Mehr als 150 abgestellte “Schrott-Fahrräder” in Halle (Saale) entsorgt

Durch die Stadt Halle (Saale) sind in den vergangenen drei Jahren insgesamt 152 sogenannte “Schrott-Fahrräder” entsorgt worden. Für regelmäßige Radler sind diese Räder ein Problem, stehen sie doch oft über Wochen oder gar Monate auf Fahrradplätzen und blockieren diese.

Regelmäßig kontrolliert das Ordnungsamt die Standorte. Insbesondere am Hauptbahnhof und am Marktplatz kann man solche “Fahrradleichen” immer wieder beobachten. Also Drahtesel, die oft wichtiger Teile wie Sattel oder Räder beraubt sind. 

Im Ordnungsausschuss informierte Herr Teschner kürzlich, dass am Bahnhofsvorplatz wieder Hinweiszettel an zahlreichen Fahrrädern angebracht worden sind, die dort augenscheinlich nur noch als „Schrott“ abgestellt sind (Weil zum Beispiel Teile fehlen).

Im Zeitraum vom 01.01.2019 bis 31.12.2021 habe man insgesamt 374 mit Hinweiszetteln versehen. Augenscheinliche Schrotträder erhalten einen Aufkleber, mit dem eine Entfernung nach vier Wochen angekündigt wird. Mit Blick auf die “Entfernungsquote” ist also nur jedes dritte Fahrrad betroffen, die anderen werden dann doch noch durch die Besitzer abgeholt. 

Übrigens erhalten solch einen Zettel tatsächlich nur Schrotträder. Wenn ein Drahtesel nur mit “Platten” dasteht. bekommt dieser einen solchen Zettel mit der angekündigten Entfernung nicht.

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20 Antworten

  1. Je sagt:

    Schmeißt die doch viel eher weg

  2. Gartenfreunde 🌻🙂 sagt:

    Kann man doch wieder aufarbeiten und spenden oder über die Tafel, Sozialkaufhaus günstig verkaufen. Gibt genug Menschen bei uns die sich nicht mal ein Fahrrad leisten können.

  3. Schrottlieb sagt:

    Weg damit. Den Dreck braucht keiner.

  4. Anjas Dörte sagt:

    Die Sache ansich ist gut, aber ausgerechnet die Abzockerbude Wetterau damit zu beauftragen ist schon übel.

    • Fahrrad Steuer einführen sagt:

      Übel ist seinen Müll in öffentlichem Raum stehen zu lassen. Asozial diese Radfahrer.

    • Pressesprecher sagt:

      Wieso Abzockbude? Kannst du das mal sachlich begründen? Außerdem mußt du ja privat nicht von denen abschleppen lassen. Weiterhin machen die das auch im Auftrag des ADAC. Zu guter Letzt: Angebot und Nachfrage sind auch gute Preisregularien. Und wenn du Zwangsabschleppungen meinen solltest, so parke einfach nicht verkehrsbehindernd.
      Also alles gut gesamtbetrachtet…

  5. Volker sagt:

    In Halle gibt es dafür eine AGH, warum machen die das nicht

  6. Biene Maja sagt:

    Wer bezahlt das?
    Ein Grund mehr Kennzeichnungspflicht für Fahrräder einzuführen!

    • Könner sagt:

      Ich bezahle das. Brauchst dich also nicht aufplustern.

      • Biene Maja sagt:

        Natürlich bezahlst du das, und nur du aber bist wahrscheinlich auch einer der schon eine Hand voll Fahrräder hat stehen lassen.

  7. Ge sagt:

    Die kümmern sich wenigstens, sollten auch gleich die e Roller einsammeln

  8. Volker sagt:

    Dafür gibt es doch schon seit langer Zeit eine AGH Maßnahme Eigenbetrieb für Arbeitsförderung
    Hibiskus weg 15. Warum privat Firma hat einer gepennt der Stadt, oder zu viel Geld hat die Stadt

    • Pressesprecher sagt:

      War vlt nicht so flexibel, die AGH. Außerdem hat die Stadt mit der Firma einen Rahmenvertrag über Abschleppungen des Ordnungsamtes. Das ist nix besonderes, gibt es in jeder anderen Stadt auch.

  9. 😊 sagt:

    War das nicht ein Job für Flüchtlinge? Die könnten aus 150 Schrottfahrrädern 70 funktionstüchtige bauen. 👍

  10. Der wahre Exilhallenser sagt:

    Wertvoller Sekundärrohstoff, ab zu Sero😁

  11. Hansi sagt:

    Es könnte auch andersherum sein: Fahrtüchtige Fahrräder werden angeschlossen, von solidarischen Mitbürgern zu Ersatzteilspendern umfunktioniert und daraufhin von ihren Eigentümern aufgegeben. Wenn ich also dem Nachbarn sein Fahrrad neide, leihe ich mir nur mal sein Vorderrad aus, und warte auf das Ordnungsamt, welches den Rest für mich erledigt.