LKA zum Stand der Ermittlungen zum Sirenen-Alarm in Halle – am Freitag heulten auch in Querfurt die Sirenen unkontrolliert

Ein mysteriöser Sirenenalarm hat die Bewohner der Saalestadt in Aufregung versetzt. Was zunächst nach einem technischen Defekt aussah, entpuppt sich nun als ein Fall für die Spezialisten des Landeskriminalamtes (LKA) Sachsen-Anhalt. Im Raum steht der Verdacht eines gezielten digitalen Angriffs auf die kritische Infrastruktur der Stadt.

In Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Halle hat das LKA das Ermittlungsverfahren von der Polizeiinspektion Halle übernommen. Der Grund für diesen Schritt ist die Schwere des Vorfalls: Die Behörden gehen derzeit massiven Hinweisen auf einen unberechtigten digitalen Zugriff nach. Es besteht der dringende Verdacht, dass das Katastrophenschutzsystem der Stadt Ziel eines beabsichtigten Cyberangriffs wurde.

Englische Durchsagen lösten Panik aus
​Besonders brisant sind die Details des Vorfalls. Laut LKA blieb es nicht nur beim Heulen der Sirenen. Es wurden unberechtigte Durchsagen in englischer Sprache über das System verbreitet. Die Ermittler bestätigten, dass folgende Warnungen zu hören waren: „Active shooter in progress“ (Amoklauf im Gange) und „Lockdown“ (Abriegelung).

​Diese hochsensiblen Warnmeldungen, die im Ernstfall lebenswichtige Anweisungen darstellen, wurden offenbar durch Hacker manipuliert, um Unruhe in der Bevölkerung zu stiften.

Beweissicherung läuft auf Hochtouren
​Das LKA hat bereits umfassende Maßnahmen eingeleitet, um die Täter ausfindig zu machen. Spezialisten für Cyberkriminalität haben die betroffenen Systeme und die Servertechnik sichergestellt, um digitale Spuren auszuwerten. „Es werden derzeit umfangreichere Ermittlungen vorgenommen, da die Möglichkeit eines unberechtigten digitalen Zugriffes besteht“, so ein Sprecher der Behörde.


​Weitere Informationen derzeit unter Verschluss

​Die Ermittler halten sich mit weiteren Details aktuell zurück. Um die laufenden Untersuchungen nicht zu gefährden, macht das LKA derzeit keine Angaben dazu, wie tief die Angreifer in das System eindringen konnten oder ob es bereits Hinweise auf die Herkunft der Attacke gibt.
​Die Stadtverwaltung prüft parallel, wie die Sicherheitsprotokolle der Sirenensteuerung künftig verstärkt werden können, um eine Wiederholung eines solchen Vorfalls zu verhindern.

Unterdessen gingen am Freitagabend auch die Sirenen in Querfurt im Saalekreis los. Auch hier gab es eine Durchsage. Beide Städte nutzen aber unterschiedliche Systeme, demnach müssten andere Schwachstellen ausgenutzt worden sein.

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25 Antworten

  1. Insider sagt:

    Könnt ihr mal mit dem Alarmismus aufhören!?
    „Englische Durchsagen lösten Panik aus“
    Das stimmt nicht und ist auch gar nicht Inhalt des Textes.

    • Leider geil sagt:

      Klickt aber gut.

    • Beobachter sagt:

      Panik kann bei einzelnen Personen ausgelöst werden.
      Und in den sozialen Netzwerken gab es schon entsprechende beunruhigte Menschen.

      Man sollte nicht immer von sich auf andere schließen, wenn man sich von der Sirene nur genervt fühlte, weil sie die Verständlichkeit vom Hartz4 TV beeinträchtigt hat.

    • JtD sagt:

      Wohl war.

      Für echte Panik hätte es russische oder – für die blaue Deutschlanduntergangssekte – arabische Durchsagen gebraucht. Da haben die Hacker eine echte Chance verpasst.

      • Nutznießer gibt's immer sagt:

        Ach, auf Youtube verbreitet ein Schwurbelyoutuber Namens „Aktien ohne Kopf“ die Lüge, dass es sich um ukrainische Durchsagen gehandelt habe. Die Kommentarspalte kann man sich nicht geben. Da hofft man, dass das alles Bots sind.

  2. A.W. sagt:

    Die überwiegende Mehrheit hat den Fehlalarm überhaupt nicht mitbekommen. Und von Panik zu reden ist völlig übertrieben.
    Man kann auch aus einer Mücke einen Elefanten machen.

  3. Alarm im Zirkus sagt:

    Was ist denn das nur für ein Kaspertheater! Schmeißt die Verantwortlichen raus!

  4. horst sagt:

    Ist doch egal, als Druckmittel soll es recht sein, es geht hier um Zivilschutzinfrastruktur (von uns Bezahlt) und diese soll ordnungsgemäß funktionieren und nicht von Hackern angreifbar sein. Und ich war in Panik aufgrund der schlechten Informationslage (danke nochmal an dubisthalle). Auch solle der Prozess Sirenen Heulen im Alarmmode- Bevölkerung soll Radio/Rundfunk einschalten überdenken. Kein einziges Radio oder Lokalsender hat drüber informiert weil diese oft am Abend auf bundesweite Sendestationen umschalten.

    • SagJaNur sagt:

      Ui … meld dich bitte dringend bei der Polizei … die suchen schon seit Tagen fieberhaft nach der zweiten Person, die in Panik geraten ist. Die andere Person ist in der Julius Kühn Straße und leider nicht vernehmungsfähig.

