Land beschließt Regelungen zur Bekämpfung der Feldmaus

19 Antworten

  1. Falko sagt:

    Kann man nicht etwas anbauen was die Mäuse nicht fressen und dadruch den Bestand auf natürliche Art und Weise verringern? Das Gift landet doch dann auch in den Tieren die die toten Mäuse fressen (Raubvögel, Füchse, Katzen) und über Umwege auch wieder auf unseren Teller oder? Das Problem ist doch von den Bauern selbst gemacht, so wie mit den Wildschweinen die sich durch zu viel Maisanbau stark vermehren, oder?

    • xxx sagt:

      Ja, auch andere Tiere kommen durch das Gift um:
      „Außerdem wurde festgestellt, dass nicht nur die Zielorganismen (die Nager) durch die Wirkstoffe getötet werden, sondern auch Raubtiere wie Eulen, Mäusebussarde, Steinadler, Füchse und Iltisse betroffen sind. Aber auch samen- und körnerfressende Vögel können betroffen sein, die den häufig aus Getreide bestehenden Köder direkt fressen.“
      https://de.wikipedia.org/wiki/Rodentizid#Warnung
      Sind Feldhamster etwa „schlauer“ als Feldmäuse, Eulen, Füchse oder Haustiere und fressen das Gift nicht? Und warum nochmal steht der Feldhamster überhaupt auf der Roten Liste?

      • n.a.h. sagt:

        weil der zu „faul“ ist in der Nacht zu arbeiten?
        mit Tagesanbruch sind die Mähroboter unterwegs, da bleibt halt nüscht übrig um es noch in den Bau zu bringen.
        Tscha und dann kommt – nee nee, nich der kleine …. sondern der große Hunger. 😉

    • n.a.h. sagt:

      Früher ( als die Bauern noch dumm waren 😉 ) wurde der Acker 2x tief gepflügt.
      Zerstörte die Baue und Nester der Mäuse und reduzierte somit die Population.
      Auch die Fruchtfolge war dememtsprechend ausgelegt, daß sich der Befall in Grenzen hielt. Haben oft die Wanderschft der Sippe beobachtet, war für die Greifer immer eine Festwoche
      Nässe und Winter taten ein übriges. Den Hamster störte das nicht, er legt seinen Bau viel tiefer an als Mäuse, wer schon mal Hamster ausgegraben hat weiß was ich meine 🙂
      Außerdem hält er Winterschlaf, während die kleinen Nager immer aktiv sind und deshalb auch immer fressen müssen.

      Heute , in der Landwirtschaft wie überall, schneller, mehr wachsen, wachsen…
      deshalb schnell mit der Scheibenegge drüber ( mx. 15cm) und die nächste Saat rein.
      Ergebnis? — rischtich…

      • Klara sagt:

        Klasse Kommentar 🙂
        Kleine Ergänzung: ich hab schon in Bio gelernt, irgendwann zwischen 1975 und 1977, dass Streifen mit Gehölzen zwischen den einzelnen Feldern den Übertritt der Mäuse auf den Nachbaracker verhindern. Das führt schnell zu Inzucht und Zusammenbruch der Population.
        Diese Streifen (ich meine mich an eine Breite von drei Metern zu erinnern) zwischen den Schlägen gibt es nicht mehr. Sie wurden platt gemacht, was natürlich auch dazu führt, dass weniger Vögel (Insektenfreser) Nistplätze finden und weniger Greifvögel ( Mäusefresser) aufbaumen können.

  2. D. Stoye sagt:

    Hm, der Landwirt stellt sicher kein Schild an den Feldrand, dass er Rotenzidide angewandt hat – wie schädlich ist das denn für Hund und Katze?

    • G. Ufer sagt:

      Nicht schädlicher als Grünenzidite und Gelbensidizie.

      Solang Hund und Katze nicht in Wahrheit verkleidete Mäuse sind, kann nichts passieren. In Sachsen-Anhalt herrscht allerdings flächendeckend Leinenpflicht während der Brut- und Setzzeit und ganzjährig Aufsichtspflicht (ja, auch für Katzen). Vielleicht hilft das viel besser als Schilder.

  3. Ralf sagt:

    Warum wird nicht mal zur Abwechslung die Landwirtschaftsindustrie bekämpft, die nachweislich für Vergiftung der Böden, Verkarstung, Artensterben, Lebensmittelvermüllung, Waldsterben, Platzmangel, Überdüngung uvm. verantwortlich ist?

    • xxx sagt:

      Die Landwirtschaftsindustrie hat eine starke Lobby, die Natur nicht. So einfach ist das. Und so werden die Natur und das Essen vergiftet und die Tiere „dürfen“ qualvoll sterben. Aber wen von den Großkopferten interessiert schon Tierleid.

  4. Achso sagt:

    Du sollst keine Füchse essen! Das Bussard-Püree musst Du auch lassen.

