Medienanstalt Sachsen-Anhalt warnt vor Abschaffung von UKW-Radio: gefährdet Wirtschaftlichkeit von Privatradios

Die Kommis­sion zur Ermitt­lung des Finanz­bedarfs der Rund­funk­anstalten (KEF) will ein schnel­leres Ende des analogen UKW-Hörfunks. Es sei eine überholte Technik, sagt KEF-Mitglied Barthel, zugleich Vorsitzender des Landesrechnungshofs Sachsen-Anhalt.

Doch der Vorstandsvorsitzende der Medienanstalt Sachsen-Anhalt (MSA) Markus Kurze weist auf die Bedeutung der UKW-Verbreitung für Privatradios hin. „In der gegenwärtig schwierigen wirtschaftlichen Lage würde der Privatfunk mit dem Abschalten des UKW-Netzes erheblich an Reichweite verlieren und seine Wirtschaftlichkeit gefährden“ betonte er und unterstrich, dass die MSA anstelle eines gesetzlichen Abschaltdatums einen marktgetriebenen Umstieg vom anlogen UKW – Empfang zum Digitalradio DAB+ unterstützt.


Hintergrund:

Die Medienanstalt Sachsen-Anhalt ist sogenannter Bedarfsträger für terrestrische Radio- und Fernsehfrequenzen, u.a. UKW, DAB und DVB-T2, zur Nutzung durch private Rundfunkveranstalter. Die MSA stellt den Frequenzbedarf für den privaten Rundfunk in Sachsen-Anhalt fest und vergibt diese Frequenzen an private Hörfunk- und Fernsehveranstalter. Diese sogenannte Zuweisung erfolgt durch die plural besetzte Versammlung der MSA nach den in § 16 des Mediengesetzes des Landes Sachsen-Anhalt bestimmten Auswahlkriterien, wie z.B. Stärkung der Meinungs- und Angebotsvielfalt und Information über das politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Leben in Sachsen-Anhalt.  

Artikel Teilen:

Für dich vielleicht ebenfalls interessant …

14 Antworten

  1. Henk sagt:

    Woher kommt eigentlich dieser Tick des ÖRR für DAB+? Privatsender schwächen?

  2. Piratensender Powerplay sagt:

    In Skandinavien gibt es seit Jahren kein Analogradio mehr

  3. Hallenser sagt:

    Zudem läuft DAB wie ein Sack Nüsse und Internet ist ja im mobilen Bereich nicht unbegrnzt im Volumen frei.

  4. armin mützenbecher sagt:

    Diese besondere Art der Ersatzvornahme, ist eine Entwertung unserer Geräte ist das. Wir werden die modernen DAB-Geräte nicht kaufen. Wenn die UKW abschalten dann schalten sie mich mit ab und viele viele Andere auch. Es wird eine Massenklage gegen die Rundfunkgebüren geben. Was ich nicht hören kann, muss ich nicht bezahlen. Alle historischen Radiogeräte sind dann nur noch zum anschauen.

  5. Emmi sagt:

    Was ist bei Stromausfall? Hat man in Berlin gesehen was dann passiert. Kleine Kofferradios mit Batterien waren unschlagbar. Auch wenn das altmodisch erscheint.

  6. armin mützenbecher sagt:

    Diese besondere Art der Ersatzvornahme, ist eine Entwertung unserer Geräte. Wir werden die modernen DAB-Geräte nicht kaufen. Wenn die UKW abschalten dann schalten sie mich mit ab und viele viele Andere auch. Es wird eine Massenklage gegen die Rundfunkgebüren geben. Was ich nicht hören kann, muss ich nicht bezahlen. Alle historischen Radiogeräte sind dann nur noch zum anschauen.

    • J sagt:

      Du zahlst die Rundfunkgebühren unabhängig davon, auf welchem Wege du die Dienste nutzt. Wenn du die vielen Alternativen nicht nutzt, ist das dein Problem. Mit einer Klage würdest du dich nur lächerlich machen. Diese ist von vornherein zum Scheitern verurteilt.

      Und hast du vielleicht auch noch Brieftauben und klagst gegen die Post, dass sie deine Tauben nutzlos machen? Die technische Entwicklung geht weiter und alte Zöpfe abschneiden sorgt dafür, dass die Kosten nicht noch mehr explodieren.

  7. 10010110 sagt:

    Na ein Glück. Ich höre nur Mittelwellenradio. 😛

  8. Kevin S. sagt:

    Radio? Das gibt es noch?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert