Leopoldina-Forscher sehen Kernfusion als Teil künftiger Energieversorgung und fordern dafür mehr Grundlagenforschung

In einem heute erschienenen Policy Brief in der Reihe „Leopoldina Fokus“ erläutern drei Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, ob Kernfusionstechnologie in Zukunft zur Energieversorgung beitragen könnte, an welchen Technologien in Deutschland geforscht wird und welche wissenschaftlichen und regulatorischen Voraussetzungen bereits heute geschaffen werden müssten.

Nach Einschätzung von Sibylle Günter (Max-Planck-Institut für Plasmaphysik, Garching), Thomas Klinger (Max-Planck-Institut für Plasmaphysik, Greifswald) und Wim Leemans (Deutsches Elektronen-Synchrotron, DESY, Hamburg) kann mit Kernfusionstechnologien ab 2050 ein Beitrag zur Energiesicherheit und für besseren Klimaschutz geleistet werden. Für die Kernfusion spricht unter anderem, dass sie CO2-neutral und vor allem grundlastfähig ist. Um in Deutschland einen leistungsfähigen Prototypen für ein Fusionskraftwerk zu entwickeln, sollte zeitnah ein rechtlicher Rahmen geschaffen werden. Es brauche mehr Grundlagenforschung und stärkere Nachwuchsförderung. Außerdem wäre es notwendig, dass Partner aus Wissenschaft, Anlagenbau und Industrie in einem Innovationssystem zusammenwirken.  

Der „Leopoldina-Fokus“ zu Kernfusionstechnologien ist in voller Länge auf der Website der Leopoldina zu finden: www.leopoldina.org/kernfusion 

In der Reihe „Leopoldina Fokus“ erscheinen Policy Briefs, die aktuelle Themen aus wissenschaftlicher Perspektive einordnen. Sie basieren auf Gesprächen des Präsidenten der Nationalen Akademie der Wissenschaften Prof. (ETHZ) Dr. Gerald Haug mit ausgewiesenen Expertinnen und Experten.

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Keine Antworten

  1. Steckdosenstrom sagt:

    Schon vor 2000 war man der Meinung, nur noch 15 Jahre zu benötigen, um Kernfusion zur Energieerzeugung einsetzen zu können.

    • bin gespannt sagt:

      Link?

      • Techniker sagt:

        Wieviele Milliarden will man denn noch in diesen Quatsch investieren?
        Seit 60 Jahren predigt man dass man kurz vor dem Durchbruch steht.
        Diese Technik ist viel zu kompliziert um die kommerziell nutzen zu können. Außerdem entsteht auch bloß wieder Atommüll und eine ganz Menge Strahlung. Niemand braucht diesen Quark.

        • bin gespannt sagt:

          Atommüll eher weniger.

        • Tom sagt:

          Du bist von deinem Namen so weit entfernt, wie Fusion mit Strahlung zu tun hat.

          Fusionsenergie hat weder Atommüll noch Strahlung.

          Und erst seit kurzem gibt es die Technik für die notwendigen Magnete. Seit dem gab es bereits diverse Durchbrüche bei verschiedenen Testreaktoren.

          Aber das wirst du nicht verstehen. Du erwartest eher eine Kernschmelze…

  2. 🙄 sagt:

    Also in ca. 30 Jahren ist die Kernfusion dann marktreif.

    Das hab ich ja noch nie gehört!

  3. Bürger sagt:

    Wir haben einen Habeck. Da brauchen wir keine Wissenschaftler mehr.

  4. Bürger für Halle sagt:

    Kernfusion ist eine Sackgasse, da weder die Sicherheit, noch Rohstoffbeschaffung, noch Entsorgung des hochriskanten Abfall-Materials (Atommüll) gewährleistet sind und es auch in Zukunftz nicht sein kann. Ich halte große Stücke auf die Leopoldina. Anstatt jedoch ideologiebehaftet an, im Grunde genommen, veralteten, hochriskanten – und teuren Techniken festzuhalten, muss die gesamte Energie, die Wirtschaft, der Verkehr und die Wärme/Kälte- Versorgung so schnell, wie nur irgendwie möglich auf erneuerbare Quellen (Sonne, Wind,) umgestellt werden. Das ist unsere einzige und letzte Chance. Extrem risikobehaftete Experimente wie Kernfusion sind einfach nicht mehr möglich. Stichwort: nicht grundlastfähig, teuer, hochriskant, unrentabel und nicht sicher im Betrieb, schon jetzt wird Atomkraft weltweit schrittweise abgebaut.

  5. bin gespannt sagt:

    Als wir viele AKW hatten war der Strom günstig und die BRD hat sehr viel Strom exportiert.

    Nun haben wir keine AKW mehr und der Strom ist sehr sehr teuer, dazu ist der Export enorm zurückgegangen und der Stromimport gestiegen.

  6. Spinner sagt:

    Was kluggaggern die denn schon wieder? Die sollen mal auf den Boden zurückkehren und aufhören zu spinnen.