Mann bei Attacke in Halle-Neustadt von seiner Freundin verletzt – Annäherungs- und Kontaktverbot erlassen
Bei einem Angriff in Halle-Neustadt ist heute ein Mann verletzt worden. Offenbar war er zuvor in einem Mehrfamilienhaus im Ibsenweg mit seiner Freundin in Streit geraten. Er wurde verletzt in ein Krankenhaus gebracht.
Wie ihm die Verletzungen beigebracht worden sind, ist Gegenstand der Ermittlungen. Laut Nachbarn sei er blutüberströmt aus dem Haus gerannt. Die Rede sei von einem Messer gewesen, das konnte die Polizei zunächst nicht bestätigen.
Der Beschuldigten wurde ein Annäherungs- und Kontaktverbot für den Zeitraum von mehreren Tagen ausgesprochen. Durch das Polizeirevier wurden die strafrechtliche Ermittlungen gegen die Beschuldigte eingeleitet.
Die Polizei ermutigt Betroffene von häusliche Gewalt und Stalking diese Straftaten bei der Polizei anzuzeigen und sich Hilfe zu suchen.
Häusliche Gewalt oder Stalking sind keine Privatsache.
Jede Strafanzeige wird ernst genommen! Nur durch das Durchbrechen des Kreislaufs der Gewalt kann langfristiger Schutz erreicht werden.
Falls Sie Zeuge eines solchen Vorfalls werden, bitten wir Sie, sich ebenfalls umgehend bei der Polizei zu melden.
Der Geschädigte wurde an die Interventionsstelle für Häusliche Gewalt und Stalking in Halle (Saale) weitervermittelt. Hier können sich Geschädigte von Gewalt in der Familie und Partnerschaft zu weiteren Schutzmöglichkeiten beraten lassen.
Für Betroffene stehen verschiedene Hilfsangebote zur Verfügung.
In akuten Gefahrensituationen sollte sofort die Polizei unter der Notrufnummer 110 kontaktiert werden.
Das Hilfetelefon „Gewalt an Männern“ ist unter 0800 123 9900 zu folgenden Zeiten erreichbar:
Telefonzeiten: Mo-Do von 8:00 bis 20:00 Uhr, Fr von 8:00 bis 15:00 Uhr
Chat-Zeiten: Mo-Do von 12:00 bis 15:00 Uhr, 17:00 bis 19:00 Uhr
Sprachen: Deutsch (Anruf und Chat) und Türkisch (Telefon)
Die Polizei arbeitet eng mit Opferschutzorganisationen zusammen, die rechtliche und psychosoziale Unterstützung bieten.
Weitere Informationen zu Hilfsangeboten sind auf den Webseiten der Opferschutzorganisationen sowie des Landes Sachsen-Anhalt zu finden, beispielsweise unter: https://www.gewaltfreies-sachsen-anhalt.de/
Aus Gründen des Opferschutzes wurden keine weiteren Details zu den beteiligten Personen veröffentlicht.










Ohne medizinische Behandlung wäre dieser Fall häuslicher Gewalt in keiner Statistik aufgetaucht. Wohnen die beiden zusammen? Wo kann er unterkommen?