Kostendeckung bei halleschen Kultureinrichtungen: Bühnen Flop, Planetarium Top

Das Planetarium ist die städtische Kultureinrichtung, die mit den prozentual geringsten Zuschüssen auskommt. Das geht aus eine Auflistung für den Stadtrat auf Nachfrage der Fraktion FDP / Freie Wähler hervor.

Demnach stand für das Jahr 2024 ein Aufwand von 1,7 Millionen Euro ein Ertrag von 1,5 Millionen Euro gegenüber. 107.000 Gäste konnten begrüßt werden. Mit einem Kostendeckungsgrad von 87,6 Prozent liegt das Planetarium damit weit abgeschlagen.

Die meisten Gelder sind in die Theater, Oper und Orchester GmbH (TOOH) geflossen. Einem Aufwand von 45,7 Millionen Euro steht ein Ertrag von 4,5 Millionen Euro gegenüber. Der Kostendeckungsgrad für die knapp 190.000 Zuschauer liegt bei 9,8 Prozent.

Auch für andere kulturelle Einrichtungen der Stadt wurden die Zahlen geliefert: Konservatorium (Ertrag 1,3 Millionen Euro, Aufwand 3,2 Millionen Euro, Kostendeckung 40,8%), Salinemuseum (Ertrag 34,000 Euro, Aufwand 490.000 Euro, Kostendeckung 7%, 7.500 Besucher). Stadtarchiv (Ertrag 114.000 Euro, Aufwand 1 Million Euro, Kostendeckung 11,2%), Stadtbibliothek (Ertrag 425.000 Euro, Aufwand 3,2 Millionen Euro, Kostendeckung 13,3%, 360.000 Nutzer),  Stadtmuseum (Ertrag 246.000 Euro, Aufwand 1,8 Millionen Euro, Kostendeckung 13,2%, 42.000 Besucher), Stadtsingechor (Ertrag 33.000 Euro, Aufwand 733.000 Euro, Kostendeckung 4,5%), Volkshochschule (Ertrag 950.000 Euro, Aufwand 1,2 Millionen Euro, Kostendeckung 76,7%).

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66 Antworten

  1. Liberaler sagt:

    „Das Planetarium ist die städtische Kultureinrichtung, die mit den prozentual geringsten Zuschüssen aufkommt. Das geht aus eine Auflistung für den Stadtrat auf Nachfrage der Fraktion FDP / Freie Wähler hervor.“

    Da sieht man mal wieder, wer für den steuerzahlenden Bürger da ist.

    Das TOOH gehört umgehend geschlossen und die Räumlichkeiten verkauft oder an Gewerbetreibende vermietet.

    Freiheit, Fortschritt und soziale Gerechtigkeit geht eben nur mit der FDP.

  2. Steuerzahler sagt:

    Die meisten Gelder sind in die Theater, Oper und Orchester GmbH (TOOH) „verbrannt“ worden – und es nimmt einfach kein Ende! Man sollte wirklich überdenken, ob „das sein muss“ oder weg kann..

  3. Um Gottes Willen sagt:

    Derartige Kostendeckungen sind schockierend und ein absoluter Witz. VHS und Planetarium kriegt man sicher mit etwas Anstrengung in einen kostendeckenden Betrieb und sowas wie das Stadtarchiv hat eine nicht in Erträgen zu messende Hauptfunktion, insoweit grünes Licht. Konservatorium, Stadtsingechor und Stadtbibliothek kann man auch eine gewisse gesellschaftliche Funktion beimessen, allerdings würde ich da die Gebühren zumindest moderat anheben. Alles irgendwie noch zu rechtfertigen. Aber ganz ehrlich, TOOH, Salinemuseum und Stadtmuseum gehören bei derartigen Zahlen dringend auf den Prüfstand oder unmittelbar dicht gemacht. Kostendeckungen von teils im einstelligen Bereich sind ne maßlose Frechheit und nicht im Ansatz vertretbar.

    • lederjacke sagt:

      Kulturbanausen zieht aufs Dorf, prüft dort den Kostendeckungsgrad der Freiwilligen Feuerwehr und der Kirchgemeinde, aber vergreift euch nicht am Kulturleben der Stadtbevölkerung!

      • Knalltuete sagt:

        Sehe ich ganz genauso, eine stadt lebt auch und vor allem durch ihren Kulturbetrieb, nicht vom nächsten Einkaufsladen…mal hingehen würde der Oper ehr helfen und die Stadt lebendig erhalten….

