeit sind die Arbeiten erst einmal gestoppt, am Montag treffe ich mich mit den verantwortlichen Bahn um die weitere Vorgehensweise abzusprechen. Eine umfangreiche Erläuterung der Maßnhame soll, laut Bahn, morgen in der Presse veröffentlicht werden. Ich habe darum gebeten eine Bürgerversammlung zu machen, um die BürgerInnen über die geplanten Maßnahmen umfangreich zu informieren. Soweit der Stand der Dinge. Ah , gerade kommt die Mail mit den Unterlagen. Sichtung derselben folgt umgehend. Danach wissen wir mehr.

  2. Jens sagt:

    Bla Bla Bla wie alle Politiker. Bahn machen lassen, sie haben doch eine Genehmigung. Jeder hat was zu meckern und am Ende geht nichts vorwärts.

    • Denker sagt:

      Völlig überflüssiger Kommentar – wenn man jeden „machen lassen“ würde, wäre die zivilisatorische Ordnung schon zusammengebrochen. Und nicht alles, was irgendwer vom Schreibtisch Kraft seiner Wassersuppe genehmigt hat, ist sinnvoll und richtig. Mal selber denken.

    • Wolfgang Aldag sagt:

      Hallo Jens, mein Kommentar dient dazu die Bürgerinnen und Bürger um derzeitigen Stand zu informieren. Seit 3 Tagen bekommen wir viele Anrufe zu dem Thema, keine weiß Bescheid. Mein Job als Politiker sehe ich durchaus darin zu versuchen etwas zu erfahren und das dann mitzuteilen. Ja, die Bahn hat eine Genehmigung. Trotzdem muss man es nicht gut finden, dass 8000 Bäume gefällt werden sollen. Zudem kann man von der Bahn erwarten, dass sie über solche Maßnahmen informiert.

  3. Karla H. sagt:

    Wir können froh sein, dass sich im Norden von Halle so ein intakter Wald befindet. Die jetzt von der DB vernichteten Robinien standen bis 2001 sogar als schützenswert in der halleschen Baumschutzsatzung.

  4. Sachverstand sagt:

    Wenn hierdurch ein zukunftssicherer und stabiler Bestand geschaffen wird, eine durchaus begrüßenswerte wie sinnvolle Maßnahme mit Zukunftswert. Es sollte bei aller teilweiser Aufgeregtheit nicht vergessen werden, wir leben in einer STADT und da sind die Standzeiten aller Baumarten deutlich kürzer als auf freiem voll zusagenden Stand. Um es zu übertreiben, die „1000jährige“ Linde wird es im Stadtraum nicht geben. Das Foto zeigt auch keinen Baum aus dem Waldbestand, sondern eine gefällte Platane von der/dem, wahrscheinlich, Heideallee/Gimritzer Damm.

    • Erklärer sagt:

      „wir leben in einer STADT und da sind die Standzeiten aller Baumarten deutlich kürzer als auf freiem voll zusagenden Stand“

      Das Wäldchen ist nicht in der Stadt, sondern am Stadtrand, nur im Süden ist ein kleines Wohngebiet, ansonsten ein paar Gärten und Felder, so weit das Auge reicht.

      „ein zukunftssicherer und stabiler Bestand“

      Zukunftsicher und stabil, weil man erst mal über 8000 Bäume fällt? Da ist nichts mehr stabil und die Tiere dort können sehen, wo sie bleiben. Übrigens ist die Natur dort bisher stabil genug und Zukunft hatte sie auch, denn die Natur ist durch Evolution entstanden. Solange der Mensch nicht dazwischenpfuscht, ist in der Natur alles ok und regelt sich selbst.

  5. Andreas Müller sagt:

    Liebe Leute, geht Euch nicht gegenseitig an den Kragen! Das Hauptproblem im halleschen Waldbereich ist doch die mangelnde Transparenz und teilweise auch Kompetenz.
    Ehemalige Bergbaugebiete haben wir zuhauf in Halle, da können wir bei der Entwicklung dieser Terrains nicht wie die sprichwörtliche Axt im Walde vorgehen. Im einem Wald stehen nicht dieselben Bäume wie vor 100 Jahren, aber er darf nicht im D- Zugtempo zu stark ausgelichtet werden. Halle liegt im Mitteldeutschen Trockengebiet und der Wüstensommer 2018 dürfte noch in guter Erinnerung sein. Die Hand, die die Axt führt, sollte sehr überlegt geführt werden!

  6. Peter sagt:

    Wäre schön, wenn man in Halle beim Nachpflanzen genau so bemüht wäre wie beim Abholzen und wenn vor allem ortsnah nachgepflanzt werden würde und nicht immer irgendwo jwd, wo es sowieso schon viele Bäume gibt. Mit Nachpflanzen allein ist es auch noch nicht getan, wie viele junge Bäume gehen durch Trockenheit oder Vandalismus ein.

  7. TDoe sagt:

    Herr Aldag schweigt 😮
    Doch kein Kahlschlag?

    • Wolfgang Aldag sagt:

      Mittel-bis langfistig ja. Nach Durchsicht der mir vorliegenden Planunterlagen werden, durch das „Ringeln“ rund 8000 Robinien und Eschenahorn über die Jahre langsam absterben. Dazu sollen rund 200 Bäume direkt gefällt werden. Im Zuge des Waldumbaus erfolgen Aufforstungen ( d.h. Anpflanzen von ca. 50-70 cm großen Setzlingen) sowie das Ansäen von Bauminseln. Rund 300 cbm Müll sollen entfernt werden ( so viel hab ich dort nicht gesehen) Waldmantelpflanzungen sollen erfolgen sowie Weiden und Feuchtbereiche gepflegt werden. Setzlinge und Ansaaten als Ersatz für 30-40 Jahre alte Bäume halte ich für nicht ausreichend um vollwertigen Ersatz und damit eibe höhere Wertigkeit wie im Bestand zu erhalten. Die Maßnahme wurde vor 10 Jahren geplant. Ich denke aus naturschutzfachlicher Sicht würde man heute anders planen. Ich versuche am Montag die Bahn von einem Überdenken und einer Neubewertung der Maßnahme zu überzeugen. Und um die Frage zu besntworten, die Maßnahne bedeutet meines Erschtebs ein nahezu Kahlschlag in Raten

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