Mieterrat Halle erbittet unbürokratisches Handling bei Wohnraumbeschaffung für ukrainische Flüchtlinge

Aus Angst, Not und Verzweiflung veranlassen hundertausende Bürger der Ukraine ihre von russischen Soldaten angegriffene Heimat. Oftmals ihr Ziel: Deutschland, wo es seit längerem kleinere ukrainische Zirkel gibt. So erreichten den Mieterrat  Halle ( Saale) e. V.  die ersten Hilferufe  von ortsansässigen Ukrainern  oder ihren Verwandten bereits am Abend des ersten Invasionstags. 

„ Erfreulicherweise konnte ich am nächsten Morgen in Telefonaten mit den Verwaltungen von Land und Stadt erkennen, daß dieses Thema den Behörden schon auf dem Tisch lag“, so der Vorsitzende des Mieterrat Halle, Peter Scharz.

Angetrieben von der bisherigen unverständlichen Handhabung der KdU – Werte ( Kosten der Unterkunft ) bei Asylbewerbern geht der Mieterrat Halle  heute davon aus, dass die Stadtverwaltung Halle  bei der Wohnungsbelegung jetzt einen unkomplzierten, unbürokratischen, effizienten und kostenmäßig vertretbaren Weg zu gehen bereit ist.   Natürlich müsse die Stadtverwaltung bestimmte Vorgaben von Bund und Land noch  abwarten.

Bei der Wohnungsbelegung sollte grundsätzlich beachtet werden, dass Halles Wohnungsmarkt ein Mietermarkt sei, auf dem folglich das Wohnungsangebot größer ist als die Wohnungsnachfrage.  Ungefähr 12.000  vermietbare Wohnungen stehen leer, warten auf Mieter.

Eindeutig empfiehlt der Mieterrat bei der Auswahl der potentiellen Wohnraumvermieter der Stadtverwaltung, ihre eigene Tochtergesellschaft HWG als Vermieter  gezielt anzusprechen. Schließlich verfüge die HWG über größere Leerstände in dem nahezu gesamten Stadtgebiet. Darüber hinaus  bietet die HWG als Folge Ihrer Selbstverpflichtung vom September 2019  Wohnungen an, die gut und  preiswert sind.

Als faire Vermieter kommen weiterhin die meisten  halleschen Wohnungsgenossenschaften infrage, wobei es allerdings einer vorhergehenden Klärung der Zahlung des  gesetzlich festgelegten  Genossenschaftsanteils bedarf. 

Äußerst gute Erfahrungen habe der Mieterrat bisher mit Klein-Vermietern und der Evangelischen Kirche gemacht: fair, preiswert und oftmals Direktkontakt zum Entscheidungsträger.

Für  die Stadtverwaltung Halle dürfte die jetzt auf sie zukommende Flüchtlingsunterbrigung eine echte Herausforderung sein. Gut lösbar für den Bereich von Frau Brederlow, der Sozial – Beigeordneten, findet der Mieterrat. 

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3 Antworten

  1. .. sagt:

    Und unsere notleidenden Bürger die es auch dringend benötigen bleiben draußen sitzen 👍

  2. 🌹🤡🎉 sagt:

    Allen einen schönen Rosenmontag

  3. Zucerry sagt:

    Genossenschaftsanteil? Warum sollen die Menschen für die Zeit hier Mitglieder werden? Ich gehe davon aus,daß die Menschen so schnell wie möglich zu ihren Familien zurück möchten. Also sollte man doch mal eine Ausnahme machen.Unbürokratische Hilfe bitte!

    • Malte sagt:

      Ja Meinor, der ist durch das Genossenschaftsgesetz so festgelegt. Wer eben in einer solchen Genossenschaft Wohnraum belegt, ist daran gebunden. Das ist eben auch eine Frage der Solidargemeinschaft innerhalb einer solchen WG

  4. Emmi sagt:

    Genauso unbürokratisch, wie es mit dem Grundstücksverkauf an die muslimische Gemeinde ging.

  5. ZiegenPeter sagt:

    Ich sag es doch….. Wir retten die ganze Welt.. Und die blöden Menschen die in Deutschland noch arbeiten gehen werden schön weiter mit Steuern und Abgaben belastet….. Wer jetzt ins Berufsleben einsteigt ist nur noch zu bemitleiden..

    • DenkNach sagt:

      Also ich verdiene ganz gut. Und bin Glücklich in einem sicheren Staat zu Leben, wo ich um keine Tageszeit um mein Leben fürchten muss. Die Kaufhalle ist voll mit trobischen Früchten, orientalischen Gewürzen, Fleisch und Fisch gerichten habe noch nie was vermisst. Ich habe eine gute Bildung erhalten, Grundschule, Mittelschule, Abitur und Studium. Ich musste nicht mal dafür bezahlen. Jetzt habe ich einen guten Job der mir sogar Spaß macht und mir gutes Geld einbringt. Bald fliege ich wieder in ein fernes Land in dem ich fremde aufgeschlossen Kulturen kennen lernen darf und atemberaubende Natur und Architektur besichtige.

      Hmmm tut mir leid das es ihnen nicht so gut geht. Was kann ich tun für Sie?

      • Frodo sagt:

        Ich wette mal, daß es ihm genauso gut wie Ihnen geht. Aber er will eben polemisieren, meckern, rumtrollen.
        Ist so seine Art. Es gibt solch arme Menschen.

  6. Beobachter sagt:

    Ich hoffe, daß die Mitglieder des Mieterrates mit gutem Beispiel vorrangehen und Flüchtlinge. beherbergen werden!

  7. 10010110 sagt:

    Ukrainische Flüchtlinge sind aus irgendeinem Grund besser als syrische und irakische Flüchtlinge? Warum?

    • .. sagt:

      Hauptsache bei Einreise nach Germoney geimpft, getestet und wenn infiziert dann Quarantäne

    • Kolbenhirsefred sagt:

      Weil die russisch sprechen. Wie 50 Prozent der Hallenser ( Schulrussisch).

      • rellah2 sagt:

        Die dürften wohl Russisch verstehen, aber deren Muttersprache ist Ukrainisch!
        Zwar wurden zu Sowjetzeiten die Menschen innerhalb der Sojus durcheinandergewürfelt, es war ja ein Staat. Aber mit der Wiederentstehung souveräner Staaten dürfte da Schluss gewesen, wenn auch manche eben einen Grund haben, in ein anderes Land zu wechseln.

    • Daniel M. sagt:

      Ja, sind sie. Sie sind unserer Kultur deutlich näher und deren Männer sind keine Feiglinge, die lieber ihre Gastgeber meucheln, als für ihr Land gerade zu stehen. Uns sie sind Willkommen.

  8. JEB sagt:

    Nicht das wir in einem halben Jahr feststellen, dass die Ukraine auch Nordafrika und den Nahen Osten umfasst.
    Hilfe ja! Aber mit Regeln und Kontrolle!

  9. Ich sagt:

    Immer rein spaziert,wie immer!Aber was sollen sie
    denn auch machen, es ist doch schlimm.

  10. Robert sagt:

    Die Wohnungsgesellschaften werden wieder richtig gute Kasse machen.
    Wie 2015.

    • Malte sagt:

      Das solltest du dann aber mal stichhaltig begründen können. Bitte wer und wieviel, und natürlich für wen speziell.
      Bisher sind nach meinem Kenntnisstand Einnahmen immer allen Genossenschaftsmitgliedern zugute gekommen.