        • Zuckertüte sagt:

          Du kannst nur so oft hingehen, wie Plätze frei sind. Wenn trotz voller Ränge kein Gewinn gemacht wird, dann sind die Personalkosten einfach zu hoch.

        • Kulturbanause...na klar sagt:

          Völlig plemplem und ein lächerliches Totschlagargument, irgendwas zwangszufinanzieren, nur weil es angeblich Hochkultur ist, auch wenn es offenbar nur unzureichend wenige interessiert. Im Übrigen wäre, die TOOH auch mit 70-80% in den Miesen wenn jede einzelne Veranstaltung restlos ausverauft wäre. Warum? Weil realistische Ticketpreise in Halle niemals die Umsätze generieren können, die den laufenden Betrieb derartiger Veranstaltungen decken können. Und das sage ich als jemand, der locker 5-6 mal pro Saison in Oper und Ballett geht.

          • Frage sagt:

            Kennen Sie ein Opernhaus in Deutschland, das sich selbst trägt und nicht auf Subventionen angewiesen ist? Ich bezweifle, dass das möglich ist.

          • Antwort sagt:

            Ja, das Festspielhaus Baden-Baden. Das funktioniert nach nem PPP-Modell, dort wird einzig die Immobilie von der Stadt kostenlos zur Verfügung gestellt, alles andere ist vollständig privatfinanziert. Komischerweise kommen die auch gleich mit viel geringeren Kosten aus, weil die wie ein Unternehmen geführt werden und somit Verluste in den Köpfen des Managements nicht völlig scheißegal sind. Kann also durchaus funktionieren. Zudem ist das gar nicht mein Punkt. Es gibt nämlich noch nen großen Bereich zwischen einstelligen Eigenanteilswerten und „sich selbst trägt“, 20 % Eigenfinanzierungsquote wird man ja wohl durchaus anstreben dürfen, aber das wird niemals passieren, weil eine derartige Kultur, mit fremden Mitteln effizient umzugehen, dort gar nicht existiert. Eine staatliche Subvention jedes verkauften Tickets mit durchschnittlich ca. 250€ ist ja wohl ein Witz.

          • Frage sagt:

            M.W. ist das Festspielhaus Baden Baden lediglich ein Veranstaltungsort für Gastspiele, und trotzdem auf Förderer und Sponsoren angewiesen. Entsprechend kein Beispiel für eine sich selbst tragende Oper mit eigenem Ensemble. Opernaufführung konzertant. Korrigieren Sie mich bitte, falls ich mich irre, aber Ihr Beispiel ist kein Beispiel für das gesuchte.

          • leider schlecht sagt:

            „dort wird einzig die Immobilie von der Stadt kostenlos zur Verfügung gestellt“

            Dann trägt es sich nicht selbst, sondern nur mit dauerhafter kommunaler Unterstützung.

            „privatfinanziert“

            Finanzierung übernimmt eine Stiftung und der Förderkreis. Durch Zuschüsse. Auch da trägt sich nichts selbst. Es ist hoch defizitär.

            Die Stiftung selbst ist über mehere Jahrzehnte vom Steuerzahler bezuschusst. Dreistellige Millionenbeträge flossen…

        • Helfer sagt:

          Jeder Bùrger zahlt doch schon einen Teil der Eintrittskarten und darf trotzdem nicht hingehen. Jetzt willst du das die Bùrger noch mehr zahlen. Bestimmt sollen sie bei Miete, Strom, Heizung und Essen dafür sparen.

      • Feurio sagt:

        @lederjacke…Die Feuerwehr rettet Leben, Hab und Gut, hilft. Was machen die anderen nochmal wenn es einen Notfall gibt?

        • Einfach mal nachdenken sagt:

          Auch die Feuerwehr ist kein Vollkaskounternehmen kompletter Sicherheit.
          Im Ernstfall kann eher selten Hab und Gut gerettet werden.

          • wow sagt:

            Dann fang an zu denken oder informier dich erstmal, welche Hauptaufgaben die Feuerwehren haben, bzw. auch deren Priorisierungen.
            Es beginnt mit „Retten“

      • wow sagt:

        „Kostendeckungsgrad der Freiwilligen Feuerwehr“

        Im Ernst?
        Rede nicht von Dingen, welche du auch im Ansatz nicht verstehst!
        Soviel „Dünnes“ in deinen wenigen Worten, … unglaublich.

  4. Knolle Murphy sagt:

    Wenn man die Kommentare hier liest, muss man deb Menschen empfehlen wirklich öfter die kulturellen Einrichtungen der Stadt zu nutzen. Kultur ist Bildung!
    Man kann den Wert von Kultur nicht in Geld messen.

    • PaulusHallenser sagt:

      „Kultur ist Bildung!
      Man kann den Wert von Kultur nicht in Geld messen.“

      Knolle Murphy,

      warum setzt Ihr ungebildeten Menschen immer Kultur mit darstellenden Künsten (= TOOH) gleich? Wer “ Kultur ist Bildung!“ propagiert, hat den Kulturbegriff niemals verstanden. Kultur ist alles, was ein Mensch tut, macht und unterlässt.

    • Murphy G.. sagt:

      Noch einmal, wenn trotz Ausverkauf keine Gewinne gemacht werden und die Künstler dann mit Steuergeld subventioniert werden ist das wahrscheinlich auch eine Art Kunst.

    • Helfer sagt:

      Der tooh fehlt jedenfalls Wirtschafts- und Finanzbildung.
      Und die Löhne und Gehälter der tooh müssen auch nicht in Geld gemessen werden.
      Kultur kann ja auch einfach gelebt werden.

  5. Kann so nicht bleiben sagt:

    Über die TooH muss man sich dringend Gedanken machen, zumal hier auch in absoluten Zahlen die meisten Gelder fließen.
    Aber aus mir nicht bekannten Gründen scheinen Halles Politiker und Verwalter einen Narren an den 420 Hanseln gefressen zu haben. 9% Kostendeckung – das geht nicht.
    Und neiiiin, Halle wird nicht superattraktiv durch das TooH Theater. Eine Stadt wird zunächst attraktiv durch gut bezahlte und hochwertige Arbeitsplätze und nicht durch Firlefanz. Der Rest kommt dann schon.
    Kann nicht sein, dass die TooH zehnmal mehr pro Jahr kassiert, als die Stadt für die Instanthaltung des gesamten Strassen- und Wegenetzes ausgibt.

  6. Wegdamit sagt:

    Geschickter Moove! Kultureinrichtungen gegeneinander aufhetzen und und nach Effizenz bemessen! Genial! Wir brauchen gar keine AFD Landesregierung, wir können auch ganz allein alles dicht machen. Was kommt als nächstes? Wie wäre es damit: Bürgergeld-Empfänger nach Effizenz einzustufen und ggf. abzuschaffen? Da geht noch einiges!

    • losgehts sagt:

      …dass mit dem Bürgergeld ist ne gute Idee…

    • So sind die Zahlen sagt:

      Gottchen, so sind nun mal die Zahlen. Da hilft es nicht, sich die Augen zu verkleistern und „weiter so“ zu rufen.
      Was viele vergessen, diese Millionen Euro müssen erstmal erarbeitet und Menschen in Form von Steuern abgepresst werden.

    • Effizienz sagt:

      OK, dann braucht Gewerbe, Umsatz und Einkommensteuer sowie Krankenkasse auch nicht nach „Effizienz“ eingestuft werden.Toll…

  7. PaulusHallenser sagt:

    „Das Planetarium ist die städtische Kultureinrichtung, die mit den prozentual geringsten Zuschüssen auskommt. Das geht aus eine Auflistung für den Stadtrat auf Nachfrage der Fraktion FDP / Freie Wähler hervor.“

    Vielen Dank an meine Kollegen der FDP. Wir machen deutlich, wofür Steuergelder ausgegeben, bzw. verschwendet werden.

    „Die meisten Gelder sind in die Theater, Oper und Orchester GmbH (TOOH) geflossen. Einem Aufwand von 45,7 Millionen Euro steht ein Ertrag von 4,5 Millionen Euro gegenüber.“

    Wahnsinn! An dieser Stelle sollte endlich eingegriffen werden. Brotlose Kunst gehört ersatzlos abgeschafft, auch wenn sie sich unter dem Namen „Kultur“ tarnt.

    • Frage sagt:

      PaulusHallenser,

      Stimmt es, dass Leipzig als größere Stadt über 100 Millionen für Oper und Theater ausgibt? Wie sieht es in anderen Städten aus? Haben Sie Vergleichszahlen? Würde mich interessieren.
      Schön finde ich, dass Sie hier endlich mal explizit schreiben, dass Sie das alles abschaffen wollen (Oper, Ballett etc. gibt es nur subventioniert, oder kennen Sie Gegenbeispiele). Das will ich nicht.

      Beste Grüße

    • Ach Pauli sagt:

      Was soll das arrogante „wir“? Wer hat dich legitimiert, für die ganze FDP zu sprechen? Fraglich, ob die Stadträte dich als ihren Kollegen ansehen. Zumindest hauen sie nicht so viel Mist raus. Sie haben nachgefragt. Und welche Lösungen bietet die FDP? Keine. Du hast „Ideen“, bist aber nicht die ganze FDP.

  8. Hugo sagt:

    Beim TOOH würde mich mal die Auslastung interessieren. Wieviel Prozent der angebotenen Karten wurden verkauft? Daran erkennt man ob das angebotene Produkt für den Konsumenten interessant ist. Vielleicht sollte man bei schlechter Auslastung mal über den Spielplan nachdenken.

    • Zig sagt:

      Puppentheater: jede Vorstellung ausverkauft. Ballett: gab ein paar die nicht laufen(oder zu lange gespielt werden), sonst praktisch ausverkauft. Oper: gibt noch Restplätze im 2. Rang, sonst fast immer ausverkauft. Staatskapelle: Da hast du gute Chancen auf Karten, je nach Stück. NT und Thalia: gibt ausverkaufte Vorstellungen, aber oft sind Karten zu bekommen.
      An der Auslastung liegt es nicht. Halle macht großartige Vorstellungen. Kultur ist nun mal teuer. Ich kann jedem nur empfehlen mal für 5 Eur in eine Kostprobe zu gehen oder zum Laternenfest die Bühne der TOOH auf der Ziegelwiese zu besuchen.
      Und das Bashing in der Kommentarspalte allen Ehren, aber Kultur und Bildung nur für Reiche (oder ganz schließen, wer braucht schon Museen) hat schon ein Geschmäckle.

      • Hugo sagt:

        Danke für die ausführliche Antwort.
        Dann sollte die Leitung der Bereiche, wo zu viele Karten liegen bleiben / unverkaufbar sind, mal ihr Programm überdenken. Was nützt ein künstlerisch „wertvolles“ Programm und keinen interessierts? Auch so kann man Kunst kaputt machen.

      • 10010110 sagt:

        Wenn die Nachfrage so hoch ist, dann kann man laut marktwirtschaftlichen Prinzipien doch auch die Preise erhöhen.

  9. KGS sagt:

    Planetarium, Museen und die Volkshochschule sind in meinen Augen aber keine „echten“ Kultureingichtungen, sondern dienen primär Bildung und Wissenschaft. Die in einen Topf mit der TOOH zu werfen ist in meinen Augen unseriös.

    Will man wirklich auf Teufel komm raus den „Kostendeckungsgrad“ als alleinige heilige Kuh durch die Manege treiben?
    Gerade Einrichtungen, welche der Bildung dienen, sollten von derartigen Diskussionen verschont und vor Nachstellungen durch die der „Partei der Besserverdienenden“ geschützt bleiben.

  10. anne sagt:

    …und dickes danke an alle welche denken und posten subkultur kostet. null ahnung. only bullshit

  11. Zappelphillip sagt:

    45 Millionen Euro für 190000 Zuschauer …. das ist wirklich irre . Das kann sich Halle einfach nicht mehr leisten. Hier muss dringend mindestens 50 % eingespart werden .. natürlich mit der Vorgabe das dann immer noch rund 190000 Zuschauer kommen. Dfür müssen allerdings Künstler und TOO Verwaltung mal aus Ihrer Komfortzone raus ..

  12. Henk sagt:

    TOOH schliessen, sofort. Das ist nicht vertretbar und von den Bürgern finanziertes Hobby irgendwelcher linksgrüner Aktivisten.

    • Honk sagt:

      Na klar! Alles, was nicht deiner rechten Gesinnung entspricht, ist gleich linksgrün. Jetzt also auch alle Oper- und Theaterbesucher… Kann nicht jeder nur auf stramme Marschmusik stehen.

  13. Zwegat sagt:

    Witzig, dass die politischen Träume genau derer dafür verantwortlich sind, die nun die kulturellen Millionengräber verteidigen.

  14. Nietlebener sagt:

    Die meisten Gelder sind in die Theater, Oper und Orchester GmbH (TOOH) geflossen. Einem Aufwand von 45,7 Millionen Euro steht ein Ertrag von 4,5 Millionen Euro gegenüber. Der Kostendeckungsgrad für die knapp 190.000 Zuschauer liegt bei 9,8 Prozent.

