Kita “Vier Jahreszeiten” macht schon Ende Februar dicht – Sozialdezernentin: “Nicht auf Dauer”

In der vergangenen Woche hat dubisthalle über die bevorstehende Schließung der Kita “Vier Jahreszeiten” am Jägerplatz berichtet. Der städtische Eigenbetrieb Kita macht die Einrichtung aus Personalgründen dicht, und das bereits am 27. Februar. Den Eltern der 55 Kinder ist das erst vergangene Woche Mittwoch mitgeteilt worden.

CDU-Stadträtin Claudia Schmidt erkundigte sich deshalb im Jugendhilfeausschuss. Insbesondere für Kinder in der Eingewöhnungsphase sei die Situation schwierig, aber auch für alle anderen Eltern, die nun einen neuen Platz suchen müssen.

Zumindest Platzprobleme sieht die Stadt nicht. Man habe sogar den Umzug ganzer Gruppen in Alternativkitas angeboten, sagte Sozialdezernentin Katharina Brederlow. Sie gebe aber zu, dass es für erst neu aufgenommene Kinder schwierig ist. Die Kündigungsfrist sei aufgehoben. Wenn also Eltern in einer anderen Einrichtung, bei einem anderen Träger, etwas finden, dann können sie sofort wechseln.

Die Kita-Schließung soll “nicht auf Dauer” sein, sagte Brederlow. Nähere Aussagen machte die Dezernentin nicht. Die Einrichtung ist aber im Bedarfs- und Entwicklungsplan der Stadt Halle (Saale) enthalten.

Artikel Teilen:

22 Antworten

  1. Leistungsträger sagt:

    Es ist nicht zuviel verlangt, wenn Kinder bei den Nachbarn oder Großeltern abgegeben werden sollen. Auch ein privates Kindermädchen kann engagiert werden. Der Staat sollte sich aus derlei Privatangelegenheiten vollständig heraushalten.

    • Meine Kinder erarbeiten auch Ihre Rente! sagt:

      PH, sind Sie´s?! Anders kann ich mir eine solche gehirnakrobatische Entgleisung nicht erklären…

      • Skeptiker sagt:

        Ich glaube, er würde als PaulusHallenser schreiben. Soviel Geltungsbedürfnis wie dieser Selbstdarsteller hat, soll auch jeder wissen, wer da schreibt 😉

      • PaulusHallenser erzählt Unfug sagt:

        Das ist er mit Sicherheit. Jetzt übertreibt er es mit dem Namen wirklich. Der Rest wie immer nur Unfug. Lohnt nicht, ihn auf die Bedeutung von Lernen in der Gruppe zu informieren. Wahrscheinlich war er immer bei Nachbarn oder alleine auf dem Hof.

      • Leistungsträger sagt:

        In den USA funktioniert das genau so.

      • PaulusHallenser sagt:

        Nein, das bin ich nicht.

        Aber: Ich bevorzuge das „irische“ Modell. In Irland ist der Kitabetrieb komplett privat. Es gibt keine öffentlichen Einrichtungen usw. Kitas sind vollständig privat organisiert, außerdem gibt es viele Tagesmütter. Es fließt kein Steuergeld, allerdings kann man die Kinderbetreuungskosten fast vollständig von der Steuer absetzen. Das finde ich sehr gut und sollte auch in Halle und Sachsen-Anhalt üblich sein.

        • Facepalm sagt:

          Genau! Halle oder Sachsen-Anhalt macht seine eigenen Steuergesetze. Hast du mal die Einkommenssteuersätze beider Länder verglichen oder überhaupt das Steuerrecht in Irland?.Nein? Dachte ich mir.

      • 10010110 sagt:

        Billiger Trollversuch; einfach ignorieren.

      • PaulusHallenser sagt:

        Und das hier kann ich mir (leider) nicht verkneifen:

        „Meine Kinder erarbeiten auch Ihre Rente!“

        Wer selbst eigene Kinder hat, ist mit Sicherheit der letzte, der von seinem Nachwuchs erwartet, dass er später mal die Rente fremder Menschen zahlt.

