Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt empfiehlt: Apps wie NINA oder KATWARN sollte jeder auf dem Smartphone installieren

In diesem Jahr hat sich bereits mehrfach in unterschiedlichen Regionen Deutschlands gezeigt, wie verheerend sich Hochwasserlagen nach wie vor auf die Bevölkerung auswirken können.

Die Warnung der Menschen in den betroffenen Gebieten spielt hierbei eine ganz wesentliche Rolle. Diese Funktion erfüllen unter anderem Warn-Apps.

„NINA, KATWARN oder BIWAPP sollte jede Bürgerin und jeder Bürger auf seinem Smartphone haben. Mit einigen Tagen Vorlauf werden die Nutzerinnen und Nutzer vor drohenden Unwettern gewarnt, damit bleibt genug Zeit, um sich darauf einzustellen und eventuelle vorsorgende Maßnahmen in die Wege zu leiten.“, ruft die Leiterin der Oberen Katastrophenschutzbehörde in Sachsen-Anhalt, Dr. Annekatrin Preuße auf.

„Vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse in Bayern wollen wir diesbezüglich noch einmal anhand der beiliegenden Information sensibilisieren. Auch kommt es immer wieder vor, dass sich Menschen durch fehlende Informationen beispielsweise über drohende Wetterlagen unnötig in Situationen bringen, aus denen sie dann gerettet werden müssen. Das belastet zusätzlich das Rettungssystem in Katastrophenlagen. Durch gute Warnsysteme wäre so etwas vermeidbar.“, so Preuße weiter.

Neu in der Umsetzung: „Cell Broadcast“. Bei diesem System bekommt jeder automatisch eine Benachrichtigung, der sich in einem Katastrophen- bzw. Schadensgebiet aufhält. Im Rahmen des jährlich stattfindenden „Bundesweiten Warntags“ (dieses Jahr am 12.09.2024!) wird „Cell Broadcast“ getestet.

Bevor es jedoch zur akuten Warnung kommt, gibt es zudem ein umfassendes Angebot von Apps, die die Bevölkerung informieren, für Hochwasser zum Beispiel „HochwassergefahrST“ vom Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt (LHW), oder NINA, KATWARN, BIWAPP oder DWD.

Was diese Apps im Einzelnen bieten, haben wir hier zusammengefasst. Alle Apps und deren Nutzung sind kostenlos.

Hintergrund:

Bei Katastrophenlagen ist das Landesverwaltungsamt als Obere Katastrophenschutzbehörde u.a. für die Organisation und Koordination der überörtlichen Hilfe zuständig. Insgesamt 11-mal war der Katastrophenschutzstab des LVwA im Einsatz (davon 5 Fluten). Da Krisen bzw. Katastrophen unterschiedlich ausfallen können (Hochwasser, große Unfälle, Stürme, Pandemien usw.), ist die Bündelung von Kompetenzen hier von ganz besonderem Vorteil. Bei Hochwassern sind beispielsweise Referate im LVwA beteiligt, die für die Themen Luft, Wasser, Kita, Ladenöffnungszeiten, Kommunalaufsicht, Verkehr (auch Luftverkehr und auf dem Wasser) uvm. zuständig sind.

Einsätze seit 2004:

  • 02/2006                      Tierseuche/ bundesweites Auftreten der Vogelgrippe
  • 03/2006                      Elbehochwasser mit Nebenflüssen                                                                          Katastrophenfall
  • 01/2007                      Orkan Kyrill/ Sturmschäden; Ausfall Infrastruktur
  • 06/2007                      Busunglück A 14 (SLK)/ 13 Tote, 31 Verletzte
  • 03/2008                      Sturmtief Emma/ Sturmschäden
  • 07/2009                      Erdrutsch Nachterstedt (SLK)/ 3 Verschüttete/Verschollene                                   Katastrophenfall
  • 02/2010                      Schneeverwehungen (MSH)                                                                                    Katastrophenfall
  • 09/2010                      Hochwasser (WB)/ Hochwasserlage Schwarze Elster                                           Katastrophenfall
  • 01/2011                       Hochwasser (LSA)/ Flächendeckende Hochwasserlage    
  • 01/2011                       Zugunglück Hoidorf (BK)/ 10 Tote, 23 Verletzte 
  • 09/2011                       Erdrutsch Riestedt (MSH)                                                                                        Katastrophenfall
  • 09/2011                       Unwetter südl. Sachsen-Anhalt Sturmschäden
  • 06/2013                      Hochwasser (LSA)/ Flächendeckende Hochwasserlage                                        Katastrophenfall
  • 07/2013                      Pflanzenkrankheit Feuerbrand, Rasante Ausbreitung (MSH)                                 Katastrophenfall
  • 05/2018                      Wald-, Acker- und Wiesenbrände aufgrund großer Trockenheit
  • 03/2020                      Viruspandemie SARS-CoV 2                                                                                   Katastrophenfall Halle (Saale)
  • 07/2021                      Cyberangriff auf die IT-Infrastruktur                                                                         Katastrophenfall Landkreis Anhalt-Bitterfeld
  • 09/2022                      Waldbrand im Oberharz                                                                                           Katastrophenfall Landkreis Harz
  • 01/2024                      Hochwasser Helme (MSH)                                                                                       Katastrophenfall in MSH
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23 Antworten