    Welche Lösung gibt es dazu?

    Kurz gesagt: Es gibt nicht die eine Lösung, sondern mehrere politische und betriebliche Stellschrauben, je nachdem, was man erreichen will (Kulturauftrag sichern vs. Kosten senken vs. Einnahmen steigern).

    1. Einordnung der Zahlen (wichtig)

    Ein Kostendeckungsgrad von ~10 % ist bei Theater/Oper/Orchester in Deutschland nicht ungewöhnlich.
    Diese Einrichtungen sind bewusst Zuschussbetriebe – ähnlich wie Museen, Bibliotheken oder Hochschulen.

    👉 Die eigentliche Frage lautet also nicht:

    „Warum sind die Einnahmen so niedrig?“

    sondern:

    „Ist der gesellschaftliche Nutzen den Zuschuss wert – und kann man ihn effizienter erreichen?“

    2. Mögliche Lösungsansätze
    🔹 A) Einnahmen steigern (begrenztes Potenzial)

    Realistisch, aber kein Gamechanger:

    moderat höhere Ticketpreise (sozial abgefedert)

    dynamische Preisgestaltung (Premium-Plätze, Events)

    stärkere Vermarktung / Tourismuskooperationen

    Sponsoring, Mäzenatentum, Stiftungen

    Gastspiele, Kooperationen mit anderen Häusern

    ⚠️ Problem:
    Zu starke Preissteigerungen → weniger Publikum → Kulturauftrag leidet.

    🔹 B) Kosten senken (politisch heikel)

    Zusammenlegung von Verwaltung / Technik / Werkstätten

    weniger Premieren, längere Laufzeiten

    Reduktion von Parallelproduktionen

    gemeinsame Nutzung von Ensembles / Orchestern

    ⚠️ Problem:

    Einschnitte bei Personal & Qualität

    Widerstand von Gewerkschaften, Publikum, Politik

    🔹 C) Publikum erweitern (strukturell sinnvoll)

    Langfristig der nachhaltigste Hebel:

    mehr niederschwellige Formate

    gezielte Angebote für junge Menschen

    Kooperationen mit Schulen & Hochschulen

    neue Spielorte (Open Air, Stadtteile)

    zeitgemäße Stoffe & Vermittlungsformate

    ➡️ Ziel: mehr als 190.000 Zuschauer, nicht nur höhere Preise.

    🔹 D) Kulturauftrag klar definieren (Grundsatzentscheidung)

    Die ehrliche politische Frage:

    Soll TOOH Spitzenkultur produzieren – auch für ein kleineres Publikum?

    Oder stärker auf Breitenwirkung setzen?

    Beides gleichzeitig geht nur begrenzt.

    🔹 E) Transparenz & Zielsteuerung

    klare Kennzahlen (Kosten pro Zuschauer, Auslastung)

    Vergleich mit anderen Städten

    Zuschüsse an messbare Ziele koppeln (z. B. Reichweite, Bildung)

    3. Realistische Schlussfolgerung

    Eine Vollkostendeckung ist illusorisch.
    Die realistische Lösung ist:

    Zuschüsse beibehalten, aber Wirkung und Effizienz verbessern.

    Oder politisch zugespitzt:

    Will man Kultur als öffentliches Gut? → Zuschüsse akzeptieren

    Will man sparen? → Angebot reduzieren oder umbauen

    Beides zugleich funktioniert nicht.

  15. Rentner sagt:

    Die Kostendeckung zB eines Planetariums und eines Opernhauses zu vergleichen, ist schon seeeehr vermessen! Aber vielleicht könnte man ein Planetarium mit einem Kino, das auch mal wissenschaftliche Filme vorführt, vergleichen.

    Haben Richard Wagner, Albrecht Dürer, die Brüder Grimm, … zu ihren Lebzeiten von ihrer Kunst leben können?

    Und warum ist das nicht tabellarisch dargestellt?

  16. Rentner sagt:

    Die Kostendeckung zB eines Planetariums und eines Opernhauses zu vergleichen, ist schon seeeehr vermessen! Aber vielleicht könnte man ein Planetarium mit einem Kino, das auch mal wissenschaftliche Filme vorführt, vergleichen.

    Haben Richard Wagner, Albrecht Dürer, die Brüder Grimm, … zu ihren Lebzeiten von ihrer Kunst leben können?

    Und warum ist das nicht tabellarisch dargestellt? Da könnte man noch besser vergleichen.

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