        Jeder Mensch sollte ausschließlich seine eigene Rente zahlen. Jungen Menschen finanzielle Bürden auf den Weg in die Zukunft mitzugeben, ist ziemlich übler Missbrauch, den auch Eltern nicht an ihren eigenen Kindern betreiben sollten.

        • Ach Pauli... sagt:

          Schon ziemlich doof, wenn man das Rentensystem und den Generationenvertrag nicht versteht oder kennt. Und du willst an der Uni gewesen sein (Mensa zählt nicht).

        • Leistungsträger sagt:

          Ich glaube eher, du hast die Problematik nicht begriffen.

          Der Generationenvertrag wird in Zukunft nicht mehr so einfach funktionieren, wie in früheren Zeiten, da es mehr Rentner und weniger Nachwuchs gibt. Das ist übrigens seit Jahren bekannt.

          Daher hat auch die FDP – ebenfalls schon vor Jahren – eine kapitalgestützte Rente im Sinne eines Pensionsfonds vorgeschlagen, ähnlich dem Modell in Kanada, GB, Norwegen oder Australien.

          Entsprechend werden die Rentenabgaben in Fondsanteilen angelegt, aus denen später die Rente bezahlt wird.

          Wenn ich von einer 40-jährigen Beitragszeit ausgehe mit einem Jahresgehalt von nur 50000 €, davon 10000 € für die Rente, ergibt sich ein Beitrag von 400000 € in die Rentenkasse. Zinseszins auf 40 Jahre gerechnet macht dann 1 000 000 € als Anteil im Rentenfonds. Bei einer Ausschüttung von 5 % sind das 50000 € Rente im Jahr oder gut 4000 € Rente im Monat.

          Na, klingelt´s?

    • Dooventriggerer sagt:

      Man kann die Kleinen auch vor der Arbeitsstelle im Auto lassen. Das ist nicht zu viel verlangt!

    • : sagt:

      Wenn der Staat sich aus ‚Privatangelegenheiten‘ raushalten soll, dann bitte auch beim Schwangerschaftsabbruch. Und ehrlich gesagt wäre es schön, wenn Männer dort schon jetzt weniger meinen, mitreden zu müssen.

    • Klarstellung sagt:

      Woher wollen Sie schon jetzt wissen, dass Ihre Kinder arbeiten werden? Das können Sie ohne Glaskugel gar nicht.

    • Rob sagt:

      Was bist du denn fürn Vogel ? Es gibt Familien auch wir da lebt die Familien im EU Ausland ! Nichts mit bei den Großeltern abgeben ! Sicherlich zahlen die Eltern auch deine Sozial Leistungen !

  2. Der Dude sagt:

    Aha – dann aber bitteschön vollständige Privatisierung des Bildungssektors. Grundschule, weiterführende Schulen, Universität, Berufsschulen…muss alles in Eigenregie organisiert werden. Das Resultat wird ein Heer an Leistungsträgern sein.

  3. Blaubär sagt:

    Vorwärts immer, rückwärts nimmer!

  4. Halu sagt:

    Meiner Meinung nach, ist für die Stadt die Immobilie interessant .
    Sehr schönes Gebäude, sehr schöne Lage und die Stadt braucht Geld.
    Wieder etwas zum Abnicken für unseren
    Stadtrat.😜

  5. Marla sagt:

    In Halle stehen ausreichend Kita-Plätze zur Verfügung und zumindest ist eine Betreuung der Kinder gesichert. Für Eltern und Kinder ist es natürlich eine emotionale Herausforderung, die es zu meistern gilt.
    Leider wird nicht erwähnt, das das Haus stark reparaturbedürftig ist und möglicherweise auch denkmalgeschützt (?) ist . Es wäre unverantwortlich, wenn eine kostenintensive Reparatur erfolgt, wo es einen Überhang an Kita Plätzen gibt. Und der städtische Haushalt gibt das perspektivisch auch nicht her.
    Warum also die Aussage: „ nur vorübergehend…“?

Schreibe einen Kommentar zu Rob Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert