Klaus Dörr ist neuer Chef der halleschen Bühnen (TOOH)

Klaus Dörr hat am gestrigen Donnerstag im Beisein der Aufsichtsratsvorsitzenden der Theater-, Oper- und Orchester GmbH Halle (TOOH) und Beigeordneten für Kultur und Sport der Stadt Halle (Saale), Dr. Judith Marquardt, seinen Vertrag als Geschäftsführer der TOOH unterzeichnet. Der Aufsichtsrat der TOOH hatte nach Angaben der Stadtverwaltung in seiner Sitzung am 28. April 2025 Klaus Dörr einstimmig zum neuen Geschäftsführer der TOOH bestellt. Klaus Dörr übernimmt die Geschäftsführung zum 1. Juli 2025. 

Klaus Dörr: „Das kulturelle Angebot der Stadt Halle ist vielfältig und besonders. Ich freue mich auf die Bühnen Halle, auf die Zusammenarbeit mit den Künstlerischen Leitungen und allen Mitarbeitenden sowie darauf, meine langjährige Theatererfahrung dort einbringen zu können.“ 

Dr. Judith Marquardt: „In Herrn Dörr haben wir einen äußerst erfahrenen Geschäftsführer für die TOOH gewinnen können, der alle Voraussetzungen mitbringt, um die Herausforderungen der kommenden Jahre zu meistern. Für seine Zeit an den Bühnen Halle wünsche ich ihm großen Erfolg, und ich freue mich auf die Zusammenarbeit.“ 

Der Wirtschaftswissenschaftler Klaus Dörr, geboren 1961 in Neustadt an der Weinstraße, war zunächst Assistent des Technischen Direktors des Berliner Ensembles. Es folgten Tätigkeiten als Produzent, Produktionsleiter und Berater für freie und institutionelle Theater. Im Jahr 2006 wurde er zum geschäftsführenden Direktor des Berliner Maxim Gorki Theaters berufen; von 2013 bis 2018 war er künstlerischer Direktor und stellvertretender Intendant des Schauspiels Stuttgart. Im März 2018 wurde Klaus Dörr zunächst als geschäftsführender Direktor der Volksbühne Berlin berufen, dann im April aber als kommissarischer Intendant der Volksbühne ernannt. Sein Vertrag wurde mehrfach verlängert, zuletzt bis Sommer 2021. Seitdem übt er weitere freiberufliche Tätigkeiten zur Finanzierung und Organisation von Theatern aus. 

Klaus Dörr ist zunächst für den Zeitraum von fünf Jahren, bis einschließlich 30. Juni 2030, zum TOOH-Geschäftsführer bestellt. Er folgt auf Uta van den Broek, deren Vertrag zum 30. Juni 2025 endet. 

Die TOOH betreibt die Halleschen Bühnen als Mehrspartenhaus. Zu den Bühnen gehören die Staatskapelle mit dem Händel-Festspielorchester, die Oper Halle mit Ballett-Ensemble, das Neue Theater mit Thalia Theater sowie das Puppentheater. Der Geschäftsführer lenkt das Mehrspartenhaus in kaufmännischen und organisatorischen Angelegenheiten. Das schließt die Steuerung von Budgetvorgaben sowie Aufsicht und Umsetzung der vertraglich zwischen Stadt und Land festgeschriebenen Finanzierungszusagen für den Betrieb der Halleschen Bühnen ein. 

Foto: Stadt Halle (Saale), Thomas Ziegler

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12 Antworten

  1. Siegfried von der Heide sagt:

    Toi, Toi, Toi ! Das wird nicht leicht den Scherbenhaufen der Frau van den Broek zu übernehmen.

    • Ach nee sagt:

      Welchen Scherbenhaufen?

      • Staatsfinanzierte Hobbyorganisationen beschneiden sagt:

        Vor allem wird es nicht leicht, die Subventionsquote um mind. 50% zu senken, denn immer noch zahlen Hallenser Steuerzahler über die TOOH für das Hobby Weniger. Es wird Zeit, dass die TOOH mal betriebswirtschaftlich verbessert wird. Es sollte reichen, wenn Staat und Stadt die Liegenschaften übernehmen – zumindest den laufenden Betrieb sollten die Einnahmen decken. Alles Andere ist elitäre Verschwendung.

  2. Zeitzeuge sagt:

    Sollte nicht der Oberbürgermeister der Stadt den Aufsichtsrat der TOOH führen? Was hat die Stadtverwaltung denn bewegt einen 65 Jahre alten, gebürtigen Westdeutschen zum Geschäftsführer der TOOH zu küren? Der Abgang in Berlin war ja auch nicht geräuschlos. Man kann nur hoffen, dass strenge Einsparungsvorhaben Teil des Anstellungsvertrages sind. Mal schauen ob dieser GF sich gegen die unsäglichen Intendanten durchsetzen kann.

  3. Fritzekahn sagt:

    Gibt es keine ostdeutschen Experten für die TOOH ? Wo bleibt
    der Nachwuchs aus den fünf neuen Bundesländern ?

    • PaulusHallenser sagt:

      „Wo bleibt
      der Nachwuchs aus den fünf neuen Bundesländern ?“

      Fritzekahn,

      der „Nachwuchs“ besteht aus Leuten wie Martin Bochmann und die fallen nicht unter Kategorie „Experten“, im Gegenteil. Von daher ist es besser, auf qualifizierte Kräfte aus anderen Teilen Deutschlands zu setzen.

    • Gebürtiger Westdeutscher sagt:

      Warum muss der Experte aus Ostdeutschland kommen? Westdeutsches Geld wird angenommen, aber keine westdeutschen Experten? Ich verstehe euch Eingeborenen nicht mehr. Ostdeutsche haben inzwischen einfach ein zu schlechtes Image, national wie international. Also legt doch bitte euren Lokalpatriotismus ab und engagiert euch!

  4. PaulusHallenser sagt:

    „Seitdem übt er weitere freiberufliche Tätigkeiten zur Finanzierung und Organisation von Theatern aus.“

    Mit anderen Worten: Dieser Mann ist ein freiberuflicher Subventionsabgreifer. Das mag für die entsprechenden Theater gut sein, geht aber zu Lasten der hart arbeitenden Steuerzahler.

  5. Hoffotograf sagt:

    Tztztz Judith, schon wieder ein Fototermin ohne den Chef. 🤩