Lokführer-Streik geht noch bis Freitagabend: GDLer protestieren vor dem Hauptbahnhof in Halle (Saale)

Noch bis Freitag 18 Uhr dauert der aktuelle Streik der Lokführergewerkschaft GDL an. Viele Züge fallen aus, es gibt nur einen Notfahrplan. Am Mittwochvormittag haben sich Lokführer und ihre Unterstützer vor dem Hauptbahnhof in Halle (Saale) zusammengefunden.
Ronald Kampe, bis 2021 selbst Lokführer und nun stellvertretender Vorsitzender des GDL-Bezirks Mitteldeutschland, sagte, man bestreike nicht die Fahrgäste, sondern die DB. Und die betreike sich im Grunde genommen selbst. Das Management der Bahn sei abgehoben von den Mitarbeitern, habe zudem keine Ahnung vom System Bahn, jongliere nur mit Zahlen.
Kampe kritisierte unter anderem die Unregelmäßigkeit der Dienste. Viele Ehen seien deshalb auch schon gescheitert, der Biorhythmus gestört. Eine 35-Stunden-Woche sei nötig, denn man brauche auch Zeit für Hobbys und Familie. Kampe geht es dabei nicht um das normale Schichtsystem mit Früh-, Spät- und Nachtschicht, das auch in anderen Berufen angewendet wird. Eine solche zeitliche Regelung gibt es bei der Bahn nicht. Da kann eben mal eine Schicht am Vormittag beginnen, den nächsten Tag Nachmittag mit unregelmäßigen Schichtzeiten.
Problem sei aber auch der allgegenwärtige Personalmangel. “Es fehlen 10 bis 15 Jahre Nachwuchs”, so Kampe. Wenn die DB ihre Personalpolitik so fortführe, werde es in Zukunft zu noch mehr Ausfällen kommen. Eigentlich sei die Ausfallquote schon höher als bekannt. Das liege an den Baustellen im Schienennetz. Unter diesem Deckmantel könnten etliche Personalausfälle noch versteckt werden.
Doch Kampe kritisierte auch die vielen Tochterfirmen der Bahn in aller Welt. Die DB sollte sich lieber um ihr Hausgeschäft kümmern, sagte er.
Die Gewerkschaft der Lokomotivführer fordert 555 Euro mehr Lohn im Monat, eine Absenkung der Arbeitszeit von 38 auf 35 Stunden pro Woche bei vollem Lohnausgleich, eine steuer- und abgabenfreie Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 3.000 Euro, 5 Prozent Arbeitgeberanteil für die betriebliche Altersvorsorge sowie eine Fünf-Schichten-Woche für Beschäftigte im Schichtdienst.
Die Gesichter sollte man sich !!!Hoffe das die Leute keinen Handwerker brauchen in nächster Zeit ,kein Termin frei vor 2026 !!
Wer kennt sie nicht, die Handwerker, die mit der Bahn kommen.
Hast ja jetzt Zeit zum Lesen:
https://dubisthalle.de/bauernproteste-am-montag-auch-handwerkskammer-halle-kuendigt-teilnahme-von-betrieben-an
🙂
Meinst du einen von den Handwerkern, die bei den Straßenblockaden mitgemacht haben? Die könnten demnächst mehr freie Termine haben, als ihnen lieb ist.
Bist du auch ein Lokführer ,meine Mitarbeiter kommen leider auch mit der Bahn ,da uns Handwerkern immer mehr Steine in den Weg gelegt werden und die Dieselsteuer bezahlen wir auch ! Ich möchte keinen entlassen Fachkräfte sind rar ,darum haben wir unsere Fuhrpark auf dem Gelände der Firma !
„Kampe kritisierte unter anderem die Unregelmäßigkeit der Dienste. Viele Ehen seien deshalb auch schon gescheitert, der Biorhythmus gestört.“
Schon krass, wie die Streikenden so ticken. Viele Menschen arbeiten in Deutschland im Schichtdienst und kommen damit klar, nur die Herren Lokführer offenbar nicht. Genau deshalb gehört der schädliche Einfluss der Gewerkschaften verringert, so wie man das in den 80er Jahren in Großbritannien tat.