  1. Lars sagt:

    Damit man den Bürger noch besser Überwachen kann. Ich habe selbst meine Rauchmelder in der Wohnung abgebaut !

    • Studioso sagt:

      Sehr gut,und immer daran denken,der Aluhut darf nicht aus recycelten Aluminium sein,dann lässt er Strahlung durch.

    • ich lach dich aus sagt:

      ….du bist ja auch….naja…“speziell“

    • Sofavan sagt:

      Entspann dich, seitdem beim Impfen alle gechipt werden stehen wir doch eh alle unter Überwachung. Da kann eine zusätzliche App doch gar keine Schaden mehr anrichten. Beim Thema Rauchmelder bist du auf der richtigen Spur, ich hoffe nur du hast auch genug Alufolie in deine Fenster geklebt um auch die Funkwellen vom Nachbarn abzuwehren.

    • Lars hat es voll drauf sagt:

      Und im Internet bist du per darbieten? Oh man,was für eine Paranoia…

    • 10010110 sagt:

      Ich habe selbst meine Rauchmelder in der Wohnung abgebaut !

      Das ist nicht nur naiv, sondern auch dumm. Wenn du rational statt paranoid rangehst, dann schraubst du das Ding einfach mal auf und guckst, ob da irgendwas drin ist, was dich überwachen kann. Da muss entweder ein Mikrofon, eine Kamera (oder beides) sein. Wenn das nicht verbaut ist, dann gibt es auch nicht viele Informationen, die das über dich preisgeben könnte.

    • bin_gespannt sagt:

      Sehr gut, wenn du es jetzt noch schaffen würdest, deine geistigen Ergüsse hier NICHT reinzuschreiben, würden die nicht mal wissen was du denkst.

    • Ach verpipsch sagt:

      Hast du Angst, daß jemand dein Hängelulli im Schlafzimmer überwacht ?
      Aber mit dem Internet spielen.

  2. Hagedorn sagt:

    Vorbeugend für Warnungen wegen Luftangriffen !

  3. Ungeduldiger Huldiger sagt:

    „sollte jeder“ Warum? Gehts bald los?

  4. Daddeldaddel sagt:

    Jetzt noch BIWAPP installieren…

    Können die sich nicht auf eine App einigen?

  5. Detlef sagt:

    Für jeden Mist gibt’s mittlerweile ne App.
    Wie heißt die App, von der alle reden, wo jeder mit dem Handy herumrennt um Monster in seiner Umgebung zu finden?

    • Ergänzung sagt:

      Die Menschheit ist doch heutzutage schon so weit, das kleinste Lüftchen als Weltuntergang bezeichnet.

  6. Verteidiger der Demokratie sagt:

    Wichtiger wäre eine Warnung bei Eintritt des sogenannten Verteidigungsfalls. Ein dezenter Hinweis mit Bezug zur Bundestagswahl 2025 ist ja bereits erfolgt. Viel Glück 🍀

  7. F. sagt:

    Ja..auch der Staat möchte beim Datamining mitmachen …..

  8. DDR-Bürger sagt:

    Ja über so GPS-Tracking hätte sich die Stasi schon zu Zonenzeiten gefreut

  9. ach nulli sagt:

    Das ist weder eine Umfrage, noch eine Petition.

  10. Mimimi sagt:

    Habt euch nicht so….die grosse Impfung wurde ja auch nur empfohlen und wurde niee und nimmer (öffentlich) zur Pflicht….

  11. einfache Frage sagt:

    Wenn die Warnungen ortsspezifisch per Cell Broadcast verbreitet werden, wozu dann noch dieses Sammelsurium an Apps?

  12. Aha sagt:

    Lieber Sirenen wieder anbauen dad hilft zu warnen