  5. Danne sagt:

    Nein ja u wieder nein…
    Was gäbe es denn was Mäuse nicht fressen…u mit dem der Landwirt auch Geld verdienen kann,mir fällt nix ein weil Maus =Planzenfresser
    Bauer=Planzenproduzent
    Jedenfalls auf dem Acker.
    Das mit dem Gift ist so ne Sache….wenn die Maus in ihren Bau stirbt würde das ja nicht in den Kreislauf kommen…aber wer kann das Garantieren u Maisanbau u Wildschwein Population stehen auch nicht 100%nachweisbar im Zusammenhang…ist mehr so milde Winter u wenn dann 2 mal statt 1 mal Frischlinge da sind…werdens irgendwann zuviel…

    • n.a.h. sagt:

      Schon mal was von gehört?
      – mit Speck fängt man Mäuse
      – mit Käse auch
      – in der Räucherkammer ist oft Nachschauen oberstes Gebot!
      – nutella,schoko, nuß haben die auch zum fressen gern.
      Sind halt eben Pflanzenfresser 😀

  6. xxx sagt:

    „Herkömmliche Rodentizide dürfen seit dem 1. Januar 2013 nicht mehr im Einzelhandel verkauft werden. Der Vertrieb erfolgt seitdem nur noch über den Fachhandel, die Anwendung ist nur noch sachkundigen Personen erlaubt (Sachkundenachweis erforderlich).“
    https://de.wikipedia.org/wiki/Rodentizid#Warnung

    Ob jeder anwendende Landwirt zum „sachkundigen Personenkreis“ gezählt werden kann ist fraglich.
    Den Feldhamster vorzuschieben, um ein umstrittenes Gift in Umlauf zu bringen, ist schon ziemlich niederträchtig. Grüne Landwirtschaftsministerin – kein weiterer Kommentar…

  7. H-Milch sagt:

    Wenn es Mäuse gibt, kommt der Storch und der Greifvogel in unsere Region. Großes Futterangebot an Mäusen bedeutet starker Nachwugs bei Storch, Greifvogel und Fuchs. Das ist der natürliche Kreislauf. Der Mensch sollte sich in der Geduld üben.
    Getreide was angebaut wird, um Benzin mit Ethanol zu verdünnen, oder für Biogasanlagen verwendet wird, ist dekadent. Getreide wird ebenfalls als Tierfutter verwendet. In diesem Jahr eben nicht für Kuh und Schwein im Stall, sondern für die niedliche Maus und Hamster. 😉

  8. Beobachter sagt:

    Früher haben die Bauern die Feldraine sauber gemäht, damit die Greifvögel dort die Mäuse fangen können.
    Genauso ein Leckermahl war, wenn die Felder gepflügt wurden.

    Darüber hinaus kann man Sitzstangen aufstellen und Nistmöglichkeiten für Greifvögel optimieren.

  9. Hertz sagt:

    Einfach nach der Ernte richtig tief umpflügen, wie früher da gemacht wurde

    • Danne sagt:

      Fachfrage….wie tief pflügt man denn so…?
      20cm…ist nämlich ausreichend Wenn’s ne Getreidesaat ist…30 cm für Zuckerrüben…das war früher schon so u ist auch heut nich anders…weil ist ja auch immer kosten Faktor….tiefer gleich mehr Kraftstoff.
      U wenn man sich damit richtig beschäftigt ist zu tief auch schlecht weil wegens der Mikroorganismen… bringt man zuviel durcheinander…
      Nichts desto trotz ja pflügen würde den Mäusen Bestand dezimieren!
      Zur Ausbringung der Köder…die sind teuer also schmeißt kein Landwirt die pauschal auf den Acker…dann läuft man zu den Löchern u platziert direkt…ja aufwändig aber ein muss wenn man andere Arten schützen möchte!
      Woher ichs weiß
      …selbst schon gemacht…

      • xxx sagt:

        „Zur Ausbringung der Köder…die sind teuer also schmeißt kein Landwirt die pauschal auf den Acker…dann läuft man zu den Löchern u platziert direkt…ja aufwändig aber ein muss wenn man andere Arten schützen möchte!“

        Ja wat denn nu – zu teuer oder Arten schützen. Klingt alles nicht sehr glaubwürdig, dass ein Landwirt mitten kreuz und quer durch das Getreide latscht und seine 100 Hektar (oder wieviel auch immer) per Hand mit Giftködern bekrümelt. Wahrscheinlich geht er sogar zweimal, weil beim ersten Mal erstellt er sicher eine Skizze, wo er die gefundenen Mäuselöcher einzeichnet. Und da es ja riesige Heerscharen an Mäusen sein müssen, die sogar ein halbverbotenes Gift „rechtfertigen“ und den Hamster bedrohen, müssten es logischerweise auch viele tausend Mäuselöcher sein, die es zu finden gilt… Das klingt nach Arbeit für Generationen!
        Netter Versuch immerhin.

  10. Recht sagt:

    Lasst die Füchse leben, dann gibt es weniger Mäuse.
    Aber nein, die müssen bejagd werden.
    So ein Schwachsinn.
    Ich mag keine Jäger.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.