Paulus ,wer nicht arbeitet kann das auch nicht nachvollziehen.
Psychische Probleme nehmen immer mehr zu in der Gesellschaft und du schwafelst hier von „viele Menschen tun dies und das und kommen damit klar“. Immer mehr Menschen kommen eben nicht damit klar. Du bist nur ideologisch derart verblendet, dass du es noch nicht gemerkt hast.
Als typischer Schreibtischhengst, der von 9 bis 5 arbeitet, sollte man sich mit Vorurteilen über Schichtdienstler einfach mal ein bisschen zurückhalten.
https://www.zeit.de/arbeit/2019-11/schichtarbeit-gesundheit-risiken-sozialleben
@PaulusHallenser macht lange Mittagspause noch um 13:23
Die Lokführer dürfen sich wohl nicht erwischen lassen, während der Fahrt zu daddeln.
Und wenn man sonst ‚regelmäßige‘ Schichten hat, bei der Bahn dürfte das nicht immer gehen. Denn die ersten Bahnen fahren morgens schon gegen 4, und die Lok muss zwar nicht mehr angeheizt werden, aber etwas Vorbereitung ist sicher notwendig. Und manche Bahnen fahren auch nachts. Ob nun der Fernverkehr immer an den Schichtplan angepasst ist, wird auch nicht sein.
Paulus geh mal ordentlich arbeiten,dann kannst du auch mit diskutieren.
PaulusHallenser, weshalb interessieren Sie sich eigentlich für die Befindlichkeiten der Lokführer? Fahren Sie denn überhaupt mal mit der Bahn (oder auch dem ÖPNV)? Wenn nicht, dann halten Sie doch einfach die Klappe bzw. die Finger still – der Streik beträfe Sie eh nicht.
Paulushallenser und wieder wenig Ahnung aber viel Meinung, viele Menschen in Deutschland arbeiten in Schichten richtig, mit festen Zeiten und da liegt der Unterschied du Knall Kopf 😄
Als Beispiel für dich, schichter gehen von 6 – 18 oder 18 – 6 wenn es 12h Dienste sind bei 8 Stunden kannste es dir selbst ausrechnen hoffe ich
Bei der Bahn sind die Schichten an die Züge angepasst das heißt fährt 06:15 die s5 nach Zwickau beginnt der Dienst im besten Fall ( wenn der Zug nicht noch geholt werden muss ) um 05:52 und das ist noch eine humane Zeit.
Gibt eben auch 13:38 und sonst was für unregelmäßige Zeiten.
Aber du weißt ja alles warum erzähle ich dir sowas.
Wieso fängst du eigentlich nicht als Lokführer an? Stimmt da scheitert es wahrscheinlich schon am Führerschein weil Eintrag in Flensburg mit Suff am Steuer
Ich schätze mal, Fernreisende werden jetzt versuchen, auf das Flugzeug auszuweichen.
Flugzeug -> Flughafen -> Pattex
Na? Klingelts?
Ehrlich gesagt nicht. Man erkläre sich.
Machen die Töchter etwa nicht mit ?
Zumindest RBH ist unterwegs…..hoffentlich ist die Lok nicht geklaut.
Es könnte aber auch ein Nichtmitglied vom Dienstleister führen.
So richtig anfreunden kann ich mich nicht mit dem Arbeitskampf aber die Bonibahner der DB sind vermutlich noch ekliger als andere Führungskräfte vergleichbarer Firmen so daß man widerwillig mit der GDL sympathisieren muß.
Ich glaube es ist beiderseits ein politischer Streik, das ist das eigentliche Problem.
Weselsky wird im Laufe dieses Jahres noch anderswo als Parteifunktionär neu durchstarten, dorthin stehen die Weichen.
Nuvole,
an Ihrer Aussage ist durchaus etwas dran, denn Weselsky ist Mitglied der CDU. 🙂
Ja man kann vor der Schichtarbeit auch ins Büro flüchten und sich so wie Weselsky jahrzehntelang als Funktionär verdingen aber im Gegensatz zum ehemaligen Widersacher Hommel der in diesem Interview https://www.youtube.com/watch?v=Y0-GSgsDTfo sogar einräumte Mitglieder der AfD aus seiner EVG rauszuschmeißen ist Weselsky wenigstens noch etwas toleranter, auch der gab bei Jung& Naiv ein zweistündiges Interview.
Somit ist nicht nur der raffgierige bornierte Bahnvorstand die Seuche sondern auch die Konkurrenzgewerkschaft und so bleibt in der Tat nur die weise Alternative sich von jeglichen Funktionärsunwesen freizuschwimmen und selbstbewußt die eigene Arbeitskraft zu vermarkten.
Angesichts des Fachkräftemangels ist das eine leichte Übung sofern man fleißig und belastbar ist.
Nun ja das mit den Schichten ist aber nicht ohne weil viele Kollegen neben den Diensten noch Anreisen zu den unmöglichsten Zeiten haben, das Rekordpensum das mir aus meiner DB Zeit bekannt war betrug 80 km, einfache Strecke und das nach Feierabend wieder zurück !
Wer kurze Wege hat kann sich glücklich schätzen aber es gibt nun mal weniger Eisenbahndepots als Gemeindeverwaltungen, Backstuben oder Versicherungsagenturen. Halle- Naumburg- Sangerhausen- Leipzig wären die größeren Dienststellen….die haben ein großes Einzugsgebiet das lange Arbeitswege mit sich bringen kann.
Weselsky hat leider recht, die Verhandlungspartner der DB sind rotzfrech !
Aber mal weiter gedacht…was wäre denn so schlimm, wenn die einfach weniger Züge fahren bis es paßt ?
Wenn die Klempnerbude auch nur noch vier Tage arbeitet, der Bäcker um 1 schon zu macht kann doch der Taktzug 23-24 Uhr auch weg fallen, irgendwann wächst eine Hecke drum herum und in 100 Jahren wird vielleicht ein Prinz kommen….
Verständnis erwarten die? Der Zug ist abgefahren. Was hier die GDL verlangt geht mal gar nicht
Kampe „Viele Ehen seien deshalb auch schon gescheitert, der Biorhythmus gestört. Eine 35-Stunden-Woche sei nötig, denn man brauche auch Zeit für Hobbys und Familie“.
Was will der? Zu tief ins Bierglas geschaut.Wer beruflich und privat nicht auf die Reihe bekommt und es nicht passt muss den Job wechseln.
RISCHTISCH!
„…Wer beruflich und privat nicht auf die Reihe bekommt und es nicht passt muss den Job wechseln….“
@Frechheit: Du hast es fast. Die GDL tritt für die 35h-Woche ein mit der Begründung, dass dies den Beruf attraktiver machen könnte. Aktuell ist es nämlich so, dass sich die Leute lieber einen anderen Job suchen.
Hier noch mal der Link zu einem leicht verständlichen Zeitungsartikel:
https://www.zeit.de/arbeit/2019-11/schichtarbeit-gesundheit-risiken-sozialleben/komplettansicht
Man hat im Zug wohl kein gutes Gefühl wenn man annimmt, dass ein durch das spezifische Schichtsystem übermüdeter Lokführer die Verantwortung für das Leben hunderter Reisender übernimmt. Die Sicherheit der Reisenden muss oberste Priorität haben. Die finanziellen Aspekte sind nicht so leicht zu beurteilen. Nicht alle Berufsgruppen oder Rentner haben weniger bis keine Möglichkeit, auf so wirksame Art zu streiken.
Viele Ehen seien deshalb schon gescheitert? Ich lach mich einen ab. 🤣
Liegt’s wohl eher an anderen Problemen
Beamte bei der Bahn , Post , Lehrer . Polizei und Feuerwehr ist besser als Entwicklungshilfe in aller Welt . Dazu kommen noch die Bundeswehr Einsätze in Afghanistan , Mali usw. die nichts brachten .
Richtig GdL! Wir haben Milliarden für den Rest der Welt und der arbeitender deutsche Bürger, wird klein gehalten.
Es reicht!
Macht es wie die Bauern und lasst euch von den Politikern kein schlechtes Gewissen einreden !
Diese jetzigen Politiker machen Deutschland kaputt. Erst kommen wir Arbeiter und nicht anderes!