Mission Gold: SV Halle verabschiedet Bobsportler Margis und Schüller zu den Olympischen Winterspielen 2026
In einer feierlichen und zugleich vertrauten Atmosphäre hat der SV Halle e. V. seine beiden Vorzeigeathleten Thorsten Margis und Alexander Schüller offiziell zu den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo verabschiedet. In der gewohnten Umgebung des Vereins versammelten sich Wegbegleiter, Förderer und Verantwortliche, um den „halleschen Schub“ mit den besten Wünschen auf die Reise zu schicken.
„Familiäres Geleit für zwei Ausnahmeathleten“
Hardy Gnewuch, Präsident des SV Halle, betonte in seiner Begrüßung den besonderen Charakter der Veranstaltung: „Es ist immer wieder ein bisschen nach Hause kommen und wir wollen das heute auch mit dieser gemütlichen, familiären Veranstaltung genießen“. Mit Blick auf die außergewöhnlichen Karrieren hob er hervor, dass man hier zwei „gestandene“ Athleten vor sich habe – Margis, der bereits zum vierten Mal an Olympischen Spielen teilnimmt, und Schüller bei seinem zweiten Mal. Gnewuch gab den Sportlern ein Zitat von Katharina Witt mit auf den Weg: „Man muss lernen, einen Wettkampf zu genießen“.
Die Stadt und ihre Förderer stehen bereit
Auch vonseiten der Stadt Halle (Saale) und der regionalen Wirtschaft gab es volle Rückendeckung. Dr. Judith Marquardt, Beigeordnete für Sport und Kultur, betonte den Stolz der Stadt auf ihre Wintersport-Helden und blickte bereits auf eine mögliche Rückkehr voraus: „Wenn es wieder Gold wird, dann ist auf dem Hansering am Park der Olympiasieger noch Platz für weitere Sterne“.
Dr. Jürgen Fox, Vorstandsvorsitzender der Saalesparkasse, unterstrich die Bedeutung der finanziellen Absicherung und die Vorfreude auf kommende Erfolge. Er kündigte an, dass man „Edelmetall mit Geld vergüten“ werde. Besonders die Tatsache, dass beide Athleten in zwei verschiedenen Viererbobs vertreten sind, erhöhe die Chancen für Halle ungemein. Schmunzelnd schloss gab Fox den Athleten noch mit auf den Weg: „Eine Bitte habe ich: Nachdem jetzt der Ammour-Bob in der letzten Zeit so erfolgreich war, ich glaube, der hat genug Siege gehabt. Also, toi toi toi und alles Gute“
Fokus auf den Punkt: Die Athleten im Gespräch
Trotz der Feierlichkeiten blieb der Fokus der Sportler klar auf die sportliche Leistung gerichtet. Thorsten Margis, der sich dieses Mal ganz auf den Viererbob konzentriert, erklärte die Strategie für die Bahn in Cortina: „Die Bahn in Cortina, die hat es in sich. Sie ist nicht besonders gefährlich, was Stürze angeht, aber wenn man auf der Bahn in Cortina Fehler macht, dann verliert man unheimlich viel Zeit. Wenn man dort hingegen fehlerfrei runterkommt und das viermal, dann erhöhen sich die Chancen ungemein. Wir haben einen Piloten, der so etwas draufhat und ich bin gespannt.“ Er erläuterte, dass kleine Fehler am Anfang einer Bahn sich extrem aufsummieren können, weshalb Präzision das oberste Gebot sei.
Alexander Schüller betonte die Bedeutung der Vorbereitung: „Der Wintersportler wird im Sommer gemacht. Wir haben ja schon im März, April des vergangenen Jahres angefangen, uns athletisch vorzubereiten“. Für ihn ist der aktuelle Zeitpunkt kurz vor den Spielen lediglich „die Sahne auf der Torte“, um die letzte Leistung aus dem Körper herauszuholen. Das größte Risiko bleibe laut Schüller eine Verletzung im „dümmsten Falle“, doch die Zuversicht überwiegt: „Wir wissen, was wir zu tun haben“.
Hintergrund: Der Werdegang und die Erfolge von Margis und Schüller
*Thorsten Margis (1989) Der gebürtige Bad Honnefer begann seine sportliche Karriere als Leichtathlet und war als Zehnkämpfer aktiv, bevor er 2011 zum Bobsport wechselte. Seitdem gilt er als einer der weltbesten Anschieber im Team von Pilot Francesco Friedrich.
- Größte Erfolge:
- Olympia: 4-facher Olympiasieger (Gold im Zweier- und Viererbob 2018 in Pyeongchang sowie 2022 in Peking).
- Weltmeisterschaften: Mehr als 10 Goldmedaillen (darunter Siege im Viererbob 2024, 2023 und in beiden Disziplinen in Vorjahren).
- Auszeichnungen: Träger des Silbernen Lorbeerblattes (2018 und 2022).
*Alexander Schüller (1997) Schüller kam ursprünglich aus dem Diskuswurf, merkte jedoch früh, dass seine Stärken in der Explosivität liegen, die ihn zu einem idealen Bob-Anschieber machen. 2016 wechselte er zum SV Halle und gehört seitdem zur absoluten Weltspitze.
- Größte Erfolge:
- Olympia: Olympiasieger 2022 im Viererbob in Peking.
- Weltmeisterschaften: 7-facher Weltmeister (Stand 2025), zuletzt Gold im Zweier- und Viererbob 2024 in Winterberg sowie im Zweierbob 2025 in Lake Placid.
- Besonderheit: Gilt als einer der technisch versiertesten Anschieber, dessen Werte selbst Rekordpilot Francesco Friedrich beeindruckten.












„Auch vonseiten der Stadt Halle (Saale) und der regionalen Wirtschaft gab es volle Rückendeckung. Dr. Judith Marquardt, Beigeordnete für Sport und Kultur, betonte den Stolz der Stadt auf ihre Wintersport-Helden“
Mich würde mal interessieren, was mit „der Stadt“ eigentlich gemeint ist. Ein „Wintersport-Held“ stammt aus NRW, der andere aus Leipzig. Judith Marquardt selbst ist in den USA geboren. Der Halle-Bezug ist ziemlich dünn.
„Dr. Jürgen Fox, Vorstandsvorsitzender der Saalesparkasse, unterstrich die Bedeutung der finanziellen Absicherung und die Vorfreude auf kommende Erfolge. Er kündigte an, dass man „Edelmetall mit Geld vergüten“ werde.“
Die Saalesparkasse und Jürgen Fox als Teil der regionalen Wirtschaft bezeichnen zu wollen, ist ziemlich weit hergeholt. Wer mal selbst mit der Saalesparkasse zu tun hatte, weiß, was ich meine.
Ich drücke beiden Sportlern die Daumen und wünsche maximalen Erfolg.
Zuerst dünnes reden, diffamieren und dann maximalen Erfolg wünschen. Ach Pauli, dein Frust ist inzwischen nicht mehr normal.