    • JS sagt:

      Man kann also festhalten, dass eine Panik deinerseits völlig unbegründet war.
      Es waren keine Radiomeldungen zu vernehmen (davon sollte man ausgehen, wenn es ein bewusst ausgelöster Alarm durch offizielle Stellen gewesen wäre), KatWarn und Nina haben nichts verlauten lassen und es waren weder Polizei-, Feuerwehr- oder Krankenwagensirenen zu hören.
      Die würden informiert werden, wenn es ein offizieller Alarm wäre.
      Die panischen Menschenmassen auf der Straße, die verzweifelt Schutz gesucht haben, muss ich auch übersehen haben.
      Es besteht also durchaus die Möglichkeit, dass nicht landes- oder bundesweit informiert wurde, da es keine Gefährdungslage gab und deshalb keine entsprechenden Meldungen veranlasst wurden.

      Der angebliche Fehlalarm im Raum Querfurt kann jetzt nur eine False-Flag-Aktion gewesen sein, um das Unvermögen der Behörden in Halle zu vertuschen.
      (Vorsicht, Ironie.)

      • (Vorsicht, JS.) sagt:

        „Es besteht also durchaus die Möglichkeit, dass nicht landes- oder bundesweit informiert wurde, da es keine Gefährdungslage gab und deshalb keine entsprechenden Meldungen veranlasst wurden.“

        Es besteht auch immer die Möglichkeit, dass eine Katastrophe eintritt, ohne dass Sirenenalarm ausgelöst wird.
        Es besteht auch die Möglichkeit, dass vor einer lokalen Gefahrenlage gar nicht bundesweit gewarnt wird.

        Man kann festhalten, dass deine rückblickenden Schlauberger-Einlassungen und dein Möglichkeitsgeschwafel den Sinn und Zweck des Katastrophenalarms völlig verkennen: verlässliche Informationen zu bieten, die zur Sicherheit und nicht zur Verunsicherung beitragen.

        • schön sagt:

          Also am besten immer Panik und gar nicht mehr rausgehen.

        • JS sagt:

          Natürlich kann man sich auch ausschließlich auf die Sirenen verlassen.
          Hat ja nun nicht geklappt.
          Weitere Meldungen gab es nicht. Allgemeine Panik gab es auch nicht.
          Muss also horst jetzt immer Angst haben, weil ja auch die Sirenen ausbleiben könnten, wie du ja selbst sagst?
          Oder schaltet man einfach seinen Grips ein, beobachtet die Gesamtsituation und versucht ruhig zu bleiben und selbstständig zu denken?
          Permanente Verunsicherung geht natürlich auch.

          • (Vorsicht, JS.) sagt:

            Dir würde immer eine Verharmlosung einfallen. Wenn im Ernstfall keine Durchsage im Radio käme, würdest du sagen, das war völlig klar, weil (nachträglich ausgedachten Grund einfügen) und man hätte ja stattdessen (nachträglich ausgedachten Ratschlag einfügen).

            Polizei und Feuerwehr nehmen den Vorfall jedenfalls wesentlich ernster als du.

          • Einfach sagt:

            Kein Radio – keine Panik

          • JS sagt:

            @Vorsicht

            Die nehmen die Panikattacken von horst ernster als ich? Glaub ich nicht.
            Die beschäftigen sich gerade mit den Sicherheitslücken im Warnsystem und das ist auch gut und richtig.
            Dann können horst und du wieder gut schlafen.
            Hoffentlich gibt es in eurer Nähe nie einen Feueralarm. Denn ohne Radio und Entwarnung würdet ihr wohl zu Hause verhungern.

    • kein Warnmittel ist zuverlässig sagt:

      Zum Glück würde in einem solchen Fall Radio Corax als Erstes ausfallen – sie haben keine Backup-Versorgung am Petersberg. Das weiß ich aus sicherer Quelle, bevor jetzt wieder jemand als Besserwisser auftaucht. MDR und die Privatsender verfügen dagegen über Backup-Zuführung und Notstrom, wobei das Programm davon unberührt bleibt.
      Das ist ein Resultat des Wandels in der Branche: Viele Sender sehen es nicht mehr als notwendig an, rund um die Uhr lokales Programm zu produzieren. Bei 89.0 RTL oder Radio Brocken laufen abends häufig nur noch voraufgezeichnete Sendungen, nachts Podcasts oder Hörspiele, unterbrochen von Nachrichten, die kilometerweit entfernt produziert werden. Beim MDR wird zwar viel Geld in die Führungsriege gesteckt, beim Programm hingegen werden Nachrichtenredaktionen nach Leipzig verlagert, und ab 20 Uhr schaltet man einfach nach Baden-Baden.
      Solche Entscheidungen werden sich in kritischen Situationen früher oder später rächen. Wer jedoch mit dicker Geldtasche nach Hause geht, fürchtet keine Katastrophen und lebt in seiner eigenen, realitätsfernen Welt. Nicht wahr, Herr Bundeskanzler?

  5. micha sagt:

    Man muss auch nicht alles aus dem Internet erreichbar machen. Aber das werden noch viele lernen müssen.

    • Frager sagt:

      Woher willst du denn wissen, dass die Anlage aus dem Internet erreichbar war? Vielleicht war sie das ja gar nicht und man hat sich trotzdem irgendwie Zugang verschafft. Oder hast du mehr Informationen?

      • micha sagt:

        Das Naheliegendste ist beinahe immer auch die Ursache. So ähnlich lautet ein Sprichwort. Und da ich von Berufswegen weiß, dass man gern alles aus dem Netzt erreichbar haben möchte, ist das für mich das Naheliegendste.

  6. Marlas Funkexperimente sagt:

    Ich gehe mittlerweile von Tätern aus dem Liebich-Umfeld aus, er hatte damals auch das UKW-Signal von MDR Sachsen-Anhalt mit seiner Anti-Merkel-Propaganda überlagert: https://youtube.com/watch?v=dCGAejX